Menschenhandel : "Wirklich freiwillig ist niemand Prostituierte"

Mit falschen Versprechen wurde sie als junge Frau in ein Bordell gelockt. Eine ehemalige Zwangsprostituierte erzählt, was sie zwanzig Jahre lang erlebt hat.

Wenn Anna Malenski* über die schwerste Zeit ihres Lebens spricht, lacht sie, als würde sie eine Anekdote erzählen. Sonst hält sie den Schmerz nicht aus. Sie sieht jung aus, hat kaum Falten, obwohl sie fast 40 Jahre alt ist.

Als Kind kam sie in ein Heim, weil ihre Eltern sie misshandelten. Früh musste sie lernen, allein zurechtzukommen. Mit 17 arbeitete sie als Kellnerin im Ruhrgebiet, als ihr ein Bekannter einen Job in einer Bar in Süddeutschland anbot. Ein Tapetenwechsel schien verlockend – Malenski willigte ein. Was sie nicht ahnte: Sie sollte ihren Körper verkaufen, statt Bier zu servieren.

Die Geschichte von Malenski ähnelt der von Millionen Frauen weltweit. Die NGO Foundation of Women’s Forum (FWF) schätzt, dass jedes Jahr allein in Europa etwa 500.000 Frauen sexuell ausgebeutet werden. Detlef Ubben, der mehr als zehn Jahre Chefermittler im Bereich Menschenhandel und Zwangsprostitution des LKA war, schätzt, dass bis zu 95 Prozent der rund 2.250 Prostituierten in Hamburg nicht freiwillig arbeiten. Der aktuelle Leiter der zuständigen Abteilung für organisierte Kriminalität, Jörn Blicke, formuliert es vorsichtiger: "Ein sehr hoher Anteil der Prostituierten arbeitet nicht selbstbestimmt oder nicht für sich selbst." Manche Frauen werden erpresst, andere geschlagen, manche werden von ihren Partnern oder ihrer Familie dazu angehalten, und trauen sich nicht, sich zu wehren.

Bordelle zu wenig kontrolliert

Vor zehn Jahren sollte das Prostitutionsgesetz das Gewerbe nicht nur legalisieren, sondern auch dazu beitragen, die Zwangsprostitution abzuschaffen. Doch das zweite Ziel wurde nicht erreicht. Manche gehen sogar davon aus, dass das Gesetz den Menschenhändlern nützt, weil die Bordelle weniger kontrolliert werden. Ein Mitarbeiter vom LKA Hamburg sagt: "Eine Genehmigungspflicht für Bordelle muss sein. Es kann nicht angehen, dass man eine Genehmigung für eine Imbissbude braucht, aber ein verurteilter Menschenhändler einfach einen Puff aufmachen kann."

Als Malenski erkannte, dass die Bar ein Bordell war, wollte sie zurück. Aber der Bekannte ließ sie nicht gehen. "Einen Monat lang wurde ich in eine Wohnung gesperrt und mehrfach am Tag misshandelt", erzählt sie. Ihr Peiniger drückte Zigaretten auf ihrer Haut aus und lud seine männlichen Verwandten ein, das Mädchen zu vergewaltigen, um ihren Willen zu brechen. Zuhälter bezeichnen diese Vergewaltigungen als "Ausbildung" der Frauen. Am Ende der schlimmsten vier Wochen ihres Lebens, wurde sie vor die Wahl gestellt: "Sollen wir weitermachen oder willst du jetzt ins Bordell?" Ihre Zeit als Zwangsprostituierte begann.

Flucht nach Krankheit

20 Jahre lang hat Malenski so gelebt. 1999 nahm sie allen Mut zusammen und floh nach Hamburg. Ihr Zuhälter ließ sie ziehen, weil sie nach einem Schlaganfall nur noch wenig Geld eingebracht hatte. Erstmals konnte sie bestimmen, was sie machen wollte. Und doch war sie nicht ganz frei: "Ich hatte ja keinen Schulabschluss, keine Ausbildung. Was sollte ich machen?" So verkaufte sie weiter ihren Körper.

