Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll sich mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo darauf geeinigt haben, ein Zivilverfahren außergerichtlich zu beenden. Das berichteten übereinstimmend mehrere Medien. Eine entsprechende Einigung solle am kommenden Freitag unterschrieben werden, schrieb die New York Times .

Unklar ist, wie viel Geld Strauss-Kahn an Diallo zahlen wird. Die französische Zeitung Le Monde berichtete unter Berufung auf Vertraute des 63-Jährigen, die Summe betrage sechs Millionen US-Dollar. Das dementierten allerdings Strauss-Kahns Anwälte: Die Informationen seien "frei erfunden".

Das Zivilverfahren bei einem New Yorker Gericht war im August auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Im Mai 2011 war der damalige IWF-Chef festgenommen worden, weil er in seinem Hotelzimmer am Times Square das Zimmermädchen überfallen und zum Oralsex gezwungen haben soll.

Er war kurzfristig in Einzelhaft und anschließend unter Hausarrest. Das strafrechtliche Verfahren wurde schließlich eingestellt, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gab.