WeltuntergangLive: Wir gehen jetzt heim!

Wenn Sie sicher sind, morgen wird alles so sein wie heute: Klicken Sie hier nicht. Unser Live-Blog zum Weltuntergang von David Hugendick und Steffen Dobbert von  und

(17:02) Jetzt ist's soweit. Unsere Kernarbeitszeit endete nun früher als die Welt, tja, was aber für deren Fortbestand zunächst noch nicht unbedingt etwas bedeutet. Da wir Ihnen aber ab jetzt im Fall der Fälle hier nicht mehr beistehen können, geben wir Ihnen noch ein oder zwei Überlebenshilfen mit:  

  • Waschen Sie täglich einmal, besser zweimal ihren ganzen Körper gründlich ab (wenn möglich mit Seife). Im Notfall kann auch der Tau von Bäumen (so sie denn noch stehen) abgeschüttelt werden.
  • Für ein Grundfeuer: Schichten Sie Anzündmaterial pyramidenförmig auf. Stellen Sie dünne Äste herum und zünden sie das Feuer an. Legen Sie dickeres Holz nach.
  • Im Falle einer Zahnextraktion brauchen Sie einen harten Gegenstand (Metall, Hartholz, Hartplastik, o.ä.), etwa in der Form eines gespitzten Bleistiftes.

Wir bedanken uns für bei der Schwiegermutter von Viktor Koß und grundsätzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Wir legen jetzt den Griffel weg. Falls wir uns wirklich nicht mehr sehen sollten, verabschieden wir uns herzlichst. Falls doch: bis bald. (dav + sd)

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PS: Dinge, die sich mehr lohnen, Teil 10: ein Reload dieses Artikels.

PPS: Sehen Sie hier, wie die Welt schon einmal 1938 bei H.G. Wells unterging:

 
  (16:50) Halten Sie uns ruhig für verrückt. Wir gehen jetzt gleich raus.


(16:37)
Unsere dramatische Stimmung lässt nach. Mal Carmina Burana anmachen? Hilft vielleicht. (dav)

(16:25) In der Konferenz waren wir etwas uneinig, ob es einen Plural von Weltuntergang gibt. Wir hoffen, es bleibt bei dem einen, sonst müssen wir ja in absehbarer Zeit nochmal ran. Und ganz ehrlich...

Mal was ganz anderes: Falls Sie noch überlegen, welches Buch Sie noch unbedingt lesen sollten, bevor, nunja: Gaito Gasdanows Das Phantom des Alexander Wolf. Knapp 180 Seiten. Ist zu schaffen. (dav)

(16:00) Wir müssen nun in die Redaktionskonferenz (Dinge, die sich nicht mehr lohnen, Teil 9). Derweil redet der Kollege mal mit Ihnen Tacheles:

(15:57) sd: Dinge, die sich nicht mehr lohnen, Teil 8: Griechenland retten.
dav: N bisschen billig.
sd: Nee, wäre zu teuer.

(15:48) Dinge, die sich nicht mehr lohnen, Teil 6 + 7: Hertha BSC-Dauerkarte. Mit Hegel anfangen. (dav)

(15:37) Unsere Wissenschaftsressortleiterin Dagny Lüdemann schickt ein erschreckendes Bild von dort, wo's grau ist: 2000 Meter vor dem Kamener Kreuz, A2, im Vorbeifahren. Wir haben seitdem nichts mehr von ihr gehört. (dav)

Shades of Grey auf der A2

Shades of Grey auf der A2  |  © ZEIT ONLINE

(15:28)Viktor Koß , grüßen Sie recht herzlich. Wir sind gerührt. (sd)

(15:13) An der Humboldt-Uni in Berlin ist noch wer, Wolfgang Ernst, Professor für Medientheorien:

