Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
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Tony Scott

© Julien M. Hekimian/Getty Images

Tony Scott

Tony Scotts letzter Film, Unstoppable, handelt von einem mit hochexplosivem Stoff beladenen Zug, der führerlos durch Nordamerika rast. So waren viele Werke des gebürtigen Briten: überdreht, voll Action und Humor, aber auch mit einer düsteren Seite. Bei der Kritik stand der Regisseur immer ein bisschen im Schatten seines Bruders Ridley (Alien, Blade Runner). Die Gunst des Publikums war ihm nach seinen Erfolgen Top Gun, Tage des Donners oder Déjà Vu sicher. Man sah seinen Kinofilmen an, dass er mit Werbespots angefangen hatte – seine durchgestylten Bilder passten in die achtziger Jahre, in denen er seine größte Zeit erlebte. Seine Kameraführung war energiegeladen, oft hektisch, manche der Drehbücher, die er verfilmte, waren etwas lieblos. Mit True Romance gelang dem Arbeitersohn, der Kunst studiert hatte, 1993 aber auch ein Kleinod aus Liebesgeschichte und brutalem Krimi. Scott sprang am 19. August 2012 mit 68 Jahren von einer Brücke in Los Angeles in den Tod.

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Kommentare

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Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.