KalifornienSchüler durch Schüsse an High School verletzt

An einer Schule in den USA hat ein 16-Jähriger mehrere Schüsse abgefeuert und einen Mitschüler schwer verletzt. Ein Lehrer konnte Schlimmeres verhindern.

Im US-Bundesstaat Kalifornien ist an einer High School ein 16-jähriger Schüler durch Schüsse schwer verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte, der Jugendliche sei in ein Krankenhaus geflogen worden. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Polizeiangaben um einen gleichaltrigen Mitschüler. Er wurde kurz nach dem Vorfall festgenommen. Lokale Medien hatten zunächst von zwei möglichen Opfern gesprochen.

Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben Donnerstag Vormittag an der Union High School in der Ortschaft Taft. Der mutmaßliche Schütze habe das Klassenzimmer mit einem Gewehr und reichlich Munition betreten und sein erstes Opfer angeschossen. Dann habe er auf einen weiteren Mitschüler gezielt, aber vorbei geschossen. Der Lehrer habe den Schützen schließlich überreden können, die Waffe fallen zu lassen. Einzelheiten über den Täter und sein Motiv wurden zunächst nicht bekannt. 

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Der Vorfall ereignet sich wenige Wochen nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown (Connecticut). Ein 20-Jähriger hatte 20 Kinder sowie sechs Erwachsene erschossen und sich danach selbst getötet. Der Fall hatte eine neue Diskussion über das Waffenrecht in den USA ausgelöst.

Biden will Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts vorlegen

Kurz vor der Schießerei in Taft war US-Vizepräsident Joe Biden zu Gesprächen mit Vertretern der Waffen-Organisation National Rifle Association (NRA) zusammengekommen. Deren Mitglieder sind strikt gegen schärfere Waffengesetze. Biden sagte, er wolle am Dienstag erste Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts vorlegen. Er deutete an, dass diese Einschränkungen für die Verwendung großer Magazine und eine schärfere Überprüfung von Waffenkäufern umfassen könnten.

Für alle Regelungen, die der Gesetzeskraft bedürfen, muss der Kongress zustimmen. Biden sagte, dass Präsident Barack Obama auch ohne eine Einigung des Kongresses schnell Maßnahmen ergreifen werde. "Der Präsident wird handeln. Es gibt Dekrete, die unterzeichnet werden können", sagte Biden. Der freie Zugang zu Waffen sei "ein Problem, das sofortiges Handeln erfordert".

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Leserkommentare
  1. "Der Lehrer habe den Schützen schließlich überreden können, die Waffe fallen zu lassen." Überreden.

    Es steht nicht im Artikel, aber den Nachrichten von heute morgen zufolge hat die Waffenlobby den Vorfall natürlich zum Anlass genommen, wieder gegen eine Verschärfung der Waffengesetze zu reden, nach der bekannten Leier: Nicht Waffen töten, sondern Menschen.
    Wenn's nach denen gegangen wär, dann wäre der Schütze jetzt wahrscheinlich erschossen.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    das war auch mein erster Gedanke!

  2. die als Täter in erscheinung tritt, obohl auch in diesem FAll die Probleme seit mindestens einem JAhr offenkundig waren:

    "He was telling everyone that he had a list of people who messed with him over the years and that he was going to kill them,"

    Quelle:

    http://www.latimes.com/ne...

    Beste Grüße CM

  3. * Waffen und Schulen * annimmt.

    Dann werden wir einen Helden sehen, der zurück aus Irak zum Lehrer umgeschult eine Schule vor einem Al Kaida Selbstmordkommando im Alleingang rettet.

    Powered by NRA.

    Was wollen wir wetten?

    Jedes amerikanische Trauma wurde filmisch bis zur Unkenntlichkeit aufgearbeitet und mit heroischen Figuren geschmückt positiv umgedeutet.

  4. werden in den USA getötet!
    (Quelle: Gabby Giffords and Mark Kelly am 08.01.13 im Interview auf ABC News).

    In was für einen katastrophalen Zustand muss eine Gesellschaft sein, die so eine Entwicklung zulässt?

    Eine Leserempfehlung
  5. 5. Genau

    das war auch mein erster Gedanke!

    Antwort auf "Waffen töten"
  6. Die USA brauchen keine Feinde und künftige Generationen mehr. Sie beginnen, sich selber gegenseitig umzubringen. Und die Waffenlobby hält das alles für ganz normal. In einer solch pervertierten Gesellschaft möchte ich nicht leben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Joe Biden | Barack Obama | Medien | Amoklauf | Erwachsene | Grundschule
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