sd: Herr Ernst, ist der Weltuntergang ein Medienhype?
Wolfgang Ernst: Ja, das ist ein sehr dankbares Thema für die Medien, um ihren Bedarf an Nachrichten und Inhalt zu füllen. Gerade jetzt, wo es keine großen Aufreger aus der Politik oder Wirtschaft gibt. Die Eurokrise langweilt ja gerade.
sd: Spielt es dabei keine Rolle, dass der Untergang womöglich ein Fake ist?
Ernst: Das wäre egal, selbst wenn es stimmen würde, was sie sagen. Die meisten Medien von Print bis Online arbeiten ja aktualitätsbezogen. Der Weltuntergang ist kein reiner Fake, da sich aus der Berichterstattung heraus ja etwas reales Entwickelt hat: Viele Leute versammeln sich wegen der Apokalypse.
sd: Fast alle überregionalen Medien berichten mitunter live über das Ende. Ist dieses Phänomen vergleichbar?
Ernst: Ich muss dabei spontan an The War of the Worlds denken. Das war ein Radiodrama in den Dreißigern: Marsmenschen kamen auf die Erde. Viele Menschen dachten, das Ende ist echt. Auch jetzt geht es vielen Menschen so. Fiktion kann einen realen Effekt haben.
sd: Haben Sie Angst?
Ernst: Nein, das Phänomen ist spannend. Zwischen War of the Worlds und dem heutigen Weltuntergang gab es noch ein Zwischenereignis: Der 11. September 2001. Damals dachten viele Menschen erst, es wäre eine Fiktion, dass Flugzeuge in New York in Häuser fliegen.
sd: Welche Untergangsberichterstattung amüsiert Sie, Herr Ernst?
Ernst: Ich bin ja auch Historiker. Seitdem interessiere ich mich aus geschichtlichen Zusammenhängen für solche Erscheinungen. Im Jahr 1000 oder 2000 gab es ja ähnliche Weltenden. Egal, was real in der Natur passiert, uns reichen ein paar symbolische Zahlen, um alles infrage zu stellen. Ich sehe das Ganze sehr gelassen.

(14:48)  Unsere Musikredakteurin hat eine Gruppe Jugendlicher an der Berliner Bushaltestelle Hermannplatz belauscht, wo es bekanntlich immer ziemlich abgeht: "Alter, ich schwör!" – "Schon wieder?" – "Ich schwör' heut' den ganzen Tag. Schließlich sterben wir alle." Unterdessen spricht der Kollege Steffen Dobbert mit Herrn Ernst von der HU Berlin. Klingt ganz lustig. (dav)

(14:39) Natürlich sind wir in bedrohlichen Situationen auf Informationen von Außen angewiesen. Zum Glück läuft der Agenturticker noch wie 'ne Eins: "Grüne Männchen werden in vielen Comics als Symbol für Außerirdische verwendet." (dav)

(14:30) Was sich nicht mehr lohnt, Teil 5: Fahrradhelme. Was sich wieder lohnt: Mentholzigaretten. Unschlüssig sind wir bei Steißtätowierungen. (dav)

(14:15) Ein bisschen fühlen wir uns gerade wie...:


(14:03)
Bolz ist schon weg. (dav)

(14:03) Zum Komplex Untergang im Allgemeinen und Medienphänomen (wir sprachen drüber) im Besonderen rufen wir Nobert Bolz! Medienwissenschaftler, Visionär! Laut Sprechzeit müsste er an der TU Berlin sitzen und den Hörer abnehmen. Wir lassen klingeln… (dav)

(13:59) Aus unserem selbstredend umfangreichen internationalen Korrespondenten-Netzwerk erreicht uns eine aufgebrachte E-Mail: "Endzeitstimmung in Hannover!" Wir finden: nicht viel Neues. (dav)

(13:54) Wir bemühen uns hier, auch generelle Fragen zur Metaphysik (Wo komm ich her? Wo geh ich hin? usw.) zu beantworten. Sobald uns dahingehend neue Erkenntnisse vorliegen, lassen wir es Sie wissen. (dav)

(13:49) Das sind unsere Leser: Sinn für Satire, mit Briefkasten vor der Tür und immer genug auf der Kante: SubspaceEcho teilt in den Kommentaren mit, dass er heute, ja heute, einen Steuerbescheid in der Post hatte – Steuerrückzahlung aus 2010 von fast 1.500€. Wir wissen nicht, wo Sie wohnen SubspaceEcho, aber wenn der Anhalter Bahnhof in der Nähe ist, kommen wir zur Feier. (sd)

(13:30)  Sind Sie schon im Keller? Auf dem Weg zurück haben wir diese Nachricht gefunden: "Rund 100 Besucher haben im elsässischen Fort de Schoenenbourg in der Nacht zum Freitag mit Glühwein auf den Weltuntergang gewartet." Was da wohl für Musik lief? Wohl R.E.M.s End of the World rauf und runter. Mal die Doors, mal Purs Abenteuerland . Oder solange Scooter, bis allen die Joppe schwillt. Grundsätzlich ereilt uns aber das milkazarte Gefühl, dass es sich bei der ganzen Chose um ein Medienphänomen handelt. Wir haken da nach. (dav)

(12:45) Unser Kollege erzählt Ihnen derweil jetzt mal was: 

(12:43) Sie merken, uns wird langweilig. Wir lesen jetzt gar, was andere über das Ende schreiben. Eine kleine Presse-Untergangsschau:

"Die Hinweise, dass die Welt tatsächlich untergeht, verdichten sich. Denn: Heute ist Welt-Orgasmus-Tag. Die Wollust ist eine der sieben Todsünden. Was die Offenbarung des Johannes dazu sagt, weiß man ja."

