HammerskinsDie Untergrund-Neonazis
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Schießübungen im Ausland und Verbindungen zur NSU

In der Musikbranche verdient auch der Mann sein Geld, der hinter dem Treffen im Odenwald stehen dürfte. Szenekenner vermuten, dass Malte R. hinter dem Treffen steckt: Er kommt aus dem nicht weit entfernten Ludwigshafen betreibt ein Label und einen Vertrieb. Er gilt als Anführer des "Chapter Westmark", laut BKA-Bericht die "führende Struktur" der Hammerskin-Division Deutschland.

Malte R. unterhalte gute Kontakte "zu verschiedenen Kameradschaften und zu NPD-Funktionären", steht beim BKA. Medienberichten zufolge hat er auch Kontakte mit dem Umfeld der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Der Kampfsportler soll mit einer Neonazi-Schlägertruppe namens Lunara ("Ludwigshafener Nazis und Rassisten") verbunden sein und mit ihr Schießübungen im Ausland veranstaltet haben.

Szenekenner glauben, dass Malte R. auch europaweit zur Hammerskin-Führungsfigur aufgestiegen ist. Ein Indiz dafür ist das Europa-Treffen im Odenwald. Aus Antifa-Kreisen kam zuerst der Hinweis, dass internationale Hammerskin-Kader ein "European Officers Meeting" abhalten wollten. Das hätten auch die Autokennzeichen der Teilnehmer gezeigt. Der hessische Verfassungsschutz hat mittlerweile bestätigt, dass Hammerskins "aus Deutschland und dem europäischen Ausland" nach Fürth gekommen waren.

Probezeit vor Aufnahme

Die Hammerskins sind ähnlich organisiert wie Rockerbanden, zum Beispiel die Hells Angels. Wer Mitglied werden will, muss eine Probezeit absolvieren und eine "mehrjährige aktive Zugehörigkeit" (BKA) zur rechtsextremen Szene nachweisen. Wer sich nicht an Disziplin und Verschwiegenheit hält oder seinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat, hat keine Chance.

Die US-Bürgerrechtsorganisation Anti-Defamation League hält die Hammerskins für die gewalttätigste und am besten organisierte Skinhead-Organisation der USA. In Deutschland gab oder gibt es laut BKA etwa elf regionale Chapter. Am aktivsten sind demnach das Chapter Westmark, die Chapter in Bremen und Bayern sowie die Hammerskins Sachsen. Antifa-Aktivisten weisen auf deren Kontakte zum Thüringer Heimatschutz hin, aus dessen Reihen die NSU-Terroristen kamen. Viele Verbindungslinien führen laut BKA auch zur NPD.

Dass es im Odenwald nicht zu "strafrechtlich relevanten Sachverhalten" kam, wie die Polizei mitteilt, dürfte an den "starken Einsatzkräften" liegen, mit denen sie anrückte, nachdem sie Hinweise auf die Skinheads erhalten hatte. Ohne die Beamten wäre es dem Vermieter der Halle, einem Sportverein, wohl schwerer gefallen, die rund 120 Neonazis nach Hause zu schicken. Wie viele noch kommen sollten, ist unklar; die Polizei verhinderte die weitere Anreise und nahm Personalien auf. Die Party, für die der Saal gemietet war, fiel aus.

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Leserkommentare
  1. Als Kind hat man mir beigebracht, es sei wichtig, ein guter Gastgeber zu sein. Es gibt ganz offensichtlich auch Ausnahmen.

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    Bei Nazis ist Schluß mit Toleranz und Freundlichkeit.

    Zudem sollte die Halle zu einem anderen Zweck genutzt werden, als sie angemietet wurde.

    In einem haben Sie allerdings zumindest indirekt Recht.

    Gute Mieter setzt man selbstverständlich nicht vor die Tür.

    Wer bei der Anmietung eines Objektes zur geplanten Verwendung der Mietsache jedoch schlicht und einfach lügt, ist nun einmal kein guter Mieter, weshalb der Vermieter in diesem Falle von seinem Hausrecht Gebrauch machen durfte, damit er anderen Mietern auch weiterhin guten Gewissens ein guter Vermieter sein kann.

    Außerdem wurde mir einmal beigebracht, wer nichts zu verbergen hat, brauche auch nicht zu lügen.

