Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
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Neil Armstrong

© NASA/AP/dapd


Seine Spuren sind immer noch auf dem Mond zu sehen, wo kein Wind weht und kein Regen sie verwäscht. Am 21. Juli 1969 tat Neil Armstrong jenen berühmt gewordenen kleinen Schritt, der ein großer für die Menschheit war, und betrat als erster Mensch die Oberfläche des Erdtrabanten. Der 1930 geborene Nachkomme von Schotten, Iren und Deutschen hatte seinen ersten Flugschein, bevor er Autofahren durfte. Er wurde Marineflieger im Korea-Krieg, Testpilot und Luftfahrtingenieur. Armstrong war der erste Zivilist, den die Nasa ins All schoss, zuerst mit einer Gemini-Kapsel und dann mit Apollo 11 zum Mond. 1971 verließ er die Nasa, unterrichtete Luftfahrttechnik, saß in einigen Aufsichtsräten und in den Kommissionen, die die Beinahe-Katastrophe von Apollo 13 und die Challenger-Explosion untersuchten. 2010 warnte er in einem Offenen Brief, die USA würden bei der Weltraumforschung bald nur noch zweitklassig sein. Armstrong starb am 25. August 2012 mit 82 Jahren nach einer Herzoperation. 

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Kommentare

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Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.