Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
Seite 16/41:

Nora Ephron

© Lucas Jackson/Reuters

Nora Ephron

Von Nora Ephron stammt einer der berühmtesten Sätze der jüngeren Filmgeschichte: "Ich nehme genau das, was sie hatte." Mit diesen Worten wendet sich eine ältere Dame am Nebentisch an den Kellner, nachdem Meg Ryan ihrem Filmpartner Billy Crystal in Harry und Sally (1989) öffentlich einen Orgasmus vorgetäuscht hat. Aus der Feder der 1941 in New York geborenen Drehbuchautorin Ephron stammen romantische Komödien wie E-Mail für Dich, Schlaflos in Seattle und Julie & Julia; bei den beiden letztgenannten führte sie auch Regie. Ephron hatte ihre Karriere als Journalistin begonnen. Eines ihrer ersten Drehbücher thematisierte 1983 den mysteriösen Tod von Karen Silkwood, die in der Atomindustrie arbeitete. Ephron war drei Mal verheiratet, darunter mit dem Watergate-Enthüller Carl Bernstein – eine Beziehung, die sie 1986 in den Film Sodbrennen verwandelte, wie so oft mit ihrer Freundin Meryl Streep in der Hauptrolle. Ephron starb am 26. Juni 2012 mit 71 Jahren an den Folgen einer Leukämie.

Verlagsangebot

DIE ZEIT wird 70 ...

... und ihre Journalisten erzählen von den Geschichten ihres Lebens. Von Geheimnissen und Irrtümern unserer Zeitung. Und von den besten Lesern der Welt. Eine Festausgabe.

Mehr erfahren

Kommentare

27 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.