Sexismus-DebatteBelästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus

Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

Angefangen hat es mit dem Artikel einer Redakteurin von Spiegel Online über Frauenfeindlichkeit in der Politik im Allgemeinen und bei der Piratenpartei im Besonderen, gefolgt von einem Bericht im Stern über den "Herrenwitz" von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: Journalistinnen berichteten über ihre Erfahrung mit Sexismus im politischen Betrieb und lösten damit eine grundsätzliche Debatte über sexuelle Belästigung im Alltag aus. Bei Twitter berichteten vor allem Frauen, aber auch Männer, von ihren Erfahrung mit Sexismus. Reaktionen und Beiträge gehen auf Twitter unter dem Hashtag #aufschrei ein. Eine Sammlung von Tweets haben wir hier zusammengestellt.

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Leserkommentare
    • Plor
    • 25. Januar 2013 16:22 Uhr

    Darum ging es nicht. Warte weiterhin auf Zitate...

    PS.: Habe zwei der "gewichtigen" Gegenargumente gelesen. Sexistische Pauschalurteile sollten eigentlich nicht als vernünftige und wichtige Argumente in einer solchen Debatte durchgehen.

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    "Stimmt nicht, darum ging es nicht..."
    Das sind Ihre Statements, Ihre Antwort auf alles.
    Alles was Ihnen nicht in den Kram passt wird von Ihnen verworfen. Ich erspare mir weitere Kommentare, auch aufgrund der tendeziösen Moderation!

    • Plor
    • 25. Januar 2013 19:16 Uhr

    Zu dem "Stimmt nicht" habe ich ja deutlich mehr geschrieben als nur diese zwei Worte. Da der Kommentar, auf den ich mit "Darum ging es nicht" reagiert habe, mittlerweile der Administration zum Opfer gefallen ist, ist die Rekonstruktion des Dialogs nicht 100% möglich. Ich fand die Aussage, hier würde pauschal gegen Männer gehetzt, unangebracht und wollte deswegen Zitate, die diesen Sachverhalt begründen sollten. Als Antwort kam ein dreizeiliger Rant über Zensur im Zeit Online Forum. Einzig passende Antwort: "Darum ging es nicht!"

  1. Und zwar hat sie mitteilen lassen, dass es ihr darum ging, zu zeigen, wie sehr das "neue Gesicht" der FDP aus der Zeit gefallen sei - ein piefiger Machismo, der heute einfach nicht mehr zeitgemäß sei. Es sei ihr nicht darum gegangen, sexuelle Belästigung zu beklagen.

    Dass diese arrogante Gockelhaltung auch heute noch selbst unter jüngeren Männern derart verbreitet ist,erschließt sich mir tatsächlich erst jetzt durch die Kommentare zu diesem Bericht.

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  2. 60. Doch...

    [Das stimmt einfach nicht: Die Ziffer der nicht angezeigten Vergewaltigungen, der nicht ernst genommenen Missbrauchsfälle ist immer noch weitaus höher als die Zahl zu Unrecht Beschuldigter.]

    Das mag sein. Mir ging es eher um den Konmplex Benachteiligung an sich.

    [Stimmt auch nicht. Der Fall ging ziemlich lange durch die Presse, wurde von so ziemlich jeder Zeitung, jedem Magazin aufgegriffen.]

    Ziemlich lange ist eine Übertreibung. Es gab einzelne Berichte in den Zeitschriften, die schnell wieder verstanden. Eine derartige Hysterie um den Fall vergleichbar zu den harmlosen Bemerkungen von Herrn Brüdele gab es nicht.

    [Wie in der Öffentlichkeit (und auch in der Presse) auf die Causa Brüderle reagiert wird, dürfte auch ziemlich aussagekräftig sein. Die Journalistin wurde wahrscheinlich weitaus öfter angegriffen als Brüderle selbst.]

