US-Justiz"Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen"

Ein Richter hat eine Verkehrssünderin dazu verdonnert, ein Schild hochzuhalten, auf dem sie sich als Idiotin bezeichnet. Sie hatte unrechtmäßig einen Schulbus überholt. von dapd

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.  |  © Tony Dejak/dapd

Wegen eines Verkehrsvergehens musste eine Frau in den USA eine Stunde mit einem Schild am Straßenrand stehen, auf dem sie sich selbst als Idiotin bezeichnet. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stand sie mit Kopfhörern und Zigaretten rauchend an einer Straßenecke in Cleveland .

Auf dem Schild stand: "Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen." Eine Stunde versuchte die Frau, neugierige Passanten, hupende Autos und den Medientrubel um sie herum zu ignorieren. Am Mittwoch sollte die 32-Jährige noch einmal eine Stunde ableisten.

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Zusätzlich zur richterlichen Prangerstrafe wurde der Frau der Führerschein für 30 Tage entzogen und sie musste 250 Dollar Strafe zahlen. Ihr gefährliches Überholmanöver war von einer Videokamera festgehalten worden.
 

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Leserkommentare
  1. Dann versteht man das ganze vielleicht mehr. Auch warum die Polizei da war und warum gefilmt wurde.

    Und die Strafe vielleicht auch.

  2. Zitat: "die im mittlerweise rechtsfreien Raum der Autobahnen eh nicht mehr wirklich kontrolliert werden."

    *LOL* Nichts für ungut aber Sie haben wohl keine Ahnung über die Kontrolldichte , speziell an Brennpunkten. Sehr viele Kameras an Brücken (Abstand & ggf. Geschwindigkeit), nicht wenige Blitzer, und einige Zivilstreifen, die nicht wenig PKW's und LKW's rausziehen. Wenn man allerdings stur vor sich hindöst bekommt man das alles natürlich nicht mit...

    Antwort auf "Wieso "beknackt"?"
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    Ich hoffe doch, dass ich es nicht nötig habe, mir den Kopf über Kontrollen auf den Autobahnen zu zerbrechen. Die sind dafür gebaut, dass man ruhig und zügig fährt. Die Aufmerksamkeit sollte man dabei auf den Verkehr und die Beschilderung richten. Nicht auf irgendwelche Kontrollen.

  3. ...die Abschlussbemerkung : ...und ich bin einer.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... das wäre persönlich und ehrverletzend. Alle genannten Beispiele beziehen sich auf den Fall und nicht auf die Person.

  4. ... demokratischer Rechtsstaat?
    Ein Gesetz, ein juristisch abgeklärter Text, dass solcher Art Strafen möglich sind, eine Mehrheit im Parlament, eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt - was soll daran nicht demokratisch und rechtsstaatlich sein?

    Antwort auf "Zurschaustellung"
  5. Zitat:"In Deutschland wäre wohl der Führerschein weg für ein paar Monate. Die Strafe wäre teuerer."

    Das glaube ich nicht, Tim...

    http://web.de/magazine/au...

  6. ... das wäre persönlich und ehrverletzend. Alle genannten Beispiele beziehen sich auf den Fall und nicht auf die Person.

  7. Gelegentlich muss ich mich über das Rechtsverständnis einiger Landsleute doch sehr wundern.
    Scham und Prangerstrafen als Verkehrspädagogische Maßnahmen, kann man als Betroffener mit etwas Kreativität auch ins Gegenteil verkehren. Bei uns auf dem Land wären vermutlich gleich ein paar andere mit einem Kasten Bier beim Schildträger.
    Wenn ich mir die Kommentare zu diesem Bericht in dieser renommierten Zeitung durchlese, keimen bei mir Befürchtungen auf, dass viele davon auch die Todesstrafe oder Foltermethoden befürworten. Armes Deutschland!

    Eine Leserempfehlung
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    Sie, wie auch viele andere, bleiben die Antwort schuldig, inwiefern diese Art von Strafe näher bei Todes- bzw. Folterstrafen liegt bzw. eher zu ihnen passt als Freiheitsberaubung (wo doch Freiheit heutzutage so ein zentrales Gut ist).

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, zz
  • Schlagworte Auto | Dollar | Führerschein | Strafe | USA | Cleveland
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