US-Justiz"Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen"

Ein Richter hat eine Verkehrssünderin dazu verdonnert, ein Schild hochzuhalten, auf dem sie sich als Idiotin bezeichnet. Sie hatte unrechtmäßig einen Schulbus überholt.

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.

Eine Verkehrssünderin in den USA leistet ihre Strafe ab.

Wegen eines Verkehrsvergehens musste eine Frau in den USA eine Stunde mit einem Schild am Straßenrand stehen, auf dem sie sich selbst als Idiotin bezeichnet. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stand sie mit Kopfhörern und Zigaretten rauchend an einer Straßenecke in Cleveland.

Auf dem Schild stand: "Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen." Eine Stunde versuchte die Frau, neugierige Passanten, hupende Autos und den Medientrubel um sie herum zu ignorieren. Am Mittwoch sollte die 32-Jährige noch einmal eine Stunde ableisten.

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Zusätzlich zur richterlichen Prangerstrafe wurde der Frau der Führerschein für 30 Tage entzogen und sie musste 250 Dollar Strafe zahlen. Ihr gefährliches Überholmanöver war von einer Videokamera festgehalten worden.
 

 
Leserkommentare
  1. Die Frau hatte das wohl mehrfach zuvor gemacht und der Busfahrer hat sie mit dem Handy gefilmt (so stand es vor Tagen in SPON oder ähnlich).

    Wieso ist das verwunderlich? Es hat doch mittlerweile jeder eine "Kamera" dabei. Unlängst wurde ein Versicherungsbetrug gefilmt:

    http://www.focus.de/panor...

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Seltsam"
  2. Sie wissen nicht was Krieg ist! Dieses Wort wird für solche typischen "alle anderen sind ja sooo schlimm" Kommentare schlicht und einfach nur missbraucht! Es gibt Verkehrsverstösse on mass, das stimmt. Aber dieses Wehklagen & Anklagen seitens mancher Kommentatoren ist schlicht und einfach nur übertrieben. Auch ist Ihre sehr einseitige Sichtweise im Bezug der Vergehen sehr entlarvend. Und nein, ich rase nicht, telephoniere nur mit der Freisprecheinrichtung (und sogar da steuere ich zumeist den nächsten Autobahnparkplatz an...) und fahre auch nicht dicht auf. Das neue Punktesystem ist, wer sich wirklich damit befasst hat, eine weitere, versteckte Subvention für Fahrschulen & MPU Zentren. Man muß nicht ein notorischer Raser sein um mit dem neuen System an die Grenzen zu gelangen... Aber hauptsache man hat wieder einmal ein etabliertes, gutes System kaputt reformiert! Grüße von einem Kommentatoren, der jedes Jahr 60-80.000km auf ganz _Europas_ Straßen runterrattert & momentan 0 Punkte auf seinem Flensburg Konto hat. Anbei - in F, NL, PL, CZ, HUN, ITA etc. fahre ich am liebsten, denn da fährt man miteinander, nicht gegeneinander!

    6 Leserempfehlungen
  3. Das wirft mehrere Fragen auf.
    Wieso wurde die Aufnahme gestartet?
    Wieso wurde ihr Wagen bereits aufgenommen, als er noch weit entfernt war?
    Wieso gibt es zwei Aufnahmen? Bei der ersten überholt sie nur den Bus, bei der zweiten auch ein vor ihr anhaltendes Auto.

    Natürlich ist auch möglich, dass der Fahrer des Busses das Verhalten kannte und es wiederholt auftrat.

    Antwort auf "Link vergessen"
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    Quelle

    http://www.youtube.com/wa...

    "She goes around the school bus - EVERY MORNING"

    Quelle

    http://www.youtube.com/wa...

    "She goes around the school bus - EVERY MORNING"

  4. ... hätte ich für dieses schwere Vergehen viel angemessener gefunden. Die Leiche nacher hinten an den Bus gebunden und durch die Straßen gezogen.

    Was wäre dem Richter wohl wegen seines bescheuerten Urteils passiert, wenn sich aufgrund des Trubels am Straßenrand ein paar Unfälle ereignet hätten??

    2 Leserempfehlungen
    • fennek
    • 14.11.2012 um 9:46 Uhr
    13. Und was

    hat Ihr Stammtischkommentar mit dem Artikelthema zu tun?

    Ich finde zwar die 250 Dollar für das Passieren eines Schulbusses auf dem Gehweg(!) sind noch bei weitem zu milde. Was hat sich diese Frau nur dabei gedacht? Die öffentliche, medial begleitete, Erniedrigung dieser Person aber ist schon mehr als fragwürdig-es ist mittelalterlich und skandalös.

    Und das Sie solche Handlungen auch noch wortreich "und überhaupt" befürworten sagt einiges aus über Denkkultur. Ich bin froh, dass es so etwas in Deutschland nicht mehr und noch nicht gibt.

    2 Leserempfehlungen
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    mehr nicht. Ich bin keineswegs dafür, das auch hier so plakativ geurteilt wird.

    Ich bin aber dafür, das endlich ersnthaft will sagen mit wirkungsvollen Bußgeldern/Fahrverboten etc. gegen notorische Drängler, Raser dauertelefonierer ohne Freisprecheinrichtigung etc.im Strassenverkehr vorgegangen wird Punkt.
    Insofern ist mein Beitrag mitnichten ein "Stammtischbeitrag" sondern er gibt leider die Zustände auf viel zu vielen deutschen Strassen wieder auf denen leider oft die Rücksichtlosigkeit regiert.

