VergewaltigungsprozessStrauss-Kahn soll sich außergerichtlich geeinigt haben

Das Strafverfahren wurde eingestellt, nun wird es wohl auch kein Urteil im Zivilprozess gegen den Ex-IWF-Chef Stauss-Kahn geben. Unklar ist, wie teuer die Einigung wird. von afp, dpa und dapd

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll sich mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo darauf geeinigt haben, ein Zivilverfahren außergerichtlich zu beenden. Das berichteten übereinstimmend mehrere Medien. Eine entsprechende Einigung solle am kommenden Freitag unterschrieben werden, schrieb die New York Times .

Unklar ist, wie viel Geld Strauss-Kahn an Diallo zahlen wird. Die französische Zeitung Le Monde berichtete unter Berufung auf Vertraute des 63-Jährigen, die Summe betrage sechs Millionen US-Dollar. Das dementierten allerdings Strauss-Kahns Anwälte: Die Informationen seien "frei erfunden".

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Das Zivilverfahren bei einem New Yorker Gericht war im August auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Im Mai 2011 war der damalige IWF-Chef festgenommen worden, weil er in seinem Hotelzimmer am Times Square das Zimmermädchen überfallen und zum Oralsex gezwungen haben soll.

Er war kurzfristig in Einzelhaft und anschließend unter Hausarrest. Das strafrechtliche Verfahren wurde schließlich eingestellt, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gab.

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Leserkommentare
    • mtusc
    • 30. November 2012 14:36 Uhr

    Hab schon beim überfliegen der ersten Zeilen nen dicken Bock entdeckt...

    Ihre Anmerkung wurde weitergeleitet. Danke. Die Redaktion/mak

    • mtusc
    • 30. November 2012 14:51 Uhr

    Einer noch da...

  1. D. h.: Die Weste dieses "Herrn" ist nicht rein.

  2. 4. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

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    Wenn ich Opfer einer Straftat geworden wäre und hätte die Chance, gegen Rücknahme meiner Anzeige ein paar Millionen zu erhalten würde ich sofort darauf eingehen.

    Ich würde so ein Angebot ganz sicher nicht aus Prinzip ablehnen, damit der Betreffende vielleicht eine Freiheitsstrafe für 2 Jahre auf Bewährung erhält.

    Hier hatte die Frau allerdings gar nicht mehr die Chance auf eine Verurteilung wegen einer Straftat. Dieses Verfahren wurde bekanntlich bereits eingestellt, vermutlich weil die Staatsanwaltschaft keine Aussicht sah, eine einstimmige Verurteilung der Geschworenen herbeizuführen. Im Übrigen unterliegen die Staatsanwälte dort nicht wie bei uns dem Legalitätsprinzip. Ein Klageerzwingungsverfahren ist dort nicht möglich.

    Es ging nur noch um ein Zivilverfahren, in dem das Opfer auf Schmerzensgeld und Strafschadensersatz, eine Spezialität im US-Zivilrecht, klagte.

    Was ist gegen die Zustimmung des Opfers für einen schnellen Vergleich einzuwenden, wenn die Entschädigungssumme, vielleicht 6 Millionen, stimmt?

    Sie können ganz sicher sein, dass DSK die teuersten und besten Anwälte beschäftigt hat, die ihm geraten haben hierauf einzugehen, weil dies für ihn günstiger ist, als es darauf ankommen zu lassen.

    Auch die USA sind ein Rechtsstaat und so leicht wird da auch in einem Zivilprozess niemand verurteilt, wenn die Beweislage nicht überzeugend ist. In einem Zivilprozess müssen 2/3 der Geschworenen überzeugt werden.

    • gorgo
    • 01. Dezember 2012 8:40 Uhr

    Entfernt. Der Kommentar auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/ls

  3. nicht um seine vermeintliche Schuld zu vertuschen,
    sondern um sich möglichst rasch wieder auf seine
    Arbeit konzentrieren zu können.

    In den Turbulenzen der Eurokrise wäre er vermutlich
    wichtig gewesen.
    Fachlich hochkompetent, mit dem erklärten Anspruch,
    die WallStreet und die Finanzmärkte regulieren
    zu wollen.

