Bei einer Explosion auf einer Ölbohrinsel vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana sind am Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen würden vermisst, teilte die Küstenwache mit. Es gebe bisher keine Informationen über auslaufendes Öl. Vier Verletzte wurden per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Louisiana geflogen, hieß es unter Berufung auf die in Houston beheimatete Ölfirma Black Elk Energie, der die Plattform gehört.

Die Explosion habe sich am Freitag im Golf von Mexiko , gut 40 Kilometer vor Louisianas Küste ereignet, berichtete der TV-Sender WWL-TV . Die Plattform sei zum Zeitpunkt der Explosion nicht in Betrieb gewesen. Über der Bohrinsel stieg dichter schwarzer Rauch auf. Mittlerweile sei das Feuer aber gelöscht, berichtete WWL-TV. Die Plattform befindet sich den Berichten zufolge in relativ flachem Wasser rund 40 Kilometer südlich der Küstenstadt Grand Isle.

2010 hatte die Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in den USA ausgelöst. Elf Arbeiter waren dabei ums Leben gekommen. Hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer, es dauerte 87 Tage, bis der britische Ölkonzern BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten, darunter Louisiana, wurden von der Ölpest stark in Mitleidenschaft gezogen.

Erst am Donnerstag hatten sich BP und die US-Regierung deswegen auf eine Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Dollar geeinigt . Es ist die höchste Strafe, die je ein Unternehmen in den USA bezahlen musste. Im Gegenzug soll das Strafverfahren gegen den Energiekonzern eingestellt werden.