US-Justiz"Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen"

Ein Richter hat eine Verkehrssünderin dazu verdonnert, ein Schild hochzuhalten, auf dem sie sich als Idiotin bezeichnet. Sie hatte unrechtmäßig einen Schulbus überholt.

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.

Wegen eines Verkehrsvergehens musste eine Frau in den USA eine Stunde mit einem Schild am Straßenrand stehen, auf dem sie sich selbst als Idiotin bezeichnet. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stand sie mit Kopfhörern und Zigaretten rauchend an einer Straßenecke in Cleveland.

Auf dem Schild stand: "Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen." Eine Stunde versuchte die Frau, neugierige Passanten, hupende Autos und den Medientrubel um sie herum zu ignorieren. Am Mittwoch sollte die 32-Jährige noch einmal eine Stunde ableisten.

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Zusätzlich zur richterlichen Prangerstrafe wurde der Frau der Führerschein für 30 Tage entzogen und sie musste 250 Dollar Strafe zahlen. Ihr gefährliches Überholmanöver war von einer Videokamera festgehalten worden.
 

 
Leserkommentare
    • TDU
    • 14.11.2012 um 18:06 Uhr

    Pranger mag ich nicht. Aber auf dem Geweg einen Schulbus überhoen hat schon Eventualvorsatz. Es wird schon nichts passieren, aber wenn ist es auch egal.

    So wie Radfahrer, die unter Armeslänge an einem vorbei rasen. Eine Streckung und der Arm ist hin. Dennoch Pranger ist nicht akzeptabel.

  1. "Die Herabwürdigung eines Menschen zum Zwecke der Strafe ist unangemessen.
    Es gibt wirkungsvolle, abschreckende Sanktionen für derartiges Verhalten."

    Tja, ebend nicht.
    Das Schamgefühl des Menschen ist eine sehr sensible Emotion.
    Denn ein "Machst du das nochmal, geben wir dich wieder der Lächerlichkeit preis." ist wirkungsvoller als ein: "Machst du das nochmal, wird es diesmal eine Bewährungsstrafe."

    "daß in Sachen Sanktionierung von Verkehrsdelikten gesetzgeberisch gerne etwas mehr Kreativität an den Tag gelegt werden könnte."

    Das ist doch eigentlich schon ziemlich kreativ.
    In Sacramento musste ein Raser einen Tag lang das Ampelmännlein spielen, in einem fremd anmutenden Kostüm versteht sich."

    Die Gefängnisse sind voll, da muss man sich bemühen andere Wege zu finden, wie den Mann in Ohio, den man mit einem Ferkel durch ein Dorf laufen lies mit einem Schild um den Hals "Das ist kein Polizist", weil er einen Polizisten als Schwein beschimpfte.
    Juristisch gesehen, ziemlich kreativ.

    Am schönsten finde ich immernoch: "Ein 19 jähriger aus Iowa, der mit zu lauter Musik durch die Stadt fuhr und somit alle Anwohner belästigte, musste zur Strafe 4 Stunden lang, Polka hören."

    Antwort auf "Darum nicht!"
    • gemaro
    • 14.11.2012 um 21:20 Uhr

    "Ein Richter hat ..."

    Wirklich recherchiert ist das ja wohl nicht. Auch wenn "judge" im Englischen sowohl männlich als auch weiblich sein kann, müsste euch doch wohl aufgefallen sein, dass Pinkey S. Carr (http://clevelandmunicipal...) eine Frau ist. Aber wenn man Artikel nur mal schnell abkupfert ist das natürlich zuviel verlangt.

  2. und weiß was für ein Frevel schon das "normale" Vorbeifahren an einem Schulbus in des USA darstellt, der könnte meinen, dass diese Frau noch recht gut weg gekommen ist.
    Sie hat das ja auch noch einmal wiederholt.
    Sie hat das ja auch noch einmal wiederholt.
    Da scheidet Dummheit als Entschuldigung aus, da war Vorsatz am Werk.Ich bin sicher sie macht das nicht wieder.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, zz
  • Kommentare 76
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  • Schlagworte Auto | Dollar | Führerschein | Strafe | USA | Cleveland
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