"+++ Australien erstaunlich entspannt +++"

"Indes folgt Omen auf Omen – gerettet sind wir noch lange nicht."

Raten Sie nur, wo wir diese Fundstücke gefunden haben, wir gehen gleich mal essen, siehe unten. Wenn hier bis 13:30 Uhr nichts mehr passiert, ziehen Sie sich in Ihren Keller zurück. (sd)

(12:34) Die Nachrichtenagenturen kriegen Manschetten, jetzt werden die Todsünden ins Spiel gebracht! Eine Umfrage der Apokalypsen Apotheken-Umschau zeiht uns der Völlerei: "Schlemmen bis der Hosenknopf abplatzt: Die Deutschen langen laut einer Umfrage an den Weihnachtsfeiertagen bei Gans, Stollen und Lebkuchen ohne Reue kräftig zu." (dav)

(12:03) Jetzt wird's ernst bei der dpa: "Die geplante Meldung zum Sternschnuppenstrom der Ursiden entfällt. Die ohnehin zumeist recht leuchtschwachen Meteore sind nach Expertenangaben aufgrund des hellen Mondlichtes kaum zu sehen." Das Grauen kommt also aus dem Dunkeln. (dav)

(11:57) Dinge, die sich jetzt wirklich nicht mehr lohnen, Teil 3 + 4: Internet ausdrucken. Elbphilharmonie. (dav)

(11:45) Ein kleiner hoffnungsspendender Exkurs in die Hochkultur. Schlagen wir mal den Faust II auf, diese volltönenden Jamben: "Du, Erde, warst auch diese Nacht beständig." Goethe! Und wo wir gerade frohen Mutes bei den Premiumdichtern sind: Wenn in Shakespeares Hamlet "Morgenluft gewittert" (nicht getwittert) wird, hat das mit Hoffnung allerdings nichts zu tun, sondern mit Unheil. (dav)

(11:20) Ich habe Lars Frühsorge in einer Hamburger Einkaufspassage ans Handy bekommen.

sd: Herr Frühsorge, was würden die Mayas zu all diesem Wirbel ums Ende sagen?
Lars Frühsorge: Naja, es gibt ja noch etwa sechs Millionen Menschen, die die Sprache der Maya sprechen, ihre Nachfahren also. Die meisten Mayas sträuben sich gegen den Weltuntergang. Das Ende ist Ihnen völlig fremd.
sd: Aber haben nicht so viele Menschen Untergangsangst wegen des Maya-Kalenders?
Frühsorge: Das ist ein Missverständnis, welches ein Forscher in den Sechzigern entdeckte. Wenn es nach den Mayas geht, leben wir noch tausende Jahre weiter.
sd: Können Sie über den Untergangs-Medienrummel lachen?
Frühsorge: Klar, es hat auch was Positives: Die Mayas und ihre Kultur kommen in der Öffentlichkeit vor und werden beachtet. Auch wenn viele Esoteriker diese Welle mitreiten.
sd: Wie sahen die Kalender der Maya eigentlich aus?
Frühsorge: Es gab Steininschriften, auf denen notiert war, wann etwa der König Geburtstag hat oder sonstige Ereignisse. Und auch ledrige Bücher: Heute ist ein schöner Tag zum Reisen oder zum Pflügen, stand da drin.
sd : Klingt nach sorgenfreien Menschen. Weshalb heißen Sie Frühsorge?
Frühsorge: Der Name hat nichts mit Sorge zu tun. Im Mittelhochdeutsch heißt es, freier Bauer. Einer, der nicht dem Lehnsherr verpflichtet war.
sd: Was machen Sie an diesem Tag außer Einkaufen?
Frühsorge: Ich bin dienstlich unterwegs. Im Museum für Völkerkunde gibt es heute eine Weltübergangsparty. Da kommen Mayas und Esoteriker. Ich darf als Wissenschaftler Vorträge halten.

