Rückblick : Die Toten des Jahres 2012
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Helmut Haller

© Thomas Langer/Bongarts/Getty Images

Für Franz Beckenbauer war Helmut Haller "definitiv einer der besten Mitspieler", die er je hatte. Haller war ein Dribbler, einer, dem man gerne zuschaute, wenn er den Ball am Fuß führte. Er wechselte als einer der ersten deutschen Fußballer nach Italien und feierte dort große Erfolge. Den FC Bologna führte er 1964 zum italienischen Meistertitel, später gewann er den sogenannten Scudetto noch zweimal (1972 und 1973) mit Juventus Turin. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt Haller insgesamt 33 Spiele. Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England wurde er mit der deutschen Mannschaft Vize-Weltmeister, Haller hatte sie in Führung geschossen. 1970 holte er in Mexiko mit der Auswahl den dritten Platz. "Helmut Haller war einer der größten Fußballhelden der Nachkriegsgeschichte und hat den Augsburger Fußball und Generationen von Fußballern geprägt," teilte der Aufsichtsratsvorsitzender des FC Augsburg, Peter Bircks, mit, als er vom Tod des 73-Jährigen erfuhr. 

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Kommentare

27 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Das Wort "Tod"

...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.