Sexismus-Debatte Wir Sandwich-Männer
Viele Männer tun sich mit der Sexismus-Debatte schwer – weil sie sich ihrer eigenen Rolle unsicher sind.
© dpa/ngo Wagner

Wo die Welt der Männer noch in Ordnung ist: in der Kneipe
Die Sexismus-Debatte ruft vielfältige Reaktionen auch bei Männern hervor. Alte und junge Chauvinisten verstehen nicht oder wollen nicht verstehen, worüber sich Frauen da eigentlich aufregen. Junge Männer, Vertreter eines neuen Typus des nicht mehr so starken Geschlechts, verstehen wiederum die Debatte oft gar nicht, weil sie es als selbstverständlich erachten, dass sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen und dass Männer Frauen nicht doof anmachen dürfen.
Am schwersten tut sich die große Gruppe der Männer dazwischen, zu der auch ich mich zähle: Groß geworden noch mit den alten Rollenklischees, sozialisiert später auch durch die Frauenemanzipation, stehen wir heute irgendwo zwischen den beiden Polen: zwischen männlichem, testosterongeschwängertem Gehabe und Verständnis für die Interessen und Positionen der Frauen.
Kein Wunder, dass sich solche Männer in der Debatte kaum zu Wort melden. Denn viele von uns sind sich ihrer eigenen Rolle nicht sicher. Gegenüber selbstbewussten, emanzipierten Frauen gebärden wir uns verständnisvoll, sanft und für die Gleichberechtigung aufgeschlossen. Wir beteiligen uns am Haushalt und der Kindererziehung, achten darauf, dass der Kellner auch der Frau Wein zu Probieren einschenkt, fragen, wer diesmal die Rechnung im Restaurant oder den Einkauf bezahlt, und helfen der Frau aus dem Mantel – wenn sie es will.
Damenwahl und Rittertum
Wir erleben allerdings auch nicht selten, dass manche Frauen genau diese Gesten schon als Ausdruck chauvinistischen Gehabes auffassen. Kurzum: Das Leben für uns Sandwich-Männer ist nicht immer leicht, weil die Erwartungen an uns so widersprüchlich sind und sie sich innerhalb einer Generation so stark gewandelt haben.
Als ich 16 war, Anfang der 1970er Jahre, lehrte man uns in der Tanzschule noch, dass der Junge dem Mädchen aus dem und in den Mantel zu helfen habe, dass er "ritterlich" sein müsse, immer voran in ein Lokal gehe, und dass wir die Mädchen zum Tanz aufzufordern hätten. Nur ganz selten gab es Damenwahl. Dann durften die Mädchen ihre Tanzpartner aussuchen, und wehe, einer von uns Jungs wurde dabei nicht erwählt oder bekam nur ein "Mauerblümchen" ab. Der war bei den anderen Jungs unten durch.
Ich ging auf ein reines Jungen-Gymnasium. Die Mädchen waren zwei Straßen entfernt in einem Lyzeum, für uns kaum erreichbar. Vor Klassenpartys schickten wir Delegationen dorthin, um sie einzuladen. Kurz gesagt: Das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen war damals noch äußerst verklemmt. Beide Geschlechter lebten in unterschiedlichen Welten, mit jeweils unterschiedlichen Werten und Normen und anderen Verhaltensregeln.
Zu Hause herrschte das klassische Rollenverhältnis: Der Vater "ernährte" die Familie und spielte den Patriarchen, den er aus seiner eigenen Familie noch kannte, ohne es selber wirklich zu sein. Die Mutter kümmerte sich als Hausfrau um die Kinder und den Haushalt und wagte kaum zu widersprechen, wenn ihr Mann, unser Vater, alles zu bestimmen versuchte.
- Datum 01.02.2013 - 16:33 Uhr
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Als Sandwichfrau - jahrgang 1964 - die ganz selbstverständlich ihren Weg gegangen ist mit Kindern, Karriere und auf Augenhöhe mit allen, die groß genug sind, WILL ich einen starken Mann an meiner Seite, der genauso männlich ist wie ich weiblich bin. Ich brauch kein drittes Kind und keinen, der mir zu Füßen liegt... ich brauche einen gleichwertigen Partner. Und wenn er die Hände voll hat, mache ich ihm dann die Tür auf. Ich kann und will mit dieser künstlich hochgebauschten Debatte nichts zu tun haben. Ich bin gerne Frau und mag Männer, die gerne Mann sind.
