Hunderte Autofahrer mussten die Nacht zum Dienstag auf der Autobahn bei Chemnitz in ihren Fahrzeugen verbringen. Ihre Autos waren auf den glatten Fahrbahnen in kilometerlangen Staus eingeschneit.

Den Stau ausgelöst hatte ein Unfall am Montagnachmittag, bei dem eine 21-Jährige bei Stollberg mit ihrem Auto ins Schleudern geraten und quer auf der Fahrbahn stehengeblieben war. Drei nachfolgende Lastwagen waren aufgefahren.

Wegen der Bergungsarbeiten wurde die Autobahn für mehr als sechs Stunden gesperrt. Als die Unfallstelle am späten Abend geräumt war, fiel neuer Schnee und wieder blieben Fahrzeuge stecken. Zeitweise war der Stau rund 20 Kilometer lang.

Rettungsgasse blockiert

Die Helfer hatten zusätzliche Probleme, weil die Rettungsgasse auf der Autobahn blockiert war. Räumfahrzeuge kamen nicht durch, schließlich blieben auch drei Schneepflüge stecken.

Die Menschen wurden mit Tee, Decken und Wasser versorgt. Einige Autofahrer hätten zehn Stunden in ihren Autos verbringen müssen. Ihnen sei dabei auch der Sprit ausgegangen. "Die Leute waren nervlich am Boden", sagte ein Helfer.

Der Stau löste sich erst in den Morgenstunden auf. Allerdings bildete sich erneut ein kilometerlanger Stau bei Chemnitz-Süd, weil Lastwagen liegengeblieben waren. Schneewehen blockierten auch andere Autobahnen und Nebenstrecken in Sachsen .