RückblickDie Toten des Jahres 2012

© Rainer Hackenberg/dpa

Rauf Denktaş

Dreißig Jahre lang regierte der Rechtsanwalt Rauf Denktaş die türkische Volksgruppe auf Zypern, von 1975 bis 2005. 1974 hatte das türkische Militär den Norden der Insel besetzt, 1983 rief Präsident Denktaş seine unabhängige Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) aus. Doch bis heute ist dieser Staat isoliert und international nicht anerkannt. Das hat viel damit zu tun, dass der griechische Süden – seit 2004 EU-Mitglied – einen UN-Wiedervereinigungsplan verhindert, den die türkischen Nordzyprer 2004 akzeptiert hatten, die Bevölkerung des Südens jedoch mehrheitlich ablehnt. Doch auch Denktaş war in der Frage der Wiedervereinigung ein Bremser. Seine Türkische Republik Nordzypern ist bis heute abhängig von Hilfen aus der Türkei, einen wirklich eigenen Staat zu etablieren, hat er nicht geschafft. Der 1924 geborene Denktaş starb am 13. Januar 2012 in Nikosia.

Leserkommentare
  1. Was ist das für ein Titel?! "Die toten des Jahres" Wie wenn es ein Ranking für das Ausscheiden aus dem Leben geben würde. Die deutsche Sprache bietet unzählige schönere Formen diesen Inhalt zu betiteln.

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    Nur Erinnerung. Und ich denke, jeder Mensch hat seine eigene Erinnerung an einen Menschen, der in diesem Jahr gestorben ist.
    Fuer mich persoenlich waren unter den allgemein bekannten Persoenlichkeiten drei Schriftsteller, deren Buecher ich gerne gelesen habe.

    • uwilein
    • 20. Dezember 2012 19:51 Uhr

    Wie immer darf das Wort Tod nicht vorkommen im Leben?

  2. Jonathan Douglas „Jon“ Lord

    http://www.youtube.com/wa...
    (Der Clip ist (evtl. nur für mich ;-) historisch bedeutsam, weil der hier um die Ecke in einem Steinbruch gedreht wurde.)

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  3. hat man nicht das Gefühl, dass es sich hier um "Tote" handelt. Aber so eine Hitparade der wichtigsten Toten aufzustellen ist schon etwas makaber. Selbst wenn man beim Nachforschen entdeckt, dass die Reihenfolge zeitlich bedingt ist. Ich hoffe, dass ich auch mal in solch einer Liste auftauche, aber mit einem Platz 10 würde ich mich nicht zufrieden geben. Unter den ersten 3 sollte es schon sein. Im übrigen plädiere ich dafür, den Tod nicht als solch eine tragische Sache zu sehen (außer die Umstände sind derart). Oder sollte man einen eventuellen Schöpfer dafür bestrafen, dass er diese "Freizeit" allen Menschen eingebaut hat? Und wenn ja, welche Strafe wäre angebracht? Er wird sich schon etwas sinnvolles dabei gedacht haben. Da bin ich sicher.

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  4. Etta James

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    • em-y
    • 21. Dezember 2012 4:47 Uhr

    auf jeden Fall in dieser liste hätten auftauchen müssen. Bedauerliches Versäumniss...

    • Millen2
    • 20. Dezember 2012 17:33 Uhr
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  5. ...darf natürlich vorkommen und ist fester Teil des Lebens. Nur die Analogie zu "Den besten Alben des Jahres" und hunderten anderen Rankings zum Jahresende ist vollkommen unangebracht. Menschen selbst nach dem Tod noch in kollektiv determinierte Rankings zu ordnen ist unangebracht. Ein respektvoller Nachruf ist schlicht und einfach keine Bestenliste.

    Auch aus diesem Grund sind Gedenktafeln alphabetisch sortiert und Nachrufe einer Person gewidmet.

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  6. Wo doch morgen die Welt untergeht?

    Gab es diese "Toten des Jahres" eigentlich schon letztes Jahr? Wie wäre es statt dessen mit. "Leute die leider nicht gestorben sind"?

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    • fancy82
    • 21. Dezember 2012 8:32 Uhr

    dass diese Liste chronologisch geordnet ist? Ich meine, das ist doch logisch, wenn man die prominentesten Toten eines Jahres auflistet, dass man sie nach dem Datum ordnet. Der Verfasser wird schon von selber auf die Idee gekommen sein, daraus kein Ranking werden soll, dazu braucht es keine Kommentatoren. Wozu also diese reflexhafte Aufregung? Erst lesen, dann denken, dann schreiben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Nils Koppruch | Norodom Sihanouk | Wolfgang Menge | FC Augsburg | USA | Drehbuch
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