"Ich kann und will mit dieser künstlich hochgebauschten Debatte nichts zu tun haben. Ich bin gerne Frau und mag Männer, die gerne Mann sind."
Merken sie, dass sie Menschen beiderlei Geschlechts unterstellen, dass diese nicht richtig (gerne) Frau oder Mann seien, wenn sie darüber diskutieren, ob Sexismus ein gesellschaftliches Problem ist? Haben sie Mal gelesen, wieviele Frauen - und einige Männer - sich auf Twitter mit welchen Belästigungen zu Wort gemeldet haben? Sind die vielen Sportlehrer, Fahrlehrer, Chefs, ehemalige Liebhaber, Kolleg/inn/en etc. einfach so vom Tisch zu wischen?
Genau um diese Selbstverständlichkeit geht es auch mir: Dass Frauen stark sind, genauso wie Männer. Dass keine Seite sich mehr unterbuttern lässt, sondern dass Männer wie Frauen selbstbewusst ihren Weg gehen - gemeinsam oder jeder für sich.
gebe ich Ihnen vollkommen recht.
meine Frau und ich leben ähnlich unkompliziert
und beide sind glücklich.
Mensch sein als Mensch in einer humanen Gesellschaft.
Es gibt noch viel zu tun für alle.
Da Gesellschaft alle betrifft und nur dann eine Gesellschaft überleben kann geht es um das gemeinsame weiterentwickeln menschlicher Werte.
Ich bin der gleiche Jahrgang, wie der Autor und fühle mich nicht als Sandwich-Softie.
Verständnis für sich selbst und andere hat nichts mit Softie zu tun.
In einer Beziehung bin ich gerne Mann. Als Ingenieur löse ich gerne Probleme und entwickle Lösungen.
Ich interessiere mich sehr (!) für die echte persönliche Weiterentwicklung des Individuums jenseits der "normalen" Grenzen.
Es gibt noch viel zu tun, zu erfahren und zu erlernen bis ins hohe Alter. Auch das Altern kann seine Qualität haben, die jedoch von innen heraus gelebt werden muss.
Als Mensch!
Ich denke auch, dass die ganze Debatte um Rollenbilder und Sexismus sich darauf zusammenfassen lässt, dass man andere Menschen stets mit Respekt behandeln und ihre Würde wahren muss.
"Ich kann und will mit dieser künstlich hochgebauschten Debatte nichts zu tun haben. Ich bin gerne Frau und mag Männer, die gerne Mann sind."
Merken sie, dass sie Menschen beiderlei Geschlechts unterstellen, dass diese nicht richtig (gerne) Frau oder Mann seien, wenn sie darüber diskutieren, ob Sexismus ein gesellschaftliches Problem ist? Haben sie Mal gelesen, wieviele Frauen - und einige Männer - sich auf Twitter mit welchen Belästigungen zu Wort gemeldet haben? Sind die vielen Sportlehrer, Fahrlehrer, Chefs, ehemalige Liebhaber, Kolleg/inn/en etc. einfach so vom Tisch zu wischen?
Genau um diese Selbstverständlichkeit geht es auch mir: Dass Frauen stark sind, genauso wie Männer. Dass keine Seite sich mehr unterbuttern lässt, sondern dass Männer wie Frauen selbstbewusst ihren Weg gehen - gemeinsam oder jeder für sich.
gebe ich Ihnen vollkommen recht.
meine Frau und ich leben ähnlich unkompliziert
und beide sind glücklich.
Mensch sein als Mensch in einer humanen Gesellschaft.
Es gibt noch viel zu tun für alle.
Da Gesellschaft alle betrifft und nur dann eine Gesellschaft überleben kann geht es um das gemeinsame weiterentwickeln menschlicher Werte.
Ich bin der gleiche Jahrgang, wie der Autor und fühle mich nicht als Sandwich-Softie.
Verständnis für sich selbst und andere hat nichts mit Softie zu tun.
In einer Beziehung bin ich gerne Mann. Als Ingenieur löse ich gerne Probleme und entwickle Lösungen.
Ich interessiere mich sehr (!) für die echte persönliche Weiterentwicklung des Individuums jenseits der "normalen" Grenzen.
