© Steve Zylius/University Communications/UCIrvine

Frank Sherwood Rowland

Als erste Wissenschaftler bekamen Frank Sherwood Rowland und zwei Kollegen 1995 den Nobelpreis für ein Umweltschutz-Thema: Die Chemiker hatten das Schwinden der Ozonschicht erklärt. 1974 warnten sie erstmals davor, dass die vor gefährlicher UV-Strahlung der Sonne schützende Schicht über der Antarktis dünner wird, weil von Menschen in die Atmosphäre geblasene Chlor-Atome sie zersetzen. Das Chlor kam vor allem aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die als Kühlmittel und als Treibgas in Sprühdosen verwendet wurden. Die Industrie versuchte, Rowland als KGB-Agenten zu denunzieren. Doch das Ozonloch wuchs, und 1987 beschlossen zahlreiche Staaten, den Einsatz von FCKW drastisch zu reduzieren. Rowland, Sohn eines Mathematikers, hatte sein Chemiestudium schon mit 16 Jahren begonnen. 1964 wurde er Professor an der University of California in Irvine, wo er zeitlebens blieb. Er starb am 10. März 2012 mit 84 Jahren an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung.