25.000 Scheinkonten : Millionenschwerer Kreditkartenbetrug in den USA aufgeflogen

Mindestens 200 Millionen Dollar haben Kreditkartenbetrüger mit Scheinkonten und falschen Identitäten in den USA erbeutet. 18 Verdächtige wurden angeklagt.

Die US-Polizei hat einen großen Fall von Kreditkartenbetrug aufgedeckt. 13 Verdächtige sollen sich mit ausgeklügelten Methoden mindestens 200 Millionen Dollar (147 Millionen Euro) ergaunert haben, teilte das US-Justizministerium in Washington mit.

Die Betrüger hätten Tausende falsche Identitäten erfunden und damit rund 25.000 Kreditkartenkonten eröffnet. Mit einem Geflecht aus Scheinfirmen, Bankkonten in aller Welt und Komplizen in mittelständischen Geschäften hätten sie über Jahre immense Schulden aufgebaut, ohne die Absicht, sie jemals zurückzuzahlen.

Die Staatsanwaltschaft spricht von einem "extravaganten Lebensstil" der Verdächtigen. Mit dem Geld hätten sie sich Luxusautos, teure Kleidung und Unterhaltungselektronik gekauft. Zudem legten sie das Geld in Gold an und verschoben es ins Ausland.

Bei einem Verdächtigen seien 70.000 Dollar im Ofen gefunden worden. Viele der Täter seien in den vergangenen fünf Jahren keiner geregelten Arbeit nachgegangen. Die Ermittlungen der Polizei hätten bis zu den Verhaftungen am Dienstag eineinhalb Jahre gedauert. Insgesamt gebe es 18 Angeklagte.
 

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8 Kommentare Kommentieren

Banken schaffen kein "Geld aus Luft"

Banken schaffen kein "Geld aus Luft". Zwar kann es in der Tat sein, dass ein und derselbe Euro bei der Bank mehrfach vorbei kommt und folglich auch mehrfach in den Büchern steht. Aber er steht dabei sowohl auf der Soll- wie auf der Habenseite; die Bank hat also ebensoviele Schulden wie Guthaben.

Beispiel: Kunde K kauft ein Auto für 30.000 Euro auf Pump. Also stehen bei K dann -30.000 Euro auf dem Konto, beim Autohersteller A hingegen +30.000 Euro. Zählt man Schulden und Guthaben zusammen, könnte man dann der Meinung sein, die Bank hätte 60.000 Euro "aus dem Nichts erschaffen". In Wirklichkeit muss man aber mit Vorzeichen addieren: -30.000 Euro + 30.000 Euro = 0 Euro. Die Bank schuldet dem Autohersteller ebenso viel, wie ihr der Käufer schuldet.

Klar ist der Trick der Bank, vom Schuldner mehr Zinsen zu verlangen als sie an diejenigen mit Guthaben zahlt. Doch eine solche Spreizung findet sich bei jedem Geschäft: Der Autohersteller verkauft das Auto ja auch teurer als die Summe der Einzelteile und die Arbeit ihn kosten.

Jag

Sie haben die Zinsen vergessen (natürlich bewusst)

...und die sind bekannterweise nicht zu knapp bemessen: bei 5% Zins zahlt man nach nur 15 Jahren Laufzeit schon den doppelten Betrag zurück.

Für welche Leistung? - Einmalige Gewährung eines Kredites
Bei welchem Risiko? - überhaupt keinem für die Bank

Wenn das mal kein "Geld aus Luft" ist!

Wie sonst kommen durchschnittlich 40% Preissteigerung dank dem versteckten "Zins im Preis" zustande?

Natürlich schöpfen die Banken Geld "aus dem Nichts"

"Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird." Prof. Dr. Franz Hörmann

Statistik der Europäischen Zentralbank:
Geldmenge M1 (alles umlaufende Bargeld, sowie sämtliche Giroguthaben) vor zehn Jahren im Euroraum noch etwa 2.500 Milliarden Euro -- heute gut 5.000 Milliarden.

=> Die Differenz wurde im Wesentlichen von privaten Banken aus dem Nichts geschöpft!!