Es gibt noch viel zu tun, zu erfahren und zu erlernen bis ins hohe Alter. Auch das Altern kann seine Qualität haben, die jedoch von innen heraus gelebt werden muss.
Als Mensch!
Ich denke auch, dass die ganze Debatte um Rollenbilder und Sexismus sich darauf zusammenfassen lässt, dass man andere Menschen stets mit Respekt behandeln und ihre Würde wahren muss.
Der Wolfram Siebeck hat dazu die richtige Geschichte:
.
Kommt ein Fuchs in einen Hühnerstall. Es ist eine riesige Halle mit hunderten von Hennen. Als sie den Fuchs erkennen, setzt ein großes Schnattern und Flügelschlagen ein.
Auch Hühner, die ihn gar nicht sehen, fallen in das Geschrei der anderen Hühner ein, Staub wirbelt auf, der Lärm ist ohrenbetäubend. Dem Fuchs wird Angst und Bange.
Nur weg hier, denkt er und will zum Ausgang zurück.
Aber die Hühner stellen sich ihm entgegen und hacken auf ihn ein. „Anmacher!” kreischen sie und “Geiler Sexist!”
Der Fuchs macht sich ganz klein; man könnte ihn jetzt für ein Kaninchen halten. Aber es sind zu viele aufgeregte Hennen, die ihren Zorn rauslassen wie von Sinnen. Ein als
Henne Emma bekanntes altes Huhn, sitzt ihm im Nacken wie der Geier und gackert so laut, dass es alle anderen Hühner hören, “Sexismus! Sexismus! Schneidet ihm den
Schwanz ab!”
Da zog der Fuchs ihn ein, seinen schönen Schwanz, und weil er jetzt tatsächlich aussah wie ein Kaninchen, konnte er entkommen und die andere Füchse warnen:
“Hütet euch vor den Hühnern! Sie gackern und toben, kaum dass sie einen von uns sehen. Haltet euch lieber an die Hähne. Die haben teilweise ganz prächtige Eier.”
" Gute Story - mann (auch frau) braucht bloß eine Seite weiter zu denken:
Was hätte der Fuchs denn wohl gemacht, wenn ihm die Hennen nicht auf den Pelz gerückt wären?
Erst ein paar von den blöden Viecher vernascht, dann laut gegen die Feministinnen gehetzt, die arme Füchse bedrängen...
Blöd, was?
Was wollte der Fuchs im Hühnerstall? Gute-Nacht-Sagen oder ein paar saftige Hühner fressen? Rein empirisch kann mensch davon ausgehen, daß er es auf Frischfleisch abgesehen hatte.
Verständlicherweise beginnen die potentiellen Opfer Lärm zu machen. Sie kreisen ihn ein, sie hacken auf ihn ein. Ist auch völlig logisch, wenn da irgendjemand rumschleicht, der sie umbringen will.
Interessanterweise hat "voelligbaff" das nicht verstanden und meint, daß es sich um eine überzogene Reaktion handele.
Besonders pikant finde ich, daß Frauen als kopflose Hühner dargestellt werden, d.h. daß ihre Reaktion überzogen sei. Nun, wenn es ums Überleben geht und darum geht es, wenn der Fuchs im Hühnerstall ist, sollte das nicht als Dumme-Hühner-Gehabe abgetan werden.
Daß der Beitrag um 21:25 Uhr 25 positive Bewertungen hat, gibt mir doch zu denken.
Eigentlich handelt es sich um einen klassisch-sexistischen Kommentar, der schenkelklopfend bejaht wird.
Es hat sich immer noch nichts geändert.
wie so manche Fabel drastisch überzeichnend, aber... Jedoch: Hieß die Oberglucke nicht Alice?
die eine Analogie aufzeigen will, wo keine angebracht ist. Und bitte lassen Sie doch die nicht sehr subtile Anspielung auf öffentliche Personen.
wer war das nochmal, der gesagt hat: eine kluge Frau hat hunderte von Feinden - alle dummen Männer? Er hatte ja so recht.
Bitte geben Sie Ihre Twitternummer bekannt, sie haben eklatant gegen den Tierschutz verstoßen! Ich werde eine Fuchsgewerkschaft gründen und eine Hühnerpartei. Schon mal warm anziehen!