Für eine Weile schien es bergauf zu gehen, ohne Zuhälter fühlte sich Malenski besser. Sie verliebte sich in einen Mann, begann sich langsam zu öffnen. Doch das Glück hielt nicht lange. "Jahre später habe ich herausgefunden: Er hatte noch sieben weitere Frauen." 2003 vergewaltigte sie ein Freier so brutal, dass sie bis heute traumatisiert ist. Sie kann kaum schlafen, hat Panikattacken. Ihre Erinnerung ist lückenhaft, sie will nur vergessen. Aus Angst vor dem Täter verzichtet sie auf eine Anzeige.

Trotzdem blieb sie im Stadtteil St. Georg in Hamburg. Ungefähr 40 Frauen verkaufen sich hier jeden Tag am Hansaplatz, nur wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Im Neonlicht stehen sie vor den Geschäften und Hauseingängen, gekleidet wie Passantinnen. Obwohl der Stadtteil nicht für die Prostitution freigegeben ist und Freier ein Bußgeld zahlen müssen, floriert das Geschäft. Denn Sex ist billig: 30 Euro für eine Stunde.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

281 Kommentare Seite 1 von 19 Kommentieren

Unsachlich...

Ihre Komentare lesen sich wie Stammtischparolen ...

"Außerdem hatten die nicht den Polizeiapparat den wir uns heute leisten.
Mit dem sollte es möglich sein effektiv gegen Prostitution vorzugehen"

Sehr interessante These, nur leider absolut Falsch, siehe dazu:

"Seit 1993 wurden im Bundeshaushalt pauschal Stellen gekürzt. (...) Über die drastischen Einsparungen gibt zudem die Personalkostenquote des Bundes Aufschluss, also das Verhältnis von Personalaufwand zur Gesamtleistung der Bundesverwaltung: Lag diese 1970 noch bei 16,5 % und 1990 bei 11,4 %, wird sie im Jahr 2012 nur noch 8,9% betragen"
(Quelle: Gewerkschaft der Polizei – DG Bundespolizeiakademie)

Warum soll Prostitution falsch sein, solange sie sich im Gesetzlichen Rahmen bewegt? Für jeden Menschen ist Intimität anders. Es gibt auch Personen die Prostitution freiwillig, rein Geschäftlich betreiben und für die die Intimitäten kein Problem sind. Sie verkaufen eine Dienstleistung, ebenso wie etwa eine Massage eine Dienstleistung ist.Ich will damit aber keineswegs die illegale Prostitution oder den Menschenhandel rechtfertigen!!

verkannte Problematik

"Sie sind ein Mann und entfliehen Ihrem spießig-ehelichen Alltag gerne auch ab und zu, indem Sie sich mal ordentlich im Bordell austoben"
Dabei ignorieren Sie aber eine bekannte Probleme und Phänomene. In einigen Regionen Deutschlands gibt es bereits heute eklatanten Frauenmangel. Behinderte und ältere Menschen haben auf dem Partnermarkt statistisch erwiesen kaum Chancen auf Partnerschaft. Ist deren Recht auf Sexualität irrelevant? Sicher ist Zwangsprostitution damit nicht zu rechtfertigen, aber man sollte sich endlich von der Mähr lösen, arme Gesellschaften würden zwangweise massenhaft Prostituierte hervorbringen. Wenn dem so wäre, würde man in DE wohl inzwischen über jeden Mengen spanische und griechische Prostituierte stolpern.
Sie sehen eine Kausalität, wo keine besteht.

Wirklich freiwillig ist niemand ...

... x (austauschbarer Beruf). Aber die Zeiten erfordern es, dass man Geld verdient, um über die Runden zu kommen und etwas mehr Geld verdient, um sich ein annehmbares Leben zu finanzieren. Wo wollen wir ansetzen? Vielleicht einmal die Löhne steigen lassen in vielen anderen Bereichen, wie kann es sein, dass insbesondere Angestellte des öffentlichen Dienstes sehr wenig - trotz ihrer enormen gesellschaftlichen Bedeutung - verdienen? Wie kann es sein, dass eine Kassiererin mit 400€ durchkommen muss?

