Als nach dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg bei einer Demonstration 1967 der Regierende Berliner Bürgermeister Heinrich Albertz zurücktrat, wurde Klaus Schütz sein Nachfolger. Obwohl er selber ursprünglich vom äußersten linken Rand der SPD stammte und einst eine trotzkistische Gruppe angeführt hatte, war Schütz bald eines der größten Feindbilder der damaligen Studentenbewegung. Unter seiner Führung begann der Abstieg der SPD in der geteilten Stadt. Sie verlor erstmals nach dem Krieg ihre absolute Mehrheit und musste mit der FDP eine sozialliberale Koalition eingehen. Nach dem Ende seiner Regierungszeit 1977 war Schütz Botschafter in Israel und Intendant der Deutschen Welle. Der 1926 geborene Schütz starb am 29. November in Folge einer Lungenentzündung.