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Robin Gibb

"Eine Art Punk mit anderen Mitteln" hat die ZEIT genannt, was die Bee Gees in den Siebzigern taten, einen "Aufstand des Synthetischen": in engen Kunstsatinpellen im Falsett zu Discokugelglitzern vom Saturday Night Fever hauchen. Die Gibb-Brüder waren Kinder eines erfolgsarmen Musikers und traten schon im Grundschulalter in Manchester auf, bevor die Familie nach Australien emigrierte, auch, weil Robin Gibb zum Zündeln neigte und immer wieder Ärger bekam. Dort begann die Achterbahn-Karriere der drei Brüder (Nesthäkchen Andy war als Solist unterwegs) mit Everly-Brothers-geschultem Harmoniegesang. Robin, 1949 auf der Isle of Man geboren, war der Klassenclown, der Kasper und Komiker der Truppe, aber auch ein Melancholiker. Der Kampf gegen den Krebs, der Ende 2011 bei ihm diagnostiziert wurde, zehrte ihn völlig aus. Mit seinem Sohn komponierte er kurz vor seinem Tod ein klassizistisches Requiem zum 100. Jahrestag des Titanic-Untergangs. Die Premiere erlebte er nicht mehr: Robin Gibb starb am 20. Mai 2012 mit 62 Jahren in London.