Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
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Ray Bradbury

© Steve Castillo/AP/dapd

Ray Bradbury

Science-Fiction-Fans kennen Ray Bradbury als Autor der Mars-Chroniken von 1950 und der von Truffaut 1966 verfilmten Zensur-Dystopie Fahrenheit 451 aus dem Jahr 1953. Doch Bradbury schrieb auch zartere Romane wie das in Deutschland fast unbekannte Löwenzahnwein und sogar Kinderbücher. Auch Theaterstücke und Drehbücher wie für John Hustons Moby Dick von 1956 oder für Fernsehserien wie Die Vierte Dimension verfasste Bradbury 30 Romane, mehr als 600 Kurzgeschichten und zahllose Essays. Noch kurz vor seinem Tod schrieb der 91-Jährige für den New Yorker. Die erste Kurzgeschichte des 1920 geborenen Technikersohnes erschien in einer Zeitschrift, als er 17 war. Er liebte Flash Gordon und Buck Rodgers, war aber kein Technik-Fan. Sein Thema war immer wieder die Unschuld, die sich gegen die Macht der Technokraten verteidigen muss. Durch ihn wurde Science-Fiction zum literarischen Genre erhoben. Am 5. Juni 2012 starb Ray Bradbury im Alter von 91 Jahren in Los Angeles.

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Kommentare

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Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.