Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
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Donna Summer

© Bjorn Sigurdson/AFP/Getty Images

Donna Summer

Die Karriere von Donna Summer begann mit einem Missverständnis: Für die 1948 als LaDonna Adrian Gaines in eine Gemeinde strenger Christen in Boston geborenen Sängerin war ihr schwüler Disco-Stöhner Love to love you, baby nur ein Scherz. Produzent Hansjörg "Giorgio" Moroder machte daraus in einem Münchener Studio einen Synthesizer-Disco-Hit, der die Charts stürmte – und Summer zur Sex-Ikone wider willen. 1976 versuchte sie, ihrem Leben ein Ende zu bereiten, sang dann aber weiter proto-technoide Erfolgssongs wie I Feel Love oder Hot Stuff. Ihr Gefühl, in diesen Jahren wie eine Sklavin der Musikbranche gehalten worden zu sein, drückte Summer ((http://www.zeit.de/kultur/musik/2012-05/donna-summer-nachruf)9 1983 in She Works Hard For The Money aus. Dann zog sie sich von der Tanzfläche zurück, sang Gospels, betrieb ein Modelabel und tauchte nur noch sporadisch in der ersten Reihe auf wie 2009, als sie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama sang. Donna Summer starb am 17. Mai 2012 mit 63 Jahren in Naples, Florida.

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Kommentare

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Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.