Sexismus-DebatteBelästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus

Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

Angefangen hat es mit dem Artikel einer Redakteurin von Spiegel Online über Frauenfeindlichkeit in der Politik im Allgemeinen und bei der Piratenpartei im Besonderen, gefolgt von einem Bericht im Stern über den "Herrenwitz" von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: Journalistinnen berichteten über ihre Erfahrung mit Sexismus im politischen Betrieb und lösten damit eine grundsätzliche Debatte über sexuelle Belästigung im Alltag aus. Bei Twitter berichteten vor allem Frauen, aber auch Männer, von ihren Erfahrung mit Sexismus. Reaktionen und Beiträge gehen auf Twitter unter dem Hashtag #aufschrei ein. Eine Sammlung von Tweets haben wir hier zusammengestellt.

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Leserkommentare
  1. Bei mir lösen die männerfeindlichen und männerverachtenden Kampagnen hier ganz andere ##dinge aus.

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    • iWitz
    • 25. Januar 2013 14:51 Uhr

    Als Mann kann ich Ihnen nicht im mindesten zustimmen. Was ist daran "männerverachtend" oder "männerfeindlich", wenn Frauen sich gegen ein Verhalten wehren, das sie als belästigend wahrnehmen?

    Die vielen verständnislosen und trotzigen Kommentare gerade gestern hier auf zeit.de zu diesem Thema zeigen doch gerade, wie notwendig es ist, dass sexuelle Belästigung thematisiert wird. Ich als Mann möchte mich weder mit den offenbar selbstherrlichen Belästigern noch den zustimmenden oder abwiegelnden Kommentatoren auf eine Stufe gestellt sehen. Von daher: Unterstützung und Zustimmung zu diesem #Aufschrei!

    • Sven88
    • 25. Januar 2013 15:30 Uhr

    Haben Sie Angst?
    Ich bin der Meinung, dass wenn man anderen Leuten respektvoll gegenüber tritt, bekommt man auch den selben Umgang bei den meisten Personen zurück.

    Manche Frauen setzen ihre Attraktivität gezielt ein, um Informationen (oder was auch immer) zu bekommen. Anders gesagt: Sie wollen die Triebhaftigkeit des Mannes vor den Karren ihrer eigenen Zwecke spannen.
    Klassisch sind ja die Geschichten von hübschen Geheimdienst-Agentinnen:

    Weibliche Attraktivität als Waffe.

    Ist das auch Sexismus (gegen den Mann gerichtet)?

    Das Anprangern von Sexismus im Alltag kann wohl kaum als "männerfeindlich" oder "männerverachtend" bezeichnet werden.
    Natürlich gibt es auch sexistische Übergriffe gegenüber Männern und natürlich ist nicht jeder Mann ein Sexist oder ein Frau immer das Opfer. Sich jedoch unreflektiert sofort beleidigt zu fühlen und so jede Diskussion von vorneherein nicht zuzulassen hilft niemandem.
    Der Kampf gegen Sexismus (gegen beide Geschlechter) erfordert eine Menge Diskussionen und man(n) sollte in der Lage sein diese Diskussion auch zu führen.

    • y5rx
    • 25. Januar 2013 14:19 Uhr

    daß berechtigte Beschwerden nicht untergehen in einer Art neuer Prüderie.
    Es ist bestimmt richtig, daß es jede Menge Männer, aber auch Frauen, gibt, denen es am nötigen Respekt vor anderen Menschen hapert. Aber eine Prüderie wie sie z.B. in den USA alltäglich ist, möchte ich nun wirklich hier bei uns nicht haben!
    Wir haben in den 60ern auch für eine sexuelle Befreiung und gegen eine verlogene Moral gekämpft. Das sind Errungenschaften, die wir uns nicht wieder nehmen lassen sollten. Mancher Mitmensch, der das Wort "Sexismus" in den Mund nimmt, hat nämlich eigentlich den Wunsch nach Rückkehr zu einer seiner Meinung nach "moralischeren" Welt.

    27 Leserempfehlungen
  2. ... jetzt die säkulare Form des Fanatismus und Totalitarismus
    der großen Religionen ?
    Verbote und Vorschriften ersetzen das eigene Denken ?
    Oh Kant, hilf !!!

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  3. 7. Bitter

    Erst wechselte ich von SPON zu ZEIT Online. Jetzt stell ich fest, dass das Niveau der "Artikel" hier genauso schnell den Bach heruntergeht.

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    • Bashu
    • 25. Januar 2013 15:54 Uhr

    viel Glück bei der Suche nach einer männlicheren Tageszeitung.

  4. Wie notwendig diese Kampagne ist, zeigt sich am Kommentar des JU-Vorsitzenden zum Übergriff von Brüderle:

    Da sei wohl der Wunsch Vater des Gedankens gewesen.

    Solche Reaktionen auf berechtigte Klagen über Sexismus zeigen, dass einigen Leuten wohl doch noch auf die Sprünge geholfen werden muss.

    In welchem Paralleluniversum lebt so jemand eigentlich, dass er glaubt, eine Frau wolle von einem alten weinseligen Sack angegraben werden?

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    des JU-Chefs. Die Frage, warum die Dame des "Stern" das nicht sofort publik gemacht hat (da ihr das offenbar zu sehr zugesetzt hat), hat sie noch nicht beantwortet. Mir scheint eher, das an diesem Abend in der Bar nicht wirklich etwas passiert ist, aber die Situation so war, dass man da etwas hinein interpretieren kann. Und dass macht sie jetzt, da Herr Brüderle jetzt noch mehr in der Öffentlichkeit steht und sie vom Licht der Öffentlichkeit etwas abhaben will.
    Sorry, ich glaube der Dame nicht. Gerade Journalisten wissen aber, wie man Dinge zum eigenen Vorteil öffentlichkeistwirksam publiziert....

    Und zwar hat sie mitteilen lassen, dass es ihr darum ging, zu zeigen, wie sehr das "neue Gesicht" der FDP aus der Zeit gefallen sei - ein piefiger Machismo, der heute einfach nicht mehr zeitgemäß sei. Es sei ihr nicht darum gegangen, sexuelle Belästigung zu beklagen.

    Dass diese arrogante Gockelhaltung auch heute noch selbst unter jüngeren Männern derart verbreitet ist,erschließt sich mir tatsächlich erst jetzt durch die Kommentare zu diesem Bericht.

    • iWitz
    • 25. Januar 2013 14:51 Uhr

    Als Mann kann ich Ihnen nicht im mindesten zustimmen. Was ist daran "männerverachtend" oder "männerfeindlich", wenn Frauen sich gegen ein Verhalten wehren, das sie als belästigend wahrnehmen?

    Die vielen verständnislosen und trotzigen Kommentare gerade gestern hier auf zeit.de zu diesem Thema zeigen doch gerade, wie notwendig es ist, dass sexuelle Belästigung thematisiert wird. Ich als Mann möchte mich weder mit den offenbar selbstherrlichen Belästigern noch den zustimmenden oder abwiegelnden Kommentatoren auf eine Stufe gestellt sehen. Von daher: Unterstützung und Zustimmung zu diesem #Aufschrei!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tis
  • Schlagworte Rainer Brüderle | Sexismus | Alltag | Debatte | Piratenpartei | Redakteur
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