Sexismus-DebatteBelästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus

Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

Angefangen hat es mit dem Artikel einer Redakteurin von Spiegel Online über Frauenfeindlichkeit in der Politik im Allgemeinen und bei der Piratenpartei im Besonderen, gefolgt von einem Bericht im Stern über den "Herrenwitz" von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: Journalistinnen berichteten über ihre Erfahrung mit Sexismus im politischen Betrieb und lösten damit eine grundsätzliche Debatte über sexuelle Belästigung im Alltag aus. Bei Twitter berichteten vor allem Frauen, aber auch Männer, von ihren Erfahrung mit Sexismus. Reaktionen und Beiträge gehen auf Twitter unter dem Hashtag #aufschrei ein. Eine Sammlung von Tweets haben wir hier zusammengestellt.

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Leserkommentare
    • vonDü
    • 25. Januar 2013 23:49 Uhr
    137. Warum?

    [...]

    Es ist eine Sache, wenn Übergriffe benannt und kritisiert werden, es ist es eine ganz andere Sache, daraus pauschale Urteile über ganze Gruppen abzuleiten. Ähnlicher Unsinn wird sonst konsequent gestrichen, nur wenn es gegen Männer, die älteren weißen, geht, dann gelten die sonstigen Regeln nicht mehr.

    Dass ein angeheiterter, übergriffiger Brüderle, mehr Empörung und mea culpas auslöst, als jeder Ehrenmord und Missbrauchsfall, zeigt deutlich den Verlust jeden Augenmaßes. Wenn Männer sich wegen übergriffigen Verhaltens gegenüber Frauen schämen sollten, dann würden in einigen Gegenden der Welt nur noch Indianer wohnen und das wäre nicht in Europa.

    Grenzüberschreitung ist da, wo persönliche Grenzen überschritten sind. Die im "Spiel" zwischen Männern und Frauen, aber ein extrem weites Spektrum umfassen. Man(n) müsste Gedankenleser sein, um das immer genau zu erkennen. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/au

    Antwort auf "Debatte notwendig!"
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    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile gekürzt. Danke, die Redaktion/au

  1. faßt, und ich ihm reflexhaft eine Ohrfeige gäbe, wäre ich dann eines Deliktes der Körperverletzung schuldig,
    Wenn nur ein oder zwei seiner Freunde das Busengrapschen gesehen hätten, aber das ganze Lokal die Ohrfeige, hätte ich schlechte Karten vor der Polizei.
    Also bin ich, als das passiert ist, ruhig geblieben, und habe getan, als hätte ich es nicht gemerkt.
    Zufällig hat es noch eine Engländerin gesehen, die war wirklich entsetzt, mehr als ich.

    5 Leserempfehlungen
  2. Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile gekürzt. Danke, die Redaktion/au

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Warum?"
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    Sie geht in beide Richtungen. Ähnlich wie Respekt, Emanzipation und generell eigentlich alle Aspekte des Miteinanders.

    • vonDü
    • 26. Januar 2013 0:29 Uhr

    "verharmlosen und uns nahelegen, uns nicht so anzustellen"

    Ich glaube, dann haben Sie den Satz "Grenzüberschreitung ist da, wo Grenzüberschreitung wahrgenommen wird", nicht verstanden. Ich weiß aber nur, wo meine Grenzen sind, und das andere das nicht wissen können. Ich weiß auch, dass ich bei bestimmten Dingen, öfter mal zu hören bekomme, "stell' Dich nicht so an", was mir nur die Wahl lässt mich zwingen zu lassen, oder Grenzen zu setzen.

    Ich lege also gar nichts nahe, außer dem Fakt, dass Empörung und Erwartungshaltung nicht wirklich hilfreich sind, und hysterische Übertreibung, am Beispiel Brüderle, eher abschreckt, als überzeugt.

    Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass sich die (Männer)Welt in absehbarer Zeit wunschgemäß ändert,zumal die Mehrheit der männlichen Weltbevölkerung noch weit hinter der "zivilisatorischen" Entwicklung von Brüderle zurück ist. Es wird wohl kaum ohne mehr Eigenverantwortung für die eigenen Grenzen funktionieren; jedenfalls nicht in der Welt, wie ist. Aber, falls Sie eine bessere, realistische Idee haben, teilen Sie es mit.

  3. ich als Frau in Deutschland das schon mehr gewohnt war, das Begrapschen und Betatschen.
    Der Vater meiner Tochter hat mich nie ungewollt begrapscht, also die Menschheit stirbt nicht aus, wenn das wegfiele [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au

    2 Leserempfehlungen
    • politz
    • 26. Januar 2013 0:07 Uhr
    141. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au

    Antwort auf "Unsinn"
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    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/au

  4. 142. [...]

    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/au

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    • politz
    • 27. Januar 2013 22:35 Uhr

    Kritik an der Moderation richten Sie bitte an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/se

  5. Fehlerhaft an Ihrer Denkweise war meiner Ansicht nach nicht, dass sie berechtigterweise davon ausgehen, dass man sich als Mann soweit im Griff haben muss, dass man nicht übergriffig wird. Diese Aussage kann man wohl undiskutiert stehen lassen.

    Was mich aber stört ist, dass Sie davon ausgehen, dass Verhalten entweder vom Verstand beeinflusst wird oder von den Trieben. Das ist schlicht so nicht richtig.

    Zu argumentieren, dass es einer Frau garnicht möglich sein kann einen Mann in seinen Entscheidungen durch Ihr Auftreten und Aussehen, wenn dieser nicht komplett triebgesteuert ist, entspricht einfach nicht den Tatsachen. Das Unterbewusste nimmt Einfluss auf alle Aspekte unseres Handelns, was aber nicht im Umkehrschluss heißt, dass die Verstandesebene komplett außen vor ist.

    Der schöne schwarz-weiß Kontrast ist leider beinahe nirgendwo Realität-

    2 Leserempfehlungen
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    Es muss natürlich heißen:

    Zu argumentieren, dass es einer Frau garnicht möglich sein kann einen Mann in seinen Entscheidungen durch Ihr Auftreten und Aussehen zu beeinflussen, wenn dieser nicht komplett triebgesteuert ist, entspricht einfach nicht den Tatsachen.

    Und das "-" gegen Ende sollte auch mal ein "." werden.

  6. Es muss natürlich heißen:

    Zu argumentieren, dass es einer Frau garnicht möglich sein kann einen Mann in seinen Entscheidungen durch Ihr Auftreten und Aussehen zu beeinflussen, wenn dieser nicht komplett triebgesteuert ist, entspricht einfach nicht den Tatsachen.

    Und das "-" gegen Ende sollte auch mal ein "." werden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tis
  • Schlagworte Rainer Brüderle | Sexismus | Alltag | Debatte | Piratenpartei | Redakteur
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