    Er war gerade auf dem Weg zu unserer Kanzlerin,
    als er am Flughafen festgenommen wurde.

    Müßig darüber zu spekulieren, ob einiges anders/besser
    gelaufen wäre, hätte man ihn nicht aus der politischen
    Arena katapultiert.

    Ich persönlich denke allerdings, dass ja.

  4. "DSK zahlt....nicht um seine vermeintliche Schuld zu vertuschen, sondern um sich möglichst rasch wieder auf seine Arbeit konzentrieren zu können."

    Interessant, was Sie alles wissen.

    Im Zivilverfahren wurden zwei Anzeigen behandelt: Eine von Ms. Diallo gegen Herrn Strauss-Kahn wg. Vergewaltigung und eine von Herrn Strauss-Kahn gegen Ms. Diallo wegen übler Nachrede.

    Bei einer Einigung hätte man nun erwarten können, dass sich das "gegeneinander aufhebt", falls keine Seite dem Gericht schlüssige Indizien für ihre Anschuldigung präsentieren kann.

    Dass beide Verfahren jetzt eingestellt werden und Herr Strauss-Kahn ein Schmerzensgeld zahlt - in welcher Summe auch immer - deutet darauf hin, dass die Faktenlage gegen ihn spricht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    der Forderung des Zimmermädchens ?:)

    Sie dürfen hier durchaus von einem Kompromiß
    ausgehen, um die Sache jetzt zu beenden und um
    eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung
    zu vermeiden.

    dann kommen Sie auf die Beträge, die in den USA
    üblicherweise den Opfern zugestanden werden.

    Und Sie können davon ausgehen, dass das Zimmermädchen
    bei DSK eher einen noch "höheren" Betrag bei Gericht
    gefordert hat.

    Anders als Assange, hat DSK die Möglichkeit, gezielte
    "smear campaigns" mit einer Geldzahlung in Millionenhöhe
    zumindest zu beenden.

    Seine Karriere ist leider aber ebenso am Ende.

  5. der Forderung des Zimmermädchens ?:)

    Sie dürfen hier durchaus von einem Kompromiß
    ausgehen, um die Sache jetzt zu beenden und um
    eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung
    zu vermeiden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Kennen Sie denn die Höhe
    der Forderung des Zimmermädchens ?:)"

    Nein, kennen Sie denn die Höhe der von den Anwälten Strauss-Kahns ursprünglichen geforderten Summe zur Wiedergutmachung wg. Verleumdung?

    "Sie dürfen hier durchaus von einem Kompromiß
    ausgehen, um die Sache jetzt zu beenden und um
    eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung
    zu vermeiden."

    Sicherlich ist es ein Kompromiss. Aber der hätte, wie oben erwähnt, auch darin bestehen können, dass beide Anzeigen zurückgenommen werden. Die oben erwähnten - spekulativen - 6 Millionen US$ bietet sicher niemand, der davon ausgehen kann, dass die Gegenseite keinerlei glaubwürdige Beweise für Ihre Behauptungen hat.

    Das Zivilgericht hat ein Jahr lang getagt und dürfte die Faktenlage entsprechend gewürdigt haben.

    • bubblez
    • 30. November 2012 19:46 Uhr

    Vor 20 Minuten habe ich in den Nachrichten gehört, dass die "Abfindung" 6 Mio. Dollar betragen.

    Als Zimmermädchen muss sie nun wohl nicht mehr arbeiten.

    Den Rest darf sich jeder selbst zusammenreimen.

  6. ... eine gezielte Aktion von Sarkozy"

    Nun danach sieht es nun nicht mehr zweifelsfrei aus. Was wirklich geschah, wird man wohl nie erfahren.

    Wenn dieser Skandal nicht gewesen wäre, wäre uns vermutlich Monsieur Holland erspart geblieben bzw. DSK hätte ihm schon fest am Zügel gehabt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, dapd, rav
  • Schlagworte Dominique Strauss-Kahn | Medien | Gericht | Information | Mond | US-Dollar
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