Sexismus-DebatteBelästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus

Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

Angefangen hat es mit dem Artikel einer Redakteurin von Spiegel Online über Frauenfeindlichkeit in der Politik im Allgemeinen und bei der Piratenpartei im Besonderen, gefolgt von einem Bericht im Stern über den "Herrenwitz" von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: Journalistinnen berichteten über ihre Erfahrung mit Sexismus im politischen Betrieb und lösten damit eine grundsätzliche Debatte über sexuelle Belästigung im Alltag aus. Bei Twitter berichteten vor allem Frauen, aber auch Männer, von ihren Erfahrung mit Sexismus. Reaktionen und Beiträge gehen auf Twitter unter dem Hashtag #aufschrei ein. Eine Sammlung von Tweets haben wir hier zusammengestellt.

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Leserkommentare
  1. "Aber daraus wie einige blogs und Artikeln eine sich anbahnende Vergewaltigung abzuleiten ist weit drüber."

    Haben Sie Zitate und Links dazu, dass in Artikeln zu dem Brüderle-Vorfall von einer "sich anbahnenden Vergewaltigung" gesprochen wurde?

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    Ich habe in den vergangenen Tagen genug Sachen z.B. bei Facebook oder auch bei Blogs gelesen in der die Brüderle-Sache mit der sog. Rape-Culture-Debatte (wenn auch in Deutschland meist falsch interpretiert) verknüpft worden ist. In dem Zusammenhang wurde z.B. der folgende Blogeintrag genutzt:

    http://www.rolereboot.org/culture-and-politics/details/2012-12-a-letter-...

  2. 74. Ja und?

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat die Journalistin in der Situation deutlich gemacht, dass die keine Anmache will - und Brüderle hat weitergemacht.
    Wenn die Journalistin einen anderen Mann attraktiv findet - und sich auf einen Flirt einlässt - heißt das dann etwa, sie muss sich auch auf Herrn Brüderle einlassen? Wegen der Gerechtigkeit, dass sie sich nicht der Altersdiskriminierung schuldig macht?

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    Auf Wunsch des Users entfernt. Die Redaktion/au

  3. Wenn ich als Mann von einer häßlichen Kollegin auf der Betriebsfeier angemacht werde und ich das nicht erwiderte Kopfkino 1 Jahr später veröffentliche - bekomme ich dann einen Champagner vom Chef?

    Wohl kaum - höchstens die Kündigung.

    Oh, liebe Leute.
    Es gibt eben keine Gerechtigkeit im Leben, weder für Männer noch für Frauen.
    Wer hat das behauptet?

    Eine Leserempfehlung
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    Kollegin plötzlich zur Vorgesetzten wird und sich das Kopfkino dauernd wiederholt - hätten Sie dann nicht irgendwann die Nase voll?

  4. daß niemand das Recht hat, einen anderen Menschen gegen dessen Willen zur Beflügelung oder Befriedigung seiner Lust zum Objekt zu machen. Jeder Mensch ist lieber Subjekt als irgendjemandes Objekt. Eigentlich ist das nicht schwer zu begreifen. Erstens ist für seine/ihre Lust zunächst mal jede/r selbst zuständig und zweitens sollte jede/r wissen, wo er/sie aufhört und jemand anderes anfängt. Oder auch: wer f****en will, muß freundlich sein.

    Die Causa Brüderle berührt noch einen anderen Punkt, nämlich sexistisches Verhalten an der Spitze und zur Wahrung/Infragestellung der Macht. Brüderles Herrenwitz war vor einem Jahr noch nicht allzu interessant, da die FDP sich da noch als FastDreiProzent buchstabierte. Ist es aber nach dem CDU-Leihstimmen-Sieg in Niedersachsen umso mehr. Ich bin wirklich überrascht, wieviel Häme gegen die sexistisch belästigte Journalistin für nötig befunden wird und wie wenig Kenntnis von der Arbeitsweise der ***4.Gewalt*** existiert.

    Die schräge besoffene Bar-Szene wäre nix Besonderes, das oder Vergleichbares ist für vor allem junge Frauen quasi alltäglich. Sehr speziell finde ich allerdings die Solidaritätskundgebungen und Männerbündelei mit dem Herrenwitz Brüderles - das halte ich für den eigentlichen Skandal.

    8 Leserempfehlungen
  5. Ich habe in den vergangenen Tagen genug Sachen z.B. bei Facebook oder auch bei Blogs gelesen in der die Brüderle-Sache mit der sog. Rape-Culture-Debatte (wenn auch in Deutschland meist falsch interpretiert) verknüpft worden ist. In dem Zusammenhang wurde z.B. der folgende Blogeintrag genutzt:

    http://www.rolereboot.org/culture-and-politics/details/2012-12-a-letter-...

  6. 78. [...]

    Auf Wunsch des Users entfernt. Die Redaktion/au

    Antwort auf "Ja und?"
  7. Entfernt, pauschalisierend und diffamierend. Die Redaktion/fk.

    Eine Leserempfehlung
  8. Das Anprangern von Sexismus im Alltag kann wohl kaum als "männerfeindlich" oder "männerverachtend" bezeichnet werden.
    Natürlich gibt es auch sexistische Übergriffe gegenüber Männern und natürlich ist nicht jeder Mann ein Sexist oder ein Frau immer das Opfer. Sich jedoch unreflektiert sofort beleidigt zu fühlen und so jede Diskussion von vorneherein nicht zuzulassen hilft niemandem.
    Der Kampf gegen Sexismus (gegen beide Geschlechter) erfordert eine Menge Diskussionen und man(n) sollte in der Lage sein diese Diskussion auch zu führen.

    6 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tis
  • Schlagworte Rainer Brüderle | Sexismus | Alltag | Debatte | Piratenpartei | Redakteur
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