(11:14) Lohnt sich das noch? Teil 2: "Nun ist auch der zwölfte Teilnehmer gefunden: Mia Diekow komplettiert das Teilnehmerfeld der Show Eurovision Song Contest 2013 – Unser Song für Malmö (dav)

(10:59) Unser Politikressortleiter Markus Horeld hat sich zwar zu Merkel auch noch nicht geäußert (siehe 10:54), hat allerdings etwas Beruhigendes beobachtet: "Irgendwie hat man sogar das Gefühl, alles funktioniert ein bisschen besser also sonst. Der Drucker: druckt ohne Fehlermeldung. Der Rechner: stürzt nicht ab. Die Deutschlandfahne vorm Entwicklungshilfeministerium gegenüber: hängt nicht so schlapp am Mast wie sonst." (dav)

(10:54) Die Kollegen von Spiegel Online fragen sich, was Angela Merkel zum dräuenden Ende zu sagen hat und stellen fest: Sie hat zu viel zu tun. Wir fragen uns: Sitzt sie es einfach aus? (dav)

(10:42) Dpa fand raus: "Schauspielerin Christine Neubauer (50) wurde ihre Reise- und Abenteuerlust von ihren Eltern in die Wiege gelegt." Nachdem wir das endlich wissen, kann eigentlich kommen, was will. (dav)

(10:41) Für alljene, die schon im Keller sitzen und etwas schamhaft ihre Konserven begutachten – der Sternekoch Stefan Marquard macht Mut : "Jeder, der behauptet, beim Kochen keine Dosen zu verwenden, lügt. Selbst in der Spitzengastronomie und in Tophäusern werden Dosen verwendet, z. B. Thunfisch, Bohnen oder Mais. Ich persönlich liebe Dosenmais abgöttisch." Also zumindest hier: keine Sorge. (dav)

(10:31) sd: So geht's nicht weiter!
dav: Geht es überhaupt weiter?
sd: Das ist mir hier zu viel Gonzo-Journalismus. Wir brauchen Fakten. Den Leser ernst nehmen.
dav: Dann geh doch mal raus.
sd: Ne, ich versuche jetzt, den Maya-Forscher Lars Frühsorge anzurufen, der soll sagen, was die Mayas wirklich sagen.
dav: Frühsorge, jawohl.

(10:16) Wir möchten hier niemanden aus der wohlverdienten Naherwartung reißen, aber die Tagesschau meldet mit diagnostischer Strenge: "Die Apokalypse kommt frühestens 2116." Immer diese Aufschieberitis. Naja, wir bleiben dran. (dav)

(10:12)  In Extremsituationen neigt der Mensch zu Übersprungshandlungen. Deswegen habe ich mal in die Biografie vom Deutschrapper Massiv reingeguckt, auch weil im Klappentext das Wort "explodieren" steht. Und uns wäre tatsächlich doch dieser Satz für immer entgangen: "Mein Herz öffnete sich wie eine Tulpe am ersten Frühlingsmorgen." (Seite 89, falls jemand mitlesen möchte) (dav)

(10:09) Zwischenstand, soweit: Unser Kollege und Wissenschaftsredakteur Sven Stockrahm sagt, der Untergang dauert noch. David Hugendick läuft zum Imbiss um die Ecke – ohne unsere Pflichtlektüre, die Bibel des letzten Tages. So sieht es hier aus. (sd)

(9:50) Unser Kantinenspeiseplan kündigt ihre jüngsten Gerichte an: Polnischer Kartoffelgulasch, Hähnchenschnitzel oder Kalbsbraten. Was finden Sie angemessen? Schreiben Sie uns! (Noch sind wir da!) (dav)

(9:30) Lohnt sich das noch? Teil 1: "Sprudelnde Steuereinnahmen haben die öffentlichen Kassen erneut entlastet", meldet die dpa. Schön. Eine Frage: Sprudeln die etwa aus Erdspalten? (dav)

(9:25) Der Leser Markus1 sagt: "Die Aliens kommen." Wäre natürlich auch eine Variante. Aber ein bisschen schwermütig kann der Gedanke schon machen, wenn die Außerirdischen dann in den Trümmern unserer Zivilisation graben, um uns zu verstehen. Und was werden sie finden?:  DVDs von Mario Barth , Mitgliedsausweise von Bayern München , Romane von Paulo Coelho und CDs von Unheilig. Hm. (dav)

(9:09) Die deutsche Post hingegen glaubt nicht mehr an ein Morgen: In ausgewählten Filialen verschleudert sie ihre Kalender fürs nächste Jahr ab 0,79 Euro. Die Motivauswahl: Pferde, Marienkäfer, irgendwas mit Glück und halbnackte Männer. (dav)