    Die Journalistin wurde zurecht für ihre offensichtliche Kampagne angegriffen, die "zufälligerweise" begann, als die FDP frecherweise erfolgreich eine Landtagswahl beendete und Herr Brüderle Spitzenkandidat werden sollte. Dass Frau Himmelreich eine Abneigung gegen die FDP hat, ist aus ihrer Twitter- und Artikelhistorie ersichtlich. Zudem ist Sie Lautsprecherin einer Pro-Frauenquoten-Vereins, während Herr Brüderle und die FDP erklärte Gegner der Frauenquote sind. Alles sicher nur Zufall...

    Die Kampagne ist ein gutes Beispiel, dass Sexismusvorwürfe auch gern mal instrumentalisiert werden.

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    is doch meistens so, dass in die öffentlichkeit getretene sexismus-vorwürfe und losgetretene debatten zum thema reine instrumentalisierung sind. und die ganze aufregerei seitens solcher muff-von-tausend-jahren-weinerlinge wie dir ist auch kein mechanismus der machtsicherung. niemals.
    wenn diese sexismus-vorwürfe doch bloss nur dann erst diskutiert werden dürften, wenn sie von allen männlichen polizisten, richtern, politikern und von nils wilke als gerechtfertigt und legitim zertifiziert wären. könnten wir dann endlich in ruhe diese diskussion führen, ja?

  3. anfängt und wo nicht, ist es ein sehr subjektives Kriterium. Klar, dann kommt das Argument: Wenn er/sie mich anfasst. Fein, ich kenne aber auch Situationen, in denen mir als Mann das passiert ist, von einer Frau, z.B. in einer Disco und im Beruf. Ich wurde richtiggehend angegrapscht von einer Dame. Und: Manchmal war es Belästigung und manchmal nicht.
    Was ich bei dem Diskurs zwischen den Zeilen lese ist: Wir müssen was ändern - Äääh was denn? Den Mann? Den Menschen? Die Frau? Die Gesetze? Was?
    Dazu passt: Einige (Frauen) sagen Anschauen ist Ok (posting hier), anderen geht das schon zu weit. Sie werden diesen Widerspruch niemals auflösen, auch wenn der/die Deutsche auch hier von einer perfekten Welt träumt.
    Wir kommen langsam dahin, dass aus Furcht die Geschlechter eher getrennt werden, als sie zusammenzuführen. (Da träumen die Salafisten ja schon lange von)
    Mal davon ab: Furcht habe ich auch, sogar vor Männern und laut Statistik sogar begründeter als Frauen. Weil ich als Mann auf öffentlichen Plätzen in meinem Leben öfter Opfer von Gewalt !wurde! und wohl noch werde. Finde ich furchtbar Sch***, aber dadurch Angst zu entwickeln oder eine durch und durch gewalttätige Gesellschaft herzufabulieren fällt mir da nicht ein.
    Ich will das nicht falsch verstanden wissen. WENN der Brüderle seine schmierigen Herrenwitze gerissen hat, ist das lustgreisig und ekelig. Aber daraus wie einige blogs und Artikeln eine sich anbahnende Vergewaltigung abzuleiten ist weit drüber.

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    Antwort auf "Ich als Frau frage"
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    "Aber daraus wie einige blogs und Artikeln eine sich anbahnende Vergewaltigung abzuleiten ist weit drüber."

    Haben Sie Zitate und Links dazu, dass in Artikeln zu dem Brüderle-Vorfall von einer "sich anbahnenden Vergewaltigung" gesprochen wurde?

  4. "Stimmt nicht, darum ging es nicht..."
    Das sind Ihre Statements, Ihre Antwort auf alles.
    Alles was Ihnen nicht in den Kram passt wird von Ihnen verworfen. Ich erspare mir weitere Kommentare, auch aufgrund der tendeziösen Moderation!

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    Antwort auf "darum ging es nicht..."
  5. so ernst nehmen.

