Unicef Foto des Jahres 2012 : Ein ängstliches Mädchen berührt

Der Fotograf Alessio Romenzi hat das Unicef Foto des Jahres 2012 geschossen: Es zeigt ein ängstliches Mädchen im Bürgerkriegsland Syrien. Die Preisfotos

Mit der Auszeichnung Unicef Foto des Jahres prämiert die UN-Kinderhilfsorganisation einmal im Jahr Fotos und Fotoreportagen, die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern weltweit dokumentieren. 1.310 Bilder wurden eingereicht. Nun stehen die Preisträger fest.

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Kommentare

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Titel ändern

Liebe Zeit Online Redaktion, ganz offensichtlich liegt bei dem Bild, auf das sich der Titel bezieht, der Fokus nicht auf der Tatsache, dass das Mädchen an der Hand berührt wird. Sondern wie in der Bildunterschrift richtig zu lesen ist darauf, dass es angesichts von Kriegswaffen (sind das Blutspuren am Boden) einen ängstlichen Eindruck macht.

Daher bitte Titel schleunigst ändern.

Aus dem Fotoshop?

Also das "berührt" in der Überschrift hat wohl die Bedeutung, dass das (ängstliche) Mädchen die Herzen der Menschen berührt im Sinne von anrührt.

So würde ich es zumindest verstehen.

Was mich allerdings stört ist, dass das Bild künstlich wirkt wie mit dem dem Photoshop kreiert. Das passiert in letzter Zeit häufiger bei preisgekrönten Bildern.

Teilweise dilletantisch

Das Siegerfoto ist in der Tat das beste Motiv unter der Auswahl. Allerdings finde ich die Kriterien für die Auswahl häufig frei von fotografisch-ästhetischer Qualität, wie Komposition und Originalität.

Teilweise geht diese nicht über Amateur-Qualität hinaus. Schade, denn Qualität und Information bzw. Authentizität können auch gemeinsam in Erscheinung treten und sind dann auch preiswürdig.

Ronald Daedalus Vogel
-Portraits-

Geschmackssache

Gerade wollte ich Ihnen einen bissigen Kommentar schreiben, aber dann bin ich auf Ihre Website gestoßen: Sehr interessante und sehenswerte Arbeiten präsentieren Sie da! Allerdings stehen mir in Ihrem Beitrag die Begriffe "Amateur" und "dilletantisch" zu nahe beieinander. Man kann es drehen und wenden wie man will, aber die Unicef-Bilder sind eine der erfreulicheren Fotostrecken auf Zeit-online. Wenn Sie wirklich schlechte Bilder sehen wollen, sollten Sie die Rubrik Fotostrecken häufiger besuchen.

In einer Spaßgesellschaft wirken Porträts von ernsten Menschen natürlich originell und authentisch. Allerdings ist auch die Ernsthaftigkeit eine Idee, die sich mit der Zeit verbraucht. Ich finde, ein Künstler sollte regelmäßig alle Ideen über Bord werfen und ganz von vorne beginnen. Wer das tut, kann der Welt neue Facetten abgewinnen und Andere daran teilhaben lassen. Darin besteht für mich der Sinn von Kunst. Ihre Website finde ich sehenswert. Ob man mit Kunst Geld verdient oder nicht ist allerdings eine Frage des Marketings und keine Frage der Qualität.