VergewaltigungsvorwürfeStrauss-Kahn einigt sich mit Zimmermädchen außergerichtlich

Der frühere IWF-Chef Strauss-Kahn und das Zimmermädchen Diallo haben sich geeinigt. Ein Schuldeingeständnis soll es aber nicht sein. Die Höhe der Zahlung bleibt geheim. von afp und dpa

Früherer IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn

Früherer IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn  |  © Gonzalo Fuentes/Reuters

Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds ( IWF ), Dominique Strauss-Kahn , und das New Yorker Zimmermädchen Nafissatou Diallo haben ihren Rechtsstreit um eine angebliche Vergewaltigung beigelegt. Sie hätten ihre Einigung vor Gericht besiegelt, sagte der zuständige Richter in New York. Die Einzelheiten des Vergleichs seien "vertraulich". Der Vergleich sei nicht als Schuldeingeständnis Strauss-Kahns zu werten.

Diallo war zu der wahrscheinlich letzten Verhandlung über den sexuellen Kontakt mit Strauss-Kahn vor dem obersten Zivilgericht des New Yorker Stadtteiles Bronx erschienen. Der Franzose Strauss-Kahn war nicht gekommen. Das Zimmermädchen hatte dem Franzosen vorgeworfen, sie im Mai 2011 in einem New Yorker Hotel sexuell attackiert zu haben. Daraufhin trat er von seinem Posten beim IWF zurück.

Anzeige

Der Richter teilte mit, dass Diallo auch eine separate Zivilklage gegen die Boulevardzeitung New York Post wegen Verleumdung mit einem Vergleich beendet habe. Die Zeitung hatte behauptet, Diallo habe als Prostituierte gearbeitet.

Strafrechtlich ist der Fall angeblicher Vergewaltigung nie vor Gericht verhandelt worden, weil im Zuge der Untersuchung schwere Zweifel an der Glaubwürdigkeit des 30 Jahre alten Zimmermädchens aufgekommen waren. Die zivilgerichtliche Auseinandersetzung hatte jedoch im März begonnen.

Französische und amerikanische Medien hatten berichtet, dass Strauss-Kahn zur Zahlung von sechs Millionen Dollar (rund 4,6 Millionen Euro) bereit sei. Das hatte aber keine der beiden Seiten kommentiert.

Zur Startseite
 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, nf
    • Schlagworte Dominique Strauss-Kahn | Internationaler Währungsfonds | Medien | Gericht | Post | Richter
    Service