    Hier kann kein einziger eine verbindliche Definition abgeben, ab wann eine sexuelle Belästigung gegeben ist, weil das jede/jeder anders empfindet. (Nicht verwechseln mit Vergewaltigung oder körperlicher Gewalt)

    Deshalb kann es auch überhaupt keine Debatte geben, weil die elementaren Grundlage dafür fehlt.

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    daß niemand das Recht hat, einen anderen Menschen gegen dessen Willen zur Beflügelung oder Befriedigung seiner Lust zum Objekt zu machen. Jeder Mensch ist lieber Subjekt als irgendjemandes Objekt. Eigentlich ist das nicht schwer zu begreifen. Erstens ist für seine/ihre Lust zunächst mal jede/r selbst zuständig und zweitens sollte jede/r wissen, wo er/sie aufhört und jemand anderes anfängt. Oder auch: wer f****en will, muß freundlich sein.

    Die Causa Brüderle berührt noch einen anderen Punkt, nämlich sexistisches Verhalten an der Spitze und zur Wahrung/Infragestellung der Macht. Brüderles Herrenwitz war vor einem Jahr noch nicht allzu interessant, da die FDP sich da noch als FastDreiProzent buchstabierte. Ist es aber nach dem CDU-Leihstimmen-Sieg in Niedersachsen umso mehr. Ich bin wirklich überrascht, wieviel Häme gegen die sexistisch belästigte Journalistin für nötig befunden wird und wie wenig Kenntnis von der Arbeitsweise der ***4.Gewalt*** existiert.

    Die schräge besoffene Bar-Szene wäre nix Besonderes, das oder Vergleichbares ist für vor allem junge Frauen quasi alltäglich. Sehr speziell finde ich allerdings die Solidaritätskundgebungen und Männerbündelei mit dem Herrenwitz Brüderles - das halte ich für den eigentlichen Skandal.

  6. Ich halte mich selbst nicht für eine ausgewiesene Feministin oder "Emanze", noch messe ich Kommentaren und Blicken einiger Männer allzu große Bedeutung bei. Aber was seit dem Artikel im Stern für Kommentare auf den Plattformen zu lesen sind...sorry wenn ich das jetzt so drastisch ausdrücke: aber so viel kann ich nicht fressen, wie ich kotzen möchte! Immer wieder lesen ich, dass wir deutschen Frauen spießig und verklemmt sind, uns mal locker machen sollen und alles halb so schlimm ist. Wahlweise sollen wir froh sein, dass uns überhaupt einer geil findet oder sind selbst schuld, weil wir ja zu kurze Röcke o.ä. tragen....An die Männer, die hier soetwas äußern: GEHTS NOCH?????? Ich dachte, wir, wären 2013 etwas weiter. Sollen wir uns also doch alle in eine Burka hüllen, weil anscheinend alles andere zu merkwürdigem Verhalten animiert?

    Wie gesagt, ich halte mich nicht für eine Fahnenträgerin des Feminismus, aber: mir wurde schon ungefragt unter den Rock, in den Schritt gegriffen, an den Hintern, natürlich, gern auch von Kollegen, die auch ganz öffentlich über mein Hinterteil diskutiert haben. Uni-Profs, die mit Ihrem Clipmikro nur Studentinnen befragen, um dann gaaanz nah mit dem Oberkörper an sie heran müssen damit sie ihnen in den Ausschnitt glotzen können...äh ich meine, damit sie ins Mikro sprechen können.

    7 Leserempfehlungen
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    "Uni-Profs, die mit Ihrem Clipmikro nur Studentinnen befragen, um dann gaaanz nah mit dem Oberkörper an sie heran müssen damit sie ihnen in den Ausschnitt glotzen können...äh ich meine, damit sie ins Mikro sprechen können."

    Bei solchen Kommentaren kann ich als Mann nur staunen. Man sollte einfach keine Frauen mehr beteiligen - sehe ich das richtig?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tis
  • Schlagworte Rainer Brüderle | Sexismus | Alltag | Debatte | Piratenpartei | Redakteur
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