© Julien M. Hekimian/Getty Images

Tony Scott

Tony Scotts letzter Film, Unstoppable, handelt von einem mit hochexplosivem Stoff beladenen Zug, der führerlos durch Nordamerika rast. So waren viele Werke des gebürtigen Briten: überdreht, voll Action und Humor, aber auch mit einer düsteren Seite. Bei der Kritik stand der Regisseur immer ein bisschen im Schatten seines Bruders Ridley (Alien, Blade Runner). Die Gunst des Publikums war ihm nach seinen Erfolgen Top Gun, Tage des Donners oder Déjà Vu sicher. Man sah seinen Kinofilmen an, dass er mit Werbespots angefangen hatte – seine durchgestylten Bilder passten in die achtziger Jahre, in denen er seine größte Zeit erlebte. Seine Kameraführung war energiegeladen, oft hektisch, manche der Drehbücher, die er verfilmte, waren etwas lieblos. Mit True Romance gelang dem Arbeitersohn, der Kunst studiert hatte, 1993 aber auch ein Kleinod aus Liebesgeschichte und brutalem Krimi. Scott sprang am 19. August 2012 mit 68 Jahren von einer Brücke in Los Angeles in den Tod.