Ja, bei Prositution ist Zwangsprostitution ein Problem. Aber: wollen wir wirklich in die früheren Zustände zurück, in denen das Gewerbe kriminalisiert wurde und Frauen ihre Rechte aus Angst vor Verfolgung/ gesellschaftliche Achtung nicht einfordern konnten? Ist nicht genau das ein Nährboden für Zwangsprostitutin, wo jeder Kunde die Prositutierten wie Dreck behandeln können, sofern der Zuhälter das zulässt? Was ist mit Sozial- und Rentenbeiträge? Wieso soll eine Prosituierte, die es ohnehin schwer hat, noch mehr Leiden und nicht teilhaben können am Sozialstaat? Auch sie arbeitet hart - das kann doch niemand bestreiten - und wir sollten als Gesellschaft das akzeptieren und honorieren. Außerdem bin ich mir sicher, dass viele Sexualdelikte durch Prostitution in einem regulierten Rahmen (bspw. Bordell) verhindert werden, da Menschen die den Drang verspüren ihn dort ausleben können. Und wieso wird heute immer noch nicht körperliche Dienstleistung akzeptiert? Beim Arbeiter schon.

Dann haben Sie sich ja seit ...

[...] Außerdem reichlich bigott: "Ach, ich will ja nur die Frauen schützen und bestrafe Sie zeitgleich". Diese Gedankenverdrehung muss ja einem erst gelingen.

Außerdem sind die meisten Prosituierten heute selbsständig. Sie mieten einen Raum in einem Bordell und verdienen dort selbst ihr Geld. Die Rolle des Zuhälters übernimmt das Bordell, welches einen Betrag für die Miete des Zimmers verlangt. Der Zuhälter wurde dadurch durch Recht und Gesetz ersetzt - er ist gar nicht mehr notwendig. Natürlich gibt es noch Überbleibsel, aber insgesamt kann man doch eine positive Entwicklung verzeichnen.

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ls

Ich denke, daß es sehr gut ist...

...daß es heute einen legalen Rahmen für selbstbestimmte Prostitution gibt. Wünschenswert ist, daß die Frauen (und Männer - die gibt es ja auch)sicher und in Würde arbeiten können. Bordelle müssten deshalb regelmäßig überprüft werden, z.B. durch Berufgenossenschaften und Gewerbeaufsichtsämter (und nicht nur wenn es um Steuerhinterziehung geht).

Zwangsprostitution ist verboten

"Zuhälter. DIE sollten kriminalisiert werden."
Daran, dass Zuhälterei verboten ist, hat sich nichts geändert durch die Reform von Rot-Grün. Soll ich wirklich den entsprechenden Paragraphen aus dem StGB für Sie raussuchen?

Das ist so eine Sache, die Anti-Prostitution-Eiferer ("jeder Mann, der etwas auf sich hält") wie Sie und Frau Schwarzer immer übersehen. Zwangsprostitution IST SCHON VERBOTEN! Sie verschwindet nicht, wenn man normale Prostitution auch noch verbietet.

Das eigentliche Problem ist, dass die Polizei seit jeher lieber mit vollem Einsatz andere Straftaten wie Drogenbesitz verfolgt. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn man maximal 7 statt 5 Jahre für Zuhälterei geben würde.

Statistiken?

"Warum sollten sie mit ihrer Einschätzung richtiger liegen als alle Ziffern, Statistiken und Aussagen von Prostituierten selbst?"

Dann verlinken Sie doch bitte eine Statistik, die ihre Aussage stützt. Muss ja nicht 95% sein, aber ich habe noch keine gesehen, die auch nur ansatzweise in diese Richtung geht. Wie viele Verurteilungen wegen Menschenhandels gab es denn in Deutschland in den letzten Jahren? Wenn 95% aller Prostituierten gezwungen werden würden, müßte es ja selbst bei schlammpigster Polizeiarbeit eine beachtliche Menge davon geben.

Wie gesagt, ich stütze mich ja auf Aussagen von Prostituierten. Mit wie vielen haben Sie denn schon gesprochen?

Aber in welchem Umfang existiert sie denn?

Das ist ja mein Hauptanliegen in der Diskussion hier.

Es werden sehr große Zahlen genannt, die aber überhaupt nicht belegt werden. Wie gesagt, alles was ich finde läßt auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich schließen. Und ich finde es unerträglich, wenn statt Journalismus Propaganda betrieben wird. Umso erstaunlicher finde ich, dass hier so viele diese Zahlen aufgreifen und benutzen, ohne sie zu hinterfragen.

Persönlich glaube ich, dass die wenigsten Männer zu einer Prostituierten gehen würden, bei der sie den Verdacht haben, dass sie dazu gezwungen wird. Und ich denke schon, dass man, wenn man auch nur ein bisschen sensibel ist, etwas davon merken würde.

