FlugverkehrPassagier hilft Lufthansa-Pilot bei Landung

Ein Kopilot fiel aus, ein Passagier half dem Kapitän einer Lufthansa-Maschine aus, gemeinsam landeten sie das Flugzeug sicher in Dublin. von dapd und

Die Lufthansa feiert einen Passagier als Helden: Der Mann hat Medienberichten zufolge dem Piloten einer Passagiermaschine bei einer außerplanmäßigen Landung in Irland geholfen. Keinem der insgesamt 264 Passagiere an Bord sei etwas passiert, meldete die Zeitung Irish Independet .

Der Zwischenfall ereignete sich dem Bericht zufolge am Montag über dem Nordatlantik. Der diensthabende Kopilot sei wegen eines starken Migräneanfalls ausgefallen. Da habe der Passagier geholfen, der unbestätigten Meldungen zufolge ein privat reisender Air-Berlin-Pilot sein soll.

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Eine Lufthansa-Sprecherin bezeichnete den Passagier als Helden und sagte, der Mann habe eine Lizenz zum Fliegen von Maschinen des Typs B747. Es handelte sich um den Flug LH403 von Newark an der US-Ostküste nach Frankfurt am Main mit 264 Passagieren an Bord. Das Flugzeug landete nach Angaben der Irish Independent um 5.30 Uhr am Morgen sicher auf dem Flughafen der irischen Hauptstadt Dublin . Dort wurde der kranke Kopilot ins Krankenhaus gebracht.

Die Boeing 747 wurde mit einer aus Deutschland nach Dublin beorderten Crew nach Frankfurt geflogen und landete mit rund achtstündiger Verspätung. Hinterher sprachen Beteiligte von einer hollywoodreifen Leistung mit einem Happy End.

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Leserkommentare
    • negve
    • 20. November 2012 19:42 Uhr

    Wie trifft man sich da im Flugzeug? Kommt ein FA zum Telefon und sagt, äh knackknack, ist zufällig ein Pilot an Board, unser Co-Pilot ist leider ausgefallen?

    Stelle ich mir surreal vor und erinnert mich an einen Film mit Leslie Nielsen.

    • Loiseau
    • 20. November 2012 19:58 Uhr

    Wahrscheinlich hat man einfach durchgesagt, das man den Flug abbrechen und in Dublin landen muss aufgrund des Migräneanfalls des Co-Piloten. Das Flugzeug kann ja auch ohne Co-Pilot landen. Daraufhin wird sich der reisende Pilot wohl einfach gemeldet haben, ob er nicht helfen soll.

    Sicher keine Heldengeschichte wie bspw. die Landung auf dem Hudson. Warum man diese schöne Geschichte hier so zu einer reißerischen Nachricht ausbläst - naja...

  1. "Verehrte Reisende, stellen Sie sich rein hypothetisch vor, Sie befänden sich auf einem Flug, bei dem ein Co-Pilot krankheitsbedingt ausgefallen wäre. Wer von Ihnen würde sich rein hypothetisch zutrauen, den Vogel zu landen?"

  2. Vielleicht, weil Air Berlin auf der Strecke nicht fliegt? Oder beide Airlines zur Star Alliance gehören?

  3. Klar, der vollautomatische Flug ist möglich. Zum Beispiel vor kurzem auch vom GlobalHawk (http://www.youtube.com/wa...) gezeigt. Und dass Flugzeuge seit langen Jahren automatisiert landen können, selbstverständlich. Solange alles nach Plan verläuft. Geht was schief, braucht man Expertenwissen und schnelle Entscheidungen - und in diesen Fällen ist ein Mensch einfach besser. Und wenn es um das Wohl von Passagieren geht, dann auch gerne mit einer Zweitmeinung (=Copilot), gerade in Stresssituationen.
    Nach Ihrer Argumentation könnten Sie ja auch auf jegliche Sicherheitssysteme in Ihrem Auto verzichten. Fährt doch auch ohne diese, und statistisch gesehen kommen die fast nie zum einsatz (Ok, vielleich mal ESP). Ich habe sie trotzdem gerne an Board, wie auch den Piloten samt Copiloten.
    Zur Frage, ob er als Held gefeirt werden sollte: Ich bin meinem Beifahrer sicherlich auch dankbar, wenn er mich vor einer roten Ampel gewart hat. Aber nur, weil er gerade zufällig da war und ich nicht alleine fahren musste, wird er dadurch noch nicht zum Helden. Die Lufthansa sollte ihn für "angeordnete Überstunden" bezahlen, und gut ist.

  4. 30. [...]

    Entfernt. Kritik ist uns gerne willkommen, begründen Sie diese jedoch bitte sachlich. Danke, die Redaktion/jp

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Den ersten Teil habe ich versucht zu beantworten (#32), den zweiten Teil finde ich sehr lustig. Super! Wo Sie recht haben, haben Sie recht.

  5. 31. .....

    "seit zig Jahren OFT automatisch" ist schlicht falsch, da i.d.R. ein Pilot versucht, manuell zu landen, wenn die Umstände das ermöglichen, und das tun sie meistens.

    Die BA Geschichte war wegen der Einführung eines Musters mit Autoland damals. War neu, also wollten es alle ausprobieren. Ergebnis: die Piloten kamen aus der Übung.

    Von einem vollständig automatisierten Flug sind wir vielleicht technisch nicht weit entfernt, aber in letzter Konsequenz muss bei einer Fehlfunktion/Wind/Wetter etc. ein Mensch entscheiden. Andersherum ist aber auch der Mensch oft das Problem, weil er die Technik falsch interpretiert.
    So beisst sich der Hund in den Schwanz und das eine kann nicht ohne das andere.

    Von wegen Automatisierung noch:
    vor nicht allzulanger Zeit saßen noch Ingenieure im Cockpit ... 20, 30 Jahre sind kein langer Zeitraum in der Fliegerei.

  6. 32. .....

    Den ersten Teil habe ich versucht zu beantworten (#32), den zweiten Teil finde ich sehr lustig. Super! Wo Sie recht haben, haben Sie recht.

    Antwort auf "[...]"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, tis
  • Schlagworte Lufthansa | Boeing | Flughafen | Flugzeug | Hauptstadt | Krankenhaus
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