RückblickDie Toten des Jahres 2012
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Heinz Kahlau

© Jens Kalaene/dpa

Heinz Kahlau

Das Leben des Schriftstellers Heinz Kahlau war "an die Wirrnisse und Träume des 20. Jahrhunderts gebunden", sagte sein Freund und Kollege Hans-Eckardt Wenzel über ihn. Zu Kahlaus Wirrnissen gehört sein berüchtigtes Jubelgedicht auf den Mauerbau 1961, "Klappe zu, Affe tot, endlich lacht das Morgenrot", zu seinen Träumen der Glaube an eine gerechtere, weil sozialistische Welt. Der DDR-Schriftsteller hatte 1956 die Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes kritisiert und ließ sich danach mit der Stasi ein, um Strafe zu vermeiden – eine Verstrickung, die er nach der Wende selbst offenlegte. Er wurde Funktionär im DDR-Schriftstellerverband und erntete für seine Alltagslyrik für den Arbeiter- und Bauernstaat etliche Orden. Der 1931 geborene Arbeitersohn und Brecht-Schüler reimte Lieder und dichtete Drehbücher, schrieb für Funk, Fernsehen und FDJ. Seine schlichten, sentenzenreichen Liebesgedichte (vor allem aus dem Erfolgsband Du von 1971) standen in vielen ostdeutschen Poesiealben, mit seinen Bilderbüchern wuchsen Kinder in der DDR auf. Kahlau war einer der meistgelesenen Lyriker der deutschen Sprache, noch vor Erich Fried und Hans Magnus Enzensberger im Westen. Nach der Wende engagierte sich Kahlau für PDS und Linkspartei. Er starb am 6. April 2012 mit 81 Jahren in Greifswald.

Leserkommentare
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  2. Josef Škvorecký

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    • Millen2
    • 20. Dezember 2012 17:33 Uhr
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  3. Was ist das für ein Titel?! "Die toten des Jahres" Wie wenn es ein Ranking für das Ausscheiden aus dem Leben geben würde. Die deutsche Sprache bietet unzählige schönere Formen diesen Inhalt zu betiteln.

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    Nur Erinnerung. Und ich denke, jeder Mensch hat seine eigene Erinnerung an einen Menschen, der in diesem Jahr gestorben ist.
    Fuer mich persoenlich waren unter den allgemein bekannten Persoenlichkeiten drei Schriftsteller, deren Buecher ich gerne gelesen habe.

    • uwilein
    • 20. Dezember 2012 19:51 Uhr

    Wie immer darf das Wort Tod nicht vorkommen im Leben?

  4. Jonathan Douglas „Jon“ Lord

    http://www.youtube.com/wa...
    (Der Clip ist (evtl. nur für mich ;-) historisch bedeutsam, weil der hier um die Ecke in einem Steinbruch gedreht wurde.)

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  5. Nur Erinnerung. Und ich denke, jeder Mensch hat seine eigene Erinnerung an einen Menschen, der in diesem Jahr gestorben ist.
    Fuer mich persoenlich waren unter den allgemein bekannten Persoenlichkeiten drei Schriftsteller, deren Buecher ich gerne gelesen habe.

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  7. Arthel Lane „Doc“ Watson, der ist auch gestorben dieses Jahr.

    http://www.youtube.com/wa...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Nils Koppruch | Norodom Sihanouk | Wolfgang Menge | FC Augsburg | USA | Drehbuch
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