AltbundespräsidentDie Wulffs haben sich getrennt

Christian und Bettina Wulff gehen künftig getrennte Wege: Ein Jahr nach Wulffs Rücktritt als Bundespräsident haben die Eheleute eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet.

Mitte Februar 2012: Bundespräsident Wulff gibt an der Seite seiner Frau seinen Rücktritt bekannt

Mitte Februar 2012: Bundespräsident Wulff gibt an der Seite seiner Frau seinen Rücktritt bekannt  |  © Maurizio Gambarini/dpa

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina haben sich getrennt. Das berichtete zunächst die Bild-Zeitung unter Berufung auf "hochrangige Kreise der CDU". Inzwischen hat der Anwalt der Eheleute die Trennung bestätigt: "Bettina und Christian Wulff haben sich am Wochenende einvernehmlich räumlich getrennt, nehmen ihre Verantwortung für ihren Sohn gemeinsam wahr und werden keine weiteren Erklärungen zu ihrer privaten Situation abgeben".

Nach Angaben der Bild haben die Eheleute Wulff am Morgen in der Kanzlei ihres Anwalts in Hannover eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet.

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Demnach sei mit Rücksicht auf die Kinder die zunächst räumliche Trennung vereinbart worden. Bettina und Christian Wulff haben einen gemeinsamen Sohn, den vierjährigen Linus. Bettina Wulff brachte ihren Sohn Leander (9) mit in die Ehe. Aus seiner ersten Ehe hat Christian Wulff Tochter Annalena, die an diesem Dienstag 20 Jahre alt wird.

Eheprobleme waren bekannt

Nun soll Bettina Wulff mit ihren beiden Söhnen bis auf Weiteres im gemeinsamen Haus in Großburgwedel wohnen. Wulff sei dem Vernehmen nach bereits in eine Wohnung in Hannover umgezogen.

Bettina Wulff hatte bereits im September in ihrem Buch Jenseits des Protokolls über Eheprobleme berichtet. Sie und ihr Mann hätten deshalb therapeutische Hilfe in Anspruch genommen, schreibt sie.

Dem Rücktritt Wulffs nach nur 598 Tagen im höchsten Staatsamt war eine monatelange Affäre um einen günstigen Hauskredit und kostenlose Urlaube bei befreundeten Unternehmern vorausgegangen. Die Vorwürfe bezogen sich auf Wulffs Zeit als Ministerpräsident in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft in Hannover ermittelt weiter wegen des Verdachts der Vorteilsnahme.

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Leserkommentare
    • peter.n
    • 07. Januar 2013 15:47 Uhr
    161. [...]

    Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mo.

    Antwort auf "Polemisch gesprochen:"
  1. PR können sie anscheinend.

    Da hatte man gerade Trinchens unsägliches Geschreibsel vergessen... schwups!
    schon rufen sie sich wieder in Erinnerung.

    Hoffentlich steigt jetzt nicht die Auflage ihre literarischen Meisterstücks. Das wäre dann tatsächlich Ressourcen-Verschwendung.

    3 Leserempfehlungen
  2. Weiter nix. Klappen zu!

    • SZEKELY
    • 07. Januar 2013 15:50 Uhr

    Lassen wir doch ab davon, die Zwei weiter im Blick zu halten. Die Sache, soweit öffentliches Interesse bestand, ist, wie ich sehe, gelaufen. Wir gewinnen nicht von unserer weiteren Missbilligung und sie haben unser Mitgefühl auch nicht nötig. Richten wir, Medien und Bürger, das Augenmerk nun doch darauf, dass wir demnächst eine neue Kanzlerin oder Kanzler ins Amt bekommen, wer nicht blind auf eigenen Ehrgeiz oder materiellen Vorteil bedacht ist, sondern Kreativität und Mut aufbringt, die anstehenden Herausforderungen für Deutschland, Europa, und global anzugehen. Eine bedachtsame Rückbesinnung auf die Erfolgsmerkmale des Deutschen Nachkriegsmodells könnte von enormem Vorteil sein.

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    • Petro69
    • 07. Januar 2013 16:11 Uhr

    Damit ist ja wohl auch vorbei, der Berliner Airport Willi Brandt,
    die Philharmonie an der Elbe in Hamburg oder Stuttgart 21 .
    Die schnelle Energiewende ohne Wissen der tatsächlichen
    Verhältnisse war auch versagt und unüberlegt. (Infrastruktur?)
    Alles so schön unüberlegt organisiert! Laienkünstler.
    Schwache Leistungen der Eliten wohin man sieht.
    Das ist nicht mehr Made in Germany würdig.
    Durch solche Versager werden die wirklichen guten Unternehmen
    sehr geschädigt und der schlechte Ruf fällt fällt auf ordentliche
    Gestalter des Landes zurück.
    Ausserdem der Wulff ist weg, die Partei ist auch geschädigt mit
    ihrem christlichen Kandidaten und die Medien sollten sich mal um
    wichtige andere Dinge kümmern, die für die Menschen wichtig sind.

  3. Ich würde davon ausgehen, dass sich zwei Leute zusammen taten, weil sie sich mochten. Sie bekamen ein Kind, die Frau hatte bereits eins.

    Nun ist es aus und wenn jemand naiv fragt, wieso sie im Haus mit Garten bei der Kita bleibt und er in eine Stadtwohnung zieht, so bin ich erstaunt, dass man solche Fragen stellen kann.

    Dumm sind meiner Ansicht nach Menschen, die keine Bindungen eingehen, weil sie sich fürchten, dass es scheitern könnte.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Männer,"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    des Scheiterns in dieser Gesellschaft sieht doch so aus: Mann verliert alles und darf (wenn er nicht Wulff heißt), auf Selbstbehalt (wissen Sie, was das ist?) und erhöhte Erwerbsobliegenheit (wissen Sie, was das ist?) gestellt, für ein wohliges Familienleben Zwangsarbeit leisten, aus dem er zugleich ausgeschlossen ist.

    Warum sind soviele geschiedene Männer obdachlos, warum so wenig geschiedene Frauen?

    Warum gilt nacheheliche Solidarität immer NUR in einer Richtung?

  4. Es stimmt mich traurig miterleben zu müssen, dass in einer vermeintlich hochzivilisierten Gesellschaft, soviel niedrige Instinkte offen und unverschämt zum Ausdruck gebracht werden. Dekadenz, Hochmut und Niedertracht sind die Gesellen unserer Zeit, der Tyrannei ergeben. Wenn das Gift erst einmal wirkt, fällt der Rufmord umso leichter.
    Einzig die Besinnung auf das Achte Gebot und auf Art. 1 Absatz 1 GG, wäre ein probates Gegenmittel, sollte es in Betracht gezogen werden?

    Eine Leserempfehlung
    • Petro69
    • 07. Januar 2013 15:52 Uhr

    Wie auch immer, solche miesen Kommentare gibt man nicht ab,
    das ist unter aller menschlicher Würde.
    Das hat nichts mehr mit Kultur zu tun!

    Antwort auf "Kuh gemolken"
  5. Da kann ich Sie beruhigen.

    Ich da gibt es n + 1 andere Damen die mir lieber wären als Frau W. geborene K..

    Wer das glaubt, der lebt wirklich in sehr einfachen Umständen.

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, kg
  • Schlagworte CDU | Bundespräsident | Ehe | Staatsanwaltschaft | Urlaub | Buch
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