Er war ein klassischer Arbeiterführer vom rechten Flügel der SPD, "Kanalarbeiter" nannte man diese damals. Von 1957 bis 1966 war der gelernte Maurer Vorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, danach Bundesverkehrsminister in der ersten Großen Koalition und der anschließenden sozialliberalen Koalition. In seiner Amtszeit senkte er die erlaubte Promillegrenze für Autofahrer auf 0,8. Leber scheiterte allerdings mit dem Versuch, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. 1972 übernahm er von Helmut Schmidt das Amt des Verteidigungsministers. Unter ihm wurde die Bundeswehr ausgebaut und aufgerüstet. 1978 trat Leber wegen einer Spionageaffäre in seinem Ministerium zurück. Der 1920 geborene Leber starb am 21. August.