Sexismus-Debatte : Belästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus

Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

Angefangen hat es mit dem Artikel einer Redakteurin von Spiegel Online über Frauenfeindlichkeit in der Politik im Allgemeinen und bei der Piratenpartei im Besonderen, gefolgt von einem Bericht im Stern über den "Herrenwitz" von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: Journalistinnen berichteten über ihre Erfahrung mit Sexismus im politischen Betrieb und lösten damit eine grundsätzliche Debatte über sexuelle Belästigung im Alltag aus. Bei Twitter berichteten vor allem Frauen, aber auch Männer, von ihren Erfahrung mit Sexismus. Reaktionen und Beiträge gehen auf Twitter unter dem Hashtag #aufschrei ein. Eine Sammlung von Tweets haben wir hier zusammengestellt.

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Kommentare

184 Kommentare Seite 1 von 18 Kommentieren

Die Grundannahme ist unrichtig.

Ihrer Argumentation scheint zugrunde zu liegen, dass menschliches Verhalten entweder rein triebgesteuert oder rein rational ist. Für beides werden Sie jedoch kaum ein Beispiel finden und schon garnicht wenn es um ein Beispiel gehen soll bei dem die Geschlechter interagieren.

Richtiger ist es wohl davon auszugehen, dass bei all unseren Handlungen unsere "Triebe" sowie unsere Verstand eine Rolle spielen.

Als Beispiel für die These könnte man zum Beispiel anführen, dass es erwiesen ist, dass Männer weniger Inhalte einer Nachrichtensendung behalten, wenn die Nachrichten von einer Frau vorgetragen werden. Triebhaftigkeit.

Trotzdem ist wohl davon auszugehen, dass nicht alle Teilnehmer an der Studie unwillkürlich angefangen haben zu onanieren. Verstand.

Nein.

Sie schrieben:

[Sie haben leider vergessen, darauf hinzuweisen, daß die Berufung auf die Triebhaftigkeit ein zweischneidiges Schwert ist - entweder können Männer auch mit dem Kopf denken, dann sollten auch die schönsten Frauen sie nicht unterbuttern können - oder sie unterliegen tatsächlich ihren Trieben; dann allerdings sollten sie auch immer als potentielle Triebtäter gelten und sich nicht darauf berufen können, ihren Verstand einzusetzen.]

Das ist ihre ureigene Ergänzung. Warum schieben Sie das auf den Vorredner ab?

Weiterhin schrieben Sie in bezug auf die Möglichkeit, dass eine Handlung von Trieb und Verstand gleichzeitig beeinflusst wird:

[Beides gleichzeitig geht nämlich nicht.]

Ebenfalls eigene Meinung. Keine Fortsetzung.