Ich will das Problem des Menschenandels nicht kleinreden. Aber ich denke, dass es einfach falsch ist, die gesamte Prostitution damit zu identifizieren.

Und ich denke, dass man das Menschenhandelsproblem am besten dadurch löst, indem man Prostitution komplett legalisiert und gewerblich etabliert. Mit Genehmigungen, Gewerbeaufsicht, etc. Ich bin mir auch sicher, dass man Prostitution wirklich freiwillig machen kann und dass die Emma feststellen wird, dass man es nicht kann :)

Sich verkaufen

Man sollte bei alldem aber auch nicht vergessen, dass Prostitution enorm lukrativ ist. Es mag einiges an den Zuhälter gehen und bei manch einer Prostituierten auch ein Großteil. Aber der wirtschaftliche Anreiz, sich zu verkaufen anstatt in einem Kiosk zu arbeiten, ist nicht zu verleugnen. Eine Facette von Freiheit ist es auch, sich selbst zugrunde richten zu dürfen. Rauchen, trinken, harte körperliche Arbeit bis zur Gebrechlichkeit und eben auch Prostitution. Bei allem Mitleid ist dennoch - auch - die eigene Verantwortung gefragt.

Die Leute finden sich

"Es geht nicht um die Frauen,
sondern um die Zuhälter. DIE sollten kriminalisiert werden."

Diese Leute haben, ob Frau oder Mann, einen sehr ähnlich, sagen wir mal geistigen Zustand oder wie man das nennen möchte.

Geben sie mal einer Prostituierten Geld damit sie das nicht macht. Sie finden sie 2 Wochen später beim Zuhälter, mit dem typischen Spruch:"Eigentlich liebe ich ihn ja noch"

Die Leute finden sich und sprechen ihre "Sprache". Es ist naiv jemanden in der reinen Opferrolle zu sehen.

Verantwortung

Hier an die eigene Verantwortung zu appellieren ist genauso wenig zynisch wie bei Hartz IV, Rauchen und Straftaten. Jeder ist zugleich den unabänderlichen Einflüssen seiner Umwelt UND den eigenen Entscheidungen ausgesetzt. Wenn Sie diese Vielschichtigkeit des Lebens verleugnen wollen und stattdessen allein blind auf das Schicksal und den Determinismus des Lebens abstellen, machen Sie es sich zu einfach, machen Sie die Welt schwarz und weiß, wo sie schattiert ist.

Re: Prostitution sollte verboten und verfolgt werden.

Schon mal überlegt, daß es neben den hier geschilderten bedauerlichen kriminellen Zuständen auch noch unendlich viele weitere Spielarten der Prostitution gibt? Es gibt z.B. durchaus starke und emanzipierte Frauen, die selbstbestimmt und in eigener Verantwortung für sich darüber entscheiden, mit einem Mann für Geld Sex zu haben. Möchten Sie denen auch vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben?

Nebenbei finde ich es interessant, daß Sie sich in einem anderen Kommentar (zu der Wulff-Affäre) über übertriebenen "Moralismus" echauffieren:

http://www.zeit.de/politi...

Bigotterie galore.

Und wenn selbst das nicht klappt?

Wieso wollen Sie Menschen Ihr Lebensstil aufzwingen? Es gibt auch evloutionäre Verlierer in unserer mehr und mehr auf Oberflächlichkeit getrimmten Gesellschaft. Das wollen und möchten Sie aus irgendeinem Grund nicht akzeptieren und geben anstattdessen seltsame Tipps. Außerdem kostet auch eine Internetkontaktbörse viel Zeit, bis man da die richtige gefunden hat. Und ist es denn so moralisch verwerflich, wenn jemand einen Sexualpartner - welcher äußerlich über seinem Niveau ist - sucht?

Re: Das eine hat mit dem anderen dann doch nicht so viel zu tun.

> Allerdings finde ich Prostitution per se überflüssig, spare
> mir daher die Trennschärfe, zwischen beidem zu unterscheiden,
> und leiste mir zu dem Thema folgende Meinung: Prostitution
> gehört verboten.