  2. Cleverness bescheinigen muss, erstaunt die Unterstellung, bei dem verhinderten Treffen im Odenwald habe man strafrechtliche Sachverhalten verhindert. Hatte man nicht gerade festgestellt, diese Gruppe sei nicht so blöd, sich ständig öffentlich reinzureiten? Da werden die dann eine überregionale Führungskräftetagung machen, um sich selbst eine reinzuwürgen?

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    Das Treffen war ja keine öffentliche Veranstaltung oder dachten Sie da darf jeder mal rein und zugucken?

    denn der Autor verstrickt sich durchgängig in den Widerspruch, dass sie angeblich gewaltätig sind und Straftaten begehen, Ihnen dies sich aber nicht durch Statistik bestätigen lässt. Da er auch auslässt, um welche Starftaten es sich bei den erfassten handelt, den bereits Falschparken ist eine Straftat.

    Das sie in die Nähe der NSU gerückt werden, ist auch spannend wenn man dies liest "Wade Michael Page" "a member of the Hammerskins"
    "was shot by police and died of a self-inflicted gunshot wound to the head" http://usnews.nbcnews.com... Da werden doch Erinnerungen wach.

    "They are loosely organized, not hierarchical and tend to group themselves regionally." (Quelle s.o.) da erzählt der Autor aber eine andere Geschichte, leider erfährt man nicht aus welchem Umfeld die Szenekenner auf die sich der Autor beruft kommen.

  3. Bei Nazis ist Schluß mit Toleranz und Freundlichkeit.

    17 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Nicht willkommen"
  4. Das Treffen war ja keine öffentliche Veranstaltung oder dachten Sie da darf jeder mal rein und zugucken?

  5. Also ich war im November für ein WE in Irland - da saßen Freitags im Flieger einige Glatzen, dabei auch ein paar Anzugträger, die mir aus Presse, Funk und Fernsehen irgendwie bekannt vor kamen.

    Montag flogen sie mit der gleichen Maschine wie ich wieder zurück.

    Darauf angesprochen was sie da gemacht hätten, meinten sie "Partyx gefeiert... da können wir wenigstens unsere Symbole ungestört tragen..."

    Aber unser Verfassungsschutz passt ja bestimmt gut auf die auf.

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    Und wir sollen das für einen Zufall halten, daß Sie in beiden Fällen gemeinsam geflogen sind?

  6. Und wir sollen das für einen Zufall halten, daß Sie in beiden Fällen gemeinsam geflogen sind?

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    Antwort auf "Treffen in Irland"
  7. Also der Artikel ist erschreckend. Nicht nur wegen der NAZIS.
    Sondern das Skinheads immer mit Nazis gleich gesetzt werden. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Skinheads setzen sich zum Beipsiel gegen die Homophobie ein (z.B. GSM - Gay Movement Skinheads) andere sind gegen Rassismus und zwar großflächig!
    Dann gibt es Oi! Skins absolut unpolitisch bis antipolitisch. Nur um mal ein parr große Beispiele zu nennen.
    Sicher gibt es auch rassistische Skinheads, was nciht schön ist.
    Aber alle Skins in einen Topf zu werfen ist traurig. Ich hoffe es ist einfach aus Unwissenheit passiert (was bei so einem Artikel eigentlich nciht sein kann - bei so einem wichtgen Thema).
    Für einen groben Überblick reicht da auch mal Wikipedia und dann vielleicht mal bei Youtube mal SKA eingeben.

    Lg

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    Da kann ich dir nur beipflichten.
    Es ist verdammt schwer Skin zu sein.Wenn in den Medien permanent über "Skinheads" geschimpft wird die wieder "Ausländer raus"-Parolen grölen wird mir wieder mal das Leben zu Hölle gemacht. Nach der NSU-Sache bekam ich auch Morddrohungen.

    Eine Bitte an die Zeit-Redaktion. Ändert es oder achtet wenigstens drauf das in anderen Artikeln wo es um Rechtsradikalismus geht keine Falschen angaben gemacht werde.

    MfG der nette Skinhead aus der Nachbarschaft

    • H.v.T.
    • 01. Februar 2013 19:46 Uhr

    Wer sind Sie denn, dass Sie hier jeden Kommentar angehen ?

    3 Leserempfehlungen
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    Tue ich doch gar nicht!

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  • Schlagworte Alkoholkonsum | Bundeskriminalamt | NSU | Skinhead | USA | Odenwald
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