FlugunfallAlitalia lässt Unglücksflugzeug über Nacht umlackieren

Nacht- und Nebelaktion in Rom. Weil Alitalia mit dem Unfall einer rumänischen Partner-Airline nichts zu tun haben wollte, überspritzte die Airline flugs den Flieger.

Bereits am Samstagabend ist in Rom ein Flugzeug von der Rollbahn abgekommen. Noch in der Nacht zum Sonntag hat Alitalia die Maschine umlackieren und ihren Schriftzug verschwinden lassen, wie am Sonntagabend bekannt wurde. Die Maschine mit 50 Menschen an Bord gehört der rumänischen Carpatair und war im Auftrag der italienischen Fluggesellschaft unterwegs. Bei dem Unfall waren 16 Menschen verletzt worden.

Bilder zeigen die Maschine kurz nach der Bruchlandung auf dem Flughafen Fiumicino in den grün-roten Farben von Alitalia mit dem Schriftzug des Unternehmens. Seit Sonntag erstrahlte der Flieger plötzlich komplett in Weiß.

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Als Ursache für das Unglück nannte Alitalia starken Wind. Gewerkschaftsvertreter gaben allerdings der italienischen Fluggesellschaft die Schuld: Die Vereinbarung mit Carpatair solle die Kosten senken, gefährde aber die Sicherheit der Passagiere. Für Montag kündigten Alitalia-Piloten und -Flugbegleiter deshalb einen Streik gegen die Kooperation mit Carpatair an.

Bereits Ende Januar hatten die Alitalia-Mitarbeiter für einen Tag die Arbeit niedergelegt. In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Zwischenfällen auf Carpatair-Flügen im Auftrag von Alitalia gekommen. Die italienische Gesellschaft hat deshalb bereits die Strecke Ancona-Rom vom Flugplan genommen. In der Nacht zu Montag wurden zudem alle Pisa- und Bologna-Flüge von Carpatair nach Rom annulliert.
 

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Leserkommentare
    • Vibert
    • 04. Februar 2013 11:23 Uhr

    Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/fk.

    • afromme
    • 04. Februar 2013 11:23 Uhr
    26. Quellen

    "Auch mir ist es nicht bekannt, dass das Umlackieren ein normaler Vorgang ist.
    Könnten sie bitte ihre These mit ein paar Quellen aufwerten?
    Vielen Dank."

    Siehe die Links in meinem als Kommentar 13 zu findenen Beitrag. Dort finden Sie belegendes Bildmaterial mit Beispielen aus den vergangenen 30 Jahren.

    3 Leserempfehlungen
    • tom1972
    • 04. Februar 2013 11:43 Uhr

    Der, gepaart mit totaler Ahnungslosigkeit, zu A.) einer eigenen Pressemitteilung und B.) zu wilden Spekulationen und fertigen Anschuldigungen führt. Die Hetze ist eröffnet. Und jeder darf sich beteiligen.

    Das alles ist grundsätzlich ein völlig normaler Vorgang. Es muss auch nicht zwingend Farbe gewesen sein. Es kann auch abgeklebt worden sein. Die Blaue Farbe auf Streifenwagen ist ebenfalls nur geklebte Folie. Bei einem Unfall einer solchen Kategorie erwarte ich keine wichtigen Spuren, die durch diese Aktion hätten verschleiert werden können.

    United und American möchten möglichst vermeiden, dass Trümmer ihre Flieger, die sie am 9/11 verloren haben, durch die Presse gezogen werden. Aus dem selben Grund, weshalb das am Flughafen liegende Flugzeug so schnell "neutralisiert" wurde, möchten auch diese Airlines nicht in Erinnerung behalten wissen. Allerdings, man sieht es auch wieder hier an diese Kommentaren, erlaubt dies Freie Liebe in Sachen Spekulation und Schuldzuweisung.

    Eine Leserempfehlung
  1. immer wieder stellt man fest wer alles hier einfach schreibt ohne wirklich informiert zu sein.
    Sie haben alles gesagt, mehr ist nichts hinzuzufügen.

    Gleiches gilt auch für den Leser afromme.
    Thanks all..

    Viele Grüße
    Pitti Griffi Della Rovere

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Manipulation?"
  2. Viele Fluggesellschaften entfernen nach Unfällen ihre Logos von Unglücksmaschinen. Das ist nichts neues.
    Inwiefern die Kooperation mit Carpatair die Sicherheit der Alitalia Fluggäste beeinträchtigen soll, verstehe ich auch nicht. Solange Alitalia eine seriöse und sichere Airline ist, wird sie dafür Sorge tragen, dass ihre Kooperative für höchste Sicherheitsstandards sorgt. In jedem anderen Falle wäre die Muttergesellschaft ebensowenig sicher.
    Also, was soll die Hysterie?

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ich bin des öfteren mit Carpatair geflogen. Soweit ich es beurteilen kann, waren die Flugzeuge in einem guten Zustand. Es gab bei keinem Flug auch nur eine erkennbare Störung.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte Streik | Arbeit | Flughafen | Flugzeug | Unternehmen | Pisa
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