Keine Ahnung, was der Chefkoch geraucht hat, als er das geschrieben hat aber ich denke die Schlussfolgerung aus der Geschichte kann nur sein:
Lasst die paar hysterischen unter den Hühnern gackern und toben, denen kann man es eh nicht recht machen.
" Gute Story - mann (auch frau) braucht bloß eine Seite weiter zu denken:
Was hätte der Fuchs denn wohl gemacht, wenn ihm die Hennen nicht auf den Pelz gerückt wären?
Erst ein paar von den blöden Viecher vernascht, dann laut gegen die Feministinnen gehetzt, die arme Füchse bedrängen...
Blöd, was?
Was wollte der Fuchs im Hühnerstall? Gute-Nacht-Sagen oder ein paar saftige Hühner fressen? Rein empirisch kann mensch davon ausgehen, daß er es auf Frischfleisch abgesehen hatte.
Verständlicherweise beginnen die potentiellen Opfer Lärm zu machen. Sie kreisen ihn ein, sie hacken auf ihn ein. Ist auch völlig logisch, wenn da irgendjemand rumschleicht, der sie umbringen will.
Interessanterweise hat "voelligbaff" das nicht verstanden und meint, daß es sich um eine überzogene Reaktion handele.
Besonders pikant finde ich, daß Frauen als kopflose Hühner dargestellt werden, d.h. daß ihre Reaktion überzogen sei. Nun, wenn es ums Überleben geht und darum geht es, wenn der Fuchs im Hühnerstall ist, sollte das nicht als Dumme-Hühner-Gehabe abgetan werden.
Daß der Beitrag um 21:25 Uhr 25 positive Bewertungen hat, gibt mir doch zu denken.
Eigentlich handelt es sich um einen klassisch-sexistischen Kommentar, der schenkelklopfend bejaht wird.
Es hat sich immer noch nichts geändert.
wie so manche Fabel drastisch überzeichnend, aber... Jedoch: Hieß die Oberglucke nicht Alice?
die eine Analogie aufzeigen will, wo keine angebracht ist. Und bitte lassen Sie doch die nicht sehr subtile Anspielung auf öffentliche Personen.
wer war das nochmal, der gesagt hat: eine kluge Frau hat hunderte von Feinden - alle dummen Männer? Er hatte ja so recht.
Bitte geben Sie Ihre Twitternummer bekannt, sie haben eklatant gegen den Tierschutz verstoßen! Ich werde eine Fuchsgewerkschaft gründen und eine Hühnerpartei. Schon mal warm anziehen!
Keine Ahnung, was der Chefkoch geraucht hat, als er das geschrieben hat aber ich denke die Schlussfolgerung aus der Geschichte kann nur sein:
Lasst die paar hysterischen unter den Hühnern gackern und toben, denen kann man es eh nicht recht machen.
Als "junger" Mann, Jahrgang 85, kann ich diesen Beitrag in der Form gar nicht unterschreiben. Allein die Prämisse unsere Gesellschaft wär immer noch männlich dominiert widerspricht allen Erfahrungen, die ich in den vergangenen 28 Jahren machen durfte. Beispiel:
1. In der Schule wurden wir Jungs konsequent schlechter benotet. Begründung: Die Mädels hätten es später schon schwer genug. Unsere Interessen wurden nicht berücksichtigt. Entscheidungen wurden häufig pseudo-demokratisch im Klassenverband getroffen. Da entschieden sich dann 20 Mädchen dafür den Wandertag zu einem Pferdeturnier zu legen und wir 10 Jungs guckten dumm aus der Wäsche. Schon scheiße, wenn kleinen Jungs solche Steine in den Weg gelegt werden, dass in Gymnasien Jungs die Minderheit stellen und ihre Interessen vernachlässigt werden.
Mehrere weibliche Lehrer wurden nicht müde uns zu erzählen wie böse wir Männer seien und das die Gesellschaft ohne uns eine bessere wäre...
2. Studium: Frauen-Workshops. Frauen-Seilschaften. Frauen-Abende. Und Frauen-Praktika. Frauen bevorzugt als studentische Hilfskräfte und später als Wissenschaftliche Mitarbeiter. Überall Gender...
Die deutsche Universität, so wie ich sie erlebte, ist in eine Genitalbeschau degeneriert. Leistung ist zweitrangig. Penis ist nachteilig. Kein Wunder das Frauen schneller und besser studieren. Es wird ihnen auch hier wieder alles hinterhergeschmissen.
