Der Berliner Polizei ist bei der Fahndung nach den Tunnelräubern ein Fehler unterlaufen: Die Beamten hatten am Dienstag ein Fahndungsfoto verbreitet. Es zeigt aber keinen der Beteiligten am spektakulären Tunnelraub vor rund zehn Tagen.

Eine Polizeisprecherin bestätigte, auf dem Foto sei ein Deutscher zu sehen, der mit der Tat definitiv nichts zu tun habe. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung habe der Mann identifiziert werden können, sagte die Sprecherin.

Das Bild des Mannes habe missbräuchlich zur Anmietung eines Tiefgaragenplatzes durch einen der Täter im Februar 2012 gedient. Das Foto war auf einem gefälschten niederländischen Ausweis angebracht worden.

Polizei geht 240 Hinweisen nach

Von der Tiefgarage aus hatten die unbekannten Männer in Berlin-Steglitz einen 30 Meter langen Tunnel gegraben, der in den Tresorraum der Volksbank führte. Dort brachen sie 309 Schließfächer auf, von denen 294 vermietet waren. Einer der Täter hatte dort auch ein Schließfach gemietet, um sich für den Einbruch ein Bild von den Gegebenheiten zu verschaffen.

Bei der Sonderkommission Tunnel sind nach Polizeiangaben inzwischen rund 240 Hinweise zu dem Raub eingegangen.