Kinderrechtsaktivistin : Pakistanisches Mädchen Malala fast wieder gesund

Sie hatte einen Kopf- und einen Schulterschuss erlitten, abgefeuert von Taliban. Nun wurde das pakistanische Mädchen Malala in England aus dem Krankenhaus entlassen.
Die 15-jährige Malala Yousafzai (M.) verlässt das Krankenhaus in Birmingham. © Queen Elizabeth Hospital Birmingham/Handout/Reuters

Einem Bericht des britischen Guardian zufolge hat die von Taliban schwer verletzte Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai das Krankenhaus verlassen. Demnach teilte das Queen Elizabeth Krankenhaus in Birmingham mit, Malala gehe es gut genug, um bis zu ihrer vollständigen Genesung zu Hause zu sein.

Darüber hinaus kann die 15-Jährige mit ihrer Familie dauerhaft in Großbritannien bleiben, weil ihr Vater, Ziauddin Yousafzai, einen Diplomatenposten angenommen hat. Er bekam eine Stelle als Bildungsattaché beim Konsulat Pakistans in Birmingham. Zunächst soll er den Angaben zufolge für drei Jahre entsandt werden, seine Stelle könne aber um zwei Jahre verlängert werden, teilte die Botschaft mit.

Malala war im Oktober in ihrer Heimatstadt Mingora gezielt von Taliban niedergeschossen worden und wurde anschließend in einem Krankenhaus in Birmingham behandelt. Die Familie hatte Angst, nach Pakistan zurückzukehren, nachdem die Taliban Drohungen ausgesprochen hatten.

Malala war im Schulbus von zwei Taliban-Mitgliedern angegriffen und von Kugeln in Kopf und Schulter getroffen worden. Sie überlebte den Angriff knapp. Malala hatte vor drei Jahren damit begonnen, auf einer Blog-Seite des britischen Senders BBC über Gräueltaten der Taliban im Swat-Tal zu schreiben. Sie setzte sich dabei vor allem für das Recht von Mädchen auf Bildung ein.

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