    Und wie Kommentator Monaco Franze richtig sagte, in Deutschland wird meist gegeneinander gefahren und nicht mitteinander, wie im beanchbarten Ausland.

    • ribera
    • 14.11.2012 um 16:39 Uhr

    "Die öffentliche, medial begleitete, Erniedrigung dieser Person aber ist schon mehr als fragwürdig-es ist mittelalterlich und skandalös."
    Zunächst einmal hat diese Frau als Wiederholungstäterin öffentliches Verkehrsrowdytum begangen. Verbunden mit Gefährdung anderer Menschen. Warum soll also das Verhalten des "öffentlichen Täters" nicht auch öffentlich geahndet werden.
    Und losgelöst vom Fall. Vielleicht wäre auch bei manchen Straftätern in Deutschland eine unverzügliche und öffentliche Ahndung wirkungsvoller als die vielfach gescheiterte Kuschelpädagogik. Oder Diskussionen um Warnschußarreste für Intensivschläger nach 10 Delikten.
    Wobei regelmäßig Opfer und zukünftige Opfer weniger Zuwendung erhalten als die Täter. Da nützt beispielsweise Wowis Betroffenheitsmiene dem toten Opfer herzlich wenig.
    Wenn bei bestimmten Tätergruppen der Staat bisher offensichtlich scheitert, dann muß es erlaubt sein, über alternative maßnahmen der Ahndung nachzudenken. Wobei der Abschreckungsgedanke nicht vergessen werden sollte.

    mehr nicht. Ich bin keineswegs dafür, das auch hier so plakativ geurteilt wird.

    Ich bin aber dafür, das endlich ersnthaft will sagen mit wirkungsvollen Bußgeldern/Fahrverboten etc. gegen notorische Drängler, Raser dauertelefonierer ohne Freisprecheinrichtigung etc.im Strassenverkehr vorgegangen wird Punkt.
    Insofern ist mein Beitrag mitnichten ein "Stammtischbeitrag" sondern er gibt leider die Zustände auf viel zu vielen deutschen Strassen wieder auf denen leider oft die Rücksichtlosigkeit regiert.

    Und wie Kommentator Monaco Franze richtig sagte, in Deutschland wird meist gegeneinander gefahren und nicht mitteinander, wie im beanchbarten Ausland.

    • ribera
    • 14.11.2012 um 16:39 Uhr

    "Die öffentliche, medial begleitete, Erniedrigung dieser Person aber ist schon mehr als fragwürdig-es ist mittelalterlich und skandalös."
    Zunächst einmal hat diese Frau als Wiederholungstäterin öffentliches Verkehrsrowdytum begangen. Verbunden mit Gefährdung anderer Menschen. Warum soll also das Verhalten des "öffentlichen Täters" nicht auch öffentlich geahndet werden.
    Und losgelöst vom Fall. Vielleicht wäre auch bei manchen Straftätern in Deutschland eine unverzügliche und öffentliche Ahndung wirkungsvoller als die vielfach gescheiterte Kuschelpädagogik. Oder Diskussionen um Warnschußarreste für Intensivschläger nach 10 Delikten.
    Wobei regelmäßig Opfer und zukünftige Opfer weniger Zuwendung erhalten als die Täter. Da nützt beispielsweise Wowis Betroffenheitsmiene dem toten Opfer herzlich wenig.
    Wenn bei bestimmten Tätergruppen der Staat bisher offensichtlich scheitert, dann muß es erlaubt sein, über alternative maßnahmen der Ahndung nachzudenken. Wobei der Abschreckungsgedanke nicht vergessen werden sollte.

  5. aber sinnvoller wäre es, den "Idioten" einen Haufen gemeinnütziger Arbeit zu verpassen (in Nr. 6 wird ein Schülerlotsendienst vorgeschlagen, das würde inhaltlich gut passen). Aber die Prangernummer mit dem Schild wäre bei uns -- gottseidank! -- unmöglich, da ist Art. 1 GG vor.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Vorschlag:"
  6. Das ist schon schwer zu toppen! Für mein Empfinden hat solch eine Person nichts hinter einem Lenkrad verloren – ebenso wenig wie die Idioten, die hierzulande vor Schulen, Kitas und Spielplätzen (in Tempo 30-Zonen) vorsichtige Autofahrer mit 70 km/h und mehr überholen.

    Allerdings bin ich kein Richter und kann nicht einschätzen, mit welchen Strafen man der Frau besser Einsicht vermittelt hätte. Insofern beschränke ich mich auf die Hoffnung, dass die Berichterstattung darüber den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer zur Reflexion motiviert – und beim nächsten Schulbus zum Tritt auf die Bremse.

    Kein Termin kann so wichtig sein, dass man dafür das Leben von Kindern gefährden darf!

    2 Leserempfehlungen
    • fse69
    • 14.11.2012 um 10:18 Uhr

    ... sondern einfach auf fundamentale Differenzen im Wertesystem hinweisen. Hierzulande wäre eine solche Strafe ein klarer Verstoß gegen den Würdebegriff des Grundgesetzes und somit auch gegen das Menschenbild, an das der Staat gebunden ist. Das Gerede von der "westlichen Wertegemeinschaft" ist doch nichts weiter als eine hohle Phrase.

    3 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, zz
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