Blackout : Stromausfall legt weite Teile Münchens lahm

Eine Stadt gerät ins Stocken: In München standen am Morgen Straßen- und U-Bahnen still, Ampeln funktionierten nicht. Auch Tausende Haushalte blieben ohne Strom.

Ein Stromausfall hat am Morgen große Teile Münchens lahmgelegt. Aus dem gesamten Stadtgebiet wurde ab etwa sieben Uhr ein Blackout gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Ab etwa 07.30 Uhr funktionierte der Strom zumindest in einigen Stadtteilen wieder.

Als Folge des Zusammenbruchs der Energieversorgung kam der öffentliche Nahverkehr weitgehend zum Erliegen. Mitten im Berufsverkehr fuhren U-Bahnen und Straßenbahnen nicht weiter. Außerdem fielen die Ampelanlagen aus.

Die Münchner Feuerwehr sagte, es komme seit etwa 7.00 Uhr zu Dutzenden Einsätzen. Unter anderem seien Menschen in Aufzügen stecken geblieben und mussten befreit werden. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete, ein Schaden im Heizkraftwerk Nord sei Ursache für den Stromausfall. Die für die Energieversorgung zuständigen Stadtwerke München waren zunächst nicht zu erreichen. Der Bayerische Rundfunk nannte einen Defekt in einem Umspannwerk im Norden der Stadt als möglichen Auslöser.

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Kommentare

49 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Status

Der Stromausfall begann um 07:01 Uhr. Als einer der letzten Stadtteile hatte die "Au" um 08:00 Uhr wieder Strom. Allerdings kam es hier und da noch sehr kurzen Ausfällen von ca. 1s.

Die Mobilfunknetze funktionierten nicht überall. auf Twitter war zu lesen dass in machen Stadtteilen nur GSM verfügbar war. Andere hatten UMTS - wegen der Überlastung allerdings nur mit geringen Durchsatzraten.

Die Bahnen sollen laut Twitter massive Verspätungen haben, es wird geraten Homeoffice zu machen.

Die Notstromkonzepte der vom Internet abhängigen Unternehmen (z.B. Onlinebanken) funktionierten und waren immer erreichbar.

ein guter Rat

Nun ja, hätte ich dazu schreiben sollen, dass sich der Rat für's Homeoffice nur an jene richtet, die auch Homeoffice machen können? Vielleicht.
Die U-Bahnen waren extrem überfüllt, ein junges Mädel in der U2 bekam Platzangst und brach zusammen. Ein Fall für den Notarzt. Auf den Strassen gab es Staus, die Polizei regelte den Verkehr.

Für all jene, die Homeoffoice machen können ist dies eine Alternative zum Kreislaufkollaps und Stau.

Ein grosses Lob an die U-Bahn Fahrenden. 99.99% waren entspannt, freundlich, hilfsbereit.

Wer wissen will was ein "richtiger" Black-out wirklich bedeutet,

sollte nach New York, New Jersey, Queens, Long Island oder Staten Island reisen. Der Redaktion waere vielleicht zu empfehlen die Erfahrungen die dort nach dem Superstorm Sandy gemacht wurden zu recherchieren. Und wer meint, dass solch ein Superstorm bei uns unmoeglich ist, hat sicher recht. Nur ist dies ein schwacher Trost. Denn flaechendeckende Black-outs koennen durch allerlei "Failures" und mitnichten nur durch Superstuerme ausgeloest werden. Schuldzuweisung danach ist muessig. Das Einzige was im Ernstfall, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche kommen wird, hilft ist Vorbereitung.

Nicht die USA und Good Old germany vergleichen...

die USA haben auch in der lokalen Verteilung oberirdische Leitungen, da sind Wettereinflüsse direkter zu spüren.
Aber heute nacht war's in München windstill. Kein Sturm! Kein Schnee! Kein Regen! Nix! Ruhiges Herbst-Hochdruckwetter. Scheidet also als Ursache aus.
Oder war es doch das Kraftwerk "Stenkelfeld-Nord"? Oder doch die fehlende KAPA im Netz? Wer hat die Kaffeemaschine um 07:01 eingeschaltet? Wahrscheinlich irgendein Öko-Student in Schwabing, der aus der Kneipe heimkam. Und der E.On-Akku für Windenergie war eben leer.

Alles richtig!

Mir geht es ueberhaupt nicht um einen Vergleich zu den USA. Was wir dort sehen und erleben koennen ist die Konsequenz eines flaechendeckenden und laenger anhaltenden Black-outs. Die Gruende werden bei uns natuerlich andere sein und Sie sprechen ja auch einige davon an. Wir wissen nur nicht "Wo", "Wann" und "Weshalb". Aber wir muessen besser darauf vorbereitet sein als dies letztlich in den USA der Fall war. Aus den Fehlern der Anderen zu lernen ist der beste Weg.

Die Ursache kann ich sagen.

Seit dem die Stromkonzerne privatisiert sind, sind diese ausgerichtet, um mehr profit zu machen.

Deshalb wird gerne an der Wartung und Instandhaltung der Netze gespart.

Fazit:
Die Stromkosten sind immer weiter gestiegen. Die Versorgung dagegen wird immer schlechter.

In der letzten Zeit kommen immer häufiger Stromausfälle zustande, auch wenn diese noch nicht größere Flächen abdecken und von Dauer sind.
Doch das wird sicherlich bei dieser Entwicklung auch noch kommen.

Rechnung der Energiewende zu Gunsten der Energieunternehmen!!

Das ist doch von den Energieunternehmen bewusst gesteuert worden. Die Politik hat total versagt, mir ihrer Energiepolitik. Der Bürger wird zum Zuschauer, weil die Politik und die Energiekonzerne tun und lassen können was sie wollen. Das ist der Start zu einer nicht mehr bezahlbaren Stromkostenrechnung für den Bürger. Das ist die Kosten Verlust Rechnung der Energiewende zu Gunsten der Energieunternehmen.

Grundsätzlich ist es richtig,

daß die Politiker mit der Energiewende etwas angemaßt haben, was sie wegen mangelnder Bildung und Ausbildung nicht erfüllen können. Würde jemand aus der Wirtschaft den Auftrag für ein derartig risikoreiches Projekt bekommen, hätte er ein abgeschlossenes technisches oder betriebswirtschaftliches Studium wohl mit Doktortitel und Jahre lange Berufserfahrung hinter sich.
Im übrigen sei angemerkt, daß Stromkonzerne nur Geld mit dem Strom verdienen können, den sie produzieren und nicht dem, den sie nicht produzieren.

die ewigen Nörgler

"Die Politik hat total versagt, mir ihrer Energiepolitik". Da haben Sie recht.
Ansonsten liegen Sie völlig daneben.

Genau durch diese verquere Energiepolitik entsteht das Problem und nicht durch die Stromproduzenten.

Diese permanente Rumgemöhre an den Stromproduzenten kann einem ganz schön auf den Zeiger gehen (anbei: Ich hab mit den nix zu tun). Wann kapiert der Durchschnittsnörgler eigentlich, dass Strom ein Schlüsselfaktor unseres Wohlstands ist, um dessen erhalt wir besorgt sein müssen?

An Stelle der Erzeuger würde ich langsam sagen: Ihr könnt mich - ich mach den Laden dicht, wenn Ihr meint, keinen Strom haben zu wollen und handel dafür mit Äpfeln. Wir würden uns ganz schön umgucken.