Vatikan: Exkammerdiener gesteht in VatiLeaks-Prozess
Paolo Gabriele hat geheime Dokumente des Vatikans kopiert. Das hat der Exkammerdiener des Papstes vor Gericht zugegeben. Er fühle sich des Vertrauensbruchs schuldig.
Im VatiLeaks-Prozess hat der angeklagte Exkammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, gestanden: Vor dem vatikanischen Tribunal gab er zu, vertrauliche Dokumente kopiert und weitergegeben zu haben.
Dem Familienvater wird schwerer Diebstahl vorgeworfen; dafür drohen ihm bis zu vier Jahre Haft. "Was den schweren Diebstahl betrifft, fühle ich mich nicht schuldig", sagte Gabriele. "Aber ich fühle mich schuldig, das Vertrauen missbraucht zu haben, das der Heilige Vater in mich gesetzt hatte."
Laut Staatsanwaltschaft hatte Gabriele indes zuvor gestanden, während seiner Tätigkeit im Vatikan vertrauliche Papiere gestohlen und an den italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi weitergegeben zu haben. Dieser ließ die Informationen in sein Buch, das die Machtkämpfe, Intrigen und Skandale innerhalb der höchsten Führungszirkel des Vatikans aufzeigte, einfließen.
Gabriele sagte vor Gericht, er habe keine Mittäter gehabt und kein Geld bekommen. Die Unterlagen habe er zunächst für sich selbst kopiert. Er habe sich ein genaueres Bild über die Vorgänge im Vatikan machen wollen, über die er Unbehagen verspürt habe. "Bosheit und Korruption" innerhalb der katholischen Kirche habe er aufdecken wollen, wurde er in der Anklageschrift zitiert.
Zur Begründung sagte er, es habe ihn geschockt, dass Papst Benedikt XVI. ihn immer wieder Dinge gefragt hätte, über die dieser eigentlich hätte informiert sein müssen. Da sei Gabriele zu der Überzeugung gelangt, "dass es einfach ist, jemanden zu manipulieren, der eine so große Macht besitzt". Er sei ferner nicht der einzige gewesen, der "im Laufe der Jahre vertrauliche Informationen an die Medien weitergegeben" habe.
Auch wenn der Diebstahl der Dokumente falsch sei, fühle er sich doch vom Heiligen Geist inspiriert, "die Kirche wieder auf den richtigen Pfad zu bringen", sagte Gabriele.
82 Kisten Dokumente sichergestellt
In Gabrieles Wohnung hatten vatikanische Ermittler nach seiner Festnahme 82 Kisten mit Dokumenten sichergestellt, darunter einen Scheck über 100.000 Euro, den eine spanische katholische Universität dem Papst ausgestellt hatte.
Neben Gendarmen und einer Hausdame aus dem päpstlichen Haushalt trat der päpstliche Privatsekretär Georg Gänswein in den Zeugenstand. Er habe bis kurz vor der Festnahme Gabrieles keinen Verdacht gehabt, sagte Gänswein.








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Gibt es irgendeinen näheren Sinn, das Bild des Mannes nachträglich zu verpixeln? Selbst Tagesschau.de macht das nicht und letztlich ist irgendwie sinnfrei, wenn man im Artikel noch ein Video einbettet, in dem der Mann wieder unverpixelt zu erkennen ist.
hier in Klarsicht http://www.welt.de/politi...
hier in Klarsicht http://www.welt.de/politi...
Zu enge Zelle (nicht einmal die Arme ausbreiten können), 24 Stunden künstliches Licht: ist das keine Mitteilung wert?
Die Folter ist im Vatikan offiziell im Jahr 1815 abgeschafft worden.Daher fallen verschärfte Haftbedingungen im vatikanischen Gefängnis heute nicht mehr unter den Begriff Folter.
Die Folter ist im Vatikan offiziell im Jahr 1815 abgeschafft worden.Daher fallen verschärfte Haftbedingungen im vatikanischen Gefängnis heute nicht mehr unter den Begriff Folter.
in diesem Artikel ist die Überschrift. Wo steckt da der Fehler? hmmmm sehr bedenklich die Zeit - manchmal.
hier in Klarsicht http://www.welt.de/politi...
Danke für den Link, ich finde es schrecklich, dass selbst direkt beim Papst unloyale menschen arbeiten..
fühle er sich doch vom Heiligen Geist inspiriert, "die Kirche wieder auf den richtigen Pfad zu bringen", sagte Gabriele.<<
Ja ja, wer würde das nicht...
Die Folter ist im Vatikan offiziell im Jahr 1815 abgeschafft worden.Daher fallen verschärfte Haftbedingungen im vatikanischen Gefängnis heute nicht mehr unter den Begriff Folter.
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