Finden Sie nicht, daß "Trennschärfe" ein guter Ansatz ist, wenn es darum geht sich eine eigene Meinung zu bilden? Sie hingegen äußern sich hier frei nach dem Motto "Was kümmern mich Fakten, wenn ich mich auch ohne sie von meinen Vorurteilen leiten kann", und sind auch noch stolz auf Ihre bigotte Ignoranz.

Das kann ich Ihnen sagen.

Aus meiner Sicht wäre es nicht schwer, den Frauen vernünftige Alternativen zu bieten.
Der ganze Rest der Industrie sollte Verschwinden. Wenn es aber Frauen gibt, die diesen Beruf aus welchem Grund auch immer unbedingt ausüben wollen, müsste man von Behördenseite Hilfestellungen geben, dass sich um diese Dienstleistung herum keine kriminellen Strukturen, mit Zuhältern, Drogenkriminalität usw bildet.
Das wäre für mich die Bedingungen, Prostitution zu tolerieren: 1-Frau-Betriebe, behördliche Begleitung und Überwachung, wie bei jedem anderen Dienstleistungsbetrieb auch.

Leider löst Verbieten keine Probleme, sondern verschlimmert Sie möglicherweise auch noch, wenn die ganze Maschinerie in den Untergrund abgedrängt wird.

Ich glaube, die Antwort sind klare Regeln, Transparenz und Kontrolle.

Wie es auch in der "normalen" Marktwirtschaft sein sollte, doch auch hier lassen sich viele "normale" Arbeiter wegen Perspektivlosigkeit ohne aufzumucken ausbeuten.

So ist die Welt, und jeder von uns muss entscheiden, inwieweit er sich behauptet und für sein Wohlbefinden einsteht. Auch gegebenenfalls Hilfe holen gehört dazu.

Jetzt sind wir seit einigen Jahren...

...grade dabei, diese Frauen aus der Illegalität zu hohlen, und schon tauchen die ersten Moralisten wieder auf, um diese Frauen wieder in die Kriminalität abzuschieben. Glaubt hier irgendjemand ernsthaft, das man Prostitution verbieten kann, ohne die gleichen Lebensverhältnisse wie in Saudi Arabien zu schaffen ? (Obwohl ich denke, das es selbst dort Prostitution gibt)
Mit dem Verbot von Sexarbeit drängt man eine Ganze Gruppe wieder zurück in gesellschaftliche Abseits. Man mag diese Gruppe moralisch verurteilen, aber Moral ist in den meisten Fällen kein Maßstab menschlichen Handelns.

@4 - sch3ll3r: Wischiwaschi

"Kein Mann der etwas auf sich hält hat es nötig, für Sex zu zahlen. Alle anderen sind in meinen Augen Waschlappen."

Nun meine Erfahrung ist eine andere:
Es sind meist Menschen, die irgendwelche Minderwertigkeitsprobleme haben, die sich in irgendeiner Art über andere stellen müssen, z.B. indem sie anderde als "Waschlappen" bezeichnen.

Wobei erstes (Minderwertigkeitsgefühle) immerhein ein letztlich objektivierbarer Begriff ist, während so etwas wie "Waschlappen" eben nur Wischiwaschi ist und mithin für den so Titulierenden spricht.

Entschuldigung aber in welcher Welt leben Sie denn ?

Zitat:
Wir leben im 21. Jahrhundert und für fast jedes sexuelles Bedürfnis gibt es Möglichkeiten zur Befriedigung, ohne dass dabei Geld im Spiel ist!

Wirklich?
Das spricht das Balzgehabe in Bars+Diskotheken mit dem schicken Auto usw. aber eine andere Sprache!
Die Grenzen zur Prostitution sind das fließend.

Und da wo kein Geld im Spiel ist wird sehr oft gelogen dass sich die Balken biegen!
Da wird Liebe geheuchelt wo Mann nur Sex will !!
Ist ein Mann der in den Puff geht da nicht ehrlicher ?!

Bitte zuerst über die ganze Wahrheit informieren

Stimmt in Schweden ist die Prostitution ganz verboten.
Aber zu denken dass es sie deswegen dort garnicht gibt ist doch reichlich naiv.
Sie spielt sich dann in einer Parallelwelt ab, die kein Gesetz kontrolliert.
Außerdem ist der Anteil schwedischer Männer die in den baltischen Staaten die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen unverhältnismäßig hoch.