(9:04) Die Nachrichtenagenturen berichten von guter Laune in Mexiko : "In Mexiko hat der erste Tag eines neuen Zeitzyklus der Maya begonnen. Auf den Plätzen der Maya-Dörfer in Südmexiko wie Cuncunul empfingen die Menschen den 21. Dezember als großen Tag, an dem eine lange Phase der Zeitrechnung von über 5000 Jahren zu Ende geht und eine neue Ära beginnt." Der Apokalyptiker sagt: Von euch lass ich mir nicht meinen Untergang kaputtmachen. (dav)

(8:50) Eigentlich ist das alles nur die Schuld von Roland Emmerich. Dazu hat der Wissenschafter Nicolai Grube ja bereits alles gesagt. Aber wo wir schon bei Filmen sind: Wir haben uns gestern noch zwei Mal Melancholia von Lars von Trier angeguckt, um in Stimmung und Wallung zu kommen. Mitten in der zweiten Runde fiel uns aber auf, dass es ja eigentlich gar nicht um das Ende der Welt geht, sondern nur um die Leiden einer schönen Frau. (Und nur, weil man das ja offenbar so tut in so einem speziellen Live-Ticker: Auch mein Bus hatte keine Verspätung, Straßen waren frei, Kaffee kam ohne Verzögerung aus dem Automaten, gut, der Rücken, aber das hat andere Gründe) (dav)

(8:45) Die Konkurrenz ist ja schon seit ganz früh dabei . Meine Güte, so früh komm ich auch an so einem Tag nicht hoch. Also: Hallo. Bisher haben wir bei den Kollegen von Spiegel Online aber auch nur von verschollenen Gasthermentechnikern und apokalyptisch röhrenden Müllabfuhren erfahren. Aber eine Frage wurde noch nicht beantwortet: Wie soll das eigentlich ablaufen? Meteoritenschauer? Bricht die Erde auf? Bäumt sich der Ozean auf und platscht auf uns nieder? Und läuft dabei die ganze Zeit Enter Sandman von Metallica? (dav)

Vorbericht:

Die Sehnsucht nach dem Ende der Welt muss riesig sein. Im Internet, im Fernsehen, auf gedrucktem Papier, ach, überall, auf allen Medienkanälen sprechen, schreiben, singen Multiplikatoren vom Weltuntergang am 21. Dezember 2012. Man könnte vermuten, viele Menschen schreien sich das Ende ihres Seins herbei. Grund für die Aufregung soll ein Gerücht, ein Kalenderende der Mayas oder Azteken oder irgendein anderes Gemunkel sein. Die Nasa hat dazu schon Stellung genommen, im März. Aber wer glaubt schon der Nasa, wenn es um Meteoriten, Sonnenstürme oder Ufos geht.

Unser Literatur-Redakteur David Hugendick (dav) und ich wollen ab etwa 8:30 Uhr nach dem Weltende schauen, dann ist es schon hell und wir können besser gucken. Um 17:00 endet die Kernarbeitszeit, auch für Untergangspersonal. Bis dahin werden wir die schönsten und hohlsten Witze von den Websites der Konkurrenz klauen, auf die schlimmsten Videos verlinken und unsere Korrespondenten oder Kolumnisten in Berlin, Hamburg, Kiew, Tokio, Simbabwe und werweißwo kontaktieren. Wir werden einen Medien-Professor nach dem Phänomen kollektives Ende befragen und je nachdem, wann die Erde einreißt, wird unser Wissensredakteur Sven Stockrahm erklären, wie ein Riss zum Beben wird. Wir sind nicht hysterisch. Zumindest nicht sehr. Deswegen, vielleicht zum letzten Mal: Guten Morgen aus Berlin! (sd)

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Leserkommentare
    • devise
    • 21. Dezember 2012 12:42 Uhr

    "Bitte verzichten Sie auf Spekulationen."
    ;-)

    9 Leserempfehlungen
  1. (12:55) Ich weiß, es ist eigentlich müßig am Weltuntergangstag seinen Briefkasten zu leeren, ich tat es trotzdem.

    Was ist schlimmer als ein Steuerbescheid? Die Ankündigung einer Steuerrückzahlung aus 2010 von fast 1.500€ - am Ende aller Tage.

    Da soll nochmal jemand sagen, Finanzbeamte hätten keinen Sinn für Humor...

    8 Leserempfehlungen
  2. 4. schade

    Ist doch Typisch für unsere Zeit. Auf nichts kann man sich mehr verlassen!
    Alles muß man selber machen!

    Also wer hilft mir beim Ende der Welt???

    6 Leserempfehlungen
  3. Das gehört alles zum Untergang.
    (Oder zur Lust am Nonsens. Was spricht dagegen?)

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Peinlich"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Angela Merkel | Hertha BSC | Weltuntergang | Alexander Wolf | Mario Barth | Mexiko
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