Wo war die Dominanz? Berufsleben? Die obige Aufzählung ließe sich fortführen ...
Beste Grüße
... hilft auch kein Selbstmitleid.
Besteht die Möglichkeit, dass irgendeine Frau schlauer sein könnte als ein Mann? Oder widerspräche das ihrem Weltbild?
können Frauen sicher mehrheitlich für sich auch berichten, mehr jedenfalls als Männer.
ad 1)Jetztzeit: In der Grundschulklasse meiner älteren Tochter wurden etliche Jungen zum Matheforderunterricht, aber kein Mädchen, obwohl viele Mädchen gleich gute Noten hatten. Begründung: "Wir wissen ja, wie schwer Mädchen das doch fällt, es macht ihnen einfach nicht richtigen Spaß." Es hat einige Kraft gekostet, daß meine Tochter die gleichen Chancen bekam wie ihre männlichen Klassenkameraden.
Sämtliche Klassen fahren übrigens zum Klassenausflug in ein Wikingerdorf, wo es Preise für's Bogenschießen gibt, wer kriegt die wohl?
Zum Thema Gewalt in der Schule: O-Ton: "Jungen sind eben so." "Er ist eben hochbegabt und total unterfordert, deswegen so aggressiv."
Der einzige Lehrer, der das alles als Unsinn entlarvte: Ein Sandwichmann (Gruß an Herrn Greven)
Ich bin es langsam Leid, regelmäßig im 21. Jahrhundert gegen Mädchenfeindlichkeit in der Schule angehen zu müssen.
ad 2) Studium vor etlichen :-) Jahren:
Wir Erstsemester wurden in der Einführungsvorlesung vom Professor begrüßt mit den Worten: Ich begrüße die Herren zur Lehre und Forschung und die Damen zur Verschönerung der Fakultät. Tja, wie feixten die männlichen Kommilitonen da, war ja klar, wer Doktorandenstellen bekommt und an Netzwerken teilhaben wird (Burschenschaften!)
An Ihrem Kommentar ist nur eines gültig: Leistung ist zweitrangig. Und: Die obige Aufzählung ließe sich fortführen. Nur nicht so, wie Sie's gern hätten.
k.
An Phronesis:
Gundahar hat doch gar nicht geschrieben, dass Mädchen nicht schlauer sein können als er.
Er hat einfach seine Schul- und Studienzeit aus einer Jungenperspektive kritisch beschrieben; zwar nicht ganz so krass wie er (vielleicht weil ich ein paar Jahre älter bin), aber ähnlich kann ich seine Sichtweise bestätigen.
Und mich stört an der Diskussion, dass ganz stark "meine" Generation (die 30-Jährigen) und erst recht die noch Jüngeren ausgeblendet werden. Logischerweise kommt die Generation erst in 10 bis 15 Jahren in obere Positionen, aber dann wird deutlich werden, wie emanzipiert die Frauen in unserer Generation tatsächlich schon sind und wie das Pendel jetzt allmählich anfängt in die Gegenrichtung auszuschlagen.
Sie werden vermutlich noch erleben, wie sehr männlich zumindest die Wirtschaftswelt noch geprägt ist. Scheuen sie sich nur die Geschlechterverteilung in den Entscheidungspositionen an (über Ursachen kann man streuten, will ich hier aber nicht).
Interessanter, das andere, was Sie schreiben:
> "In der Schule wurden wir Jungs konsequent schlechter
> benotet [...] Mehrere weibliche Lehrer wurden nicht müde
> uns zu erzählen wie böse wir Männer seien und das die
> Gesellschaft ohne uns eine bessere wäre
Das sind ganz schlicht äußerst miserable Pädagogen. Punkt. Dagegen sollten Jungs wie Mädchen / Männder wie Frauen Amok laufen - denn ein solches Verhalten schürt erst den Gender-Kram. Aber:
> Da entschieden sich dann 20 Mädchen dafür den Wandertag
> zu einem Pferdeturnier zu legen
Auch das schürt den Gender-Kram. Mir wäre das jetzt ganz recht gekommen. Ich reite - und ich bin ein Mann. Oh, Klischee durchbrochen. Ätzend. Im übrigen ist der Profi-Pferdesport männerdominiert.
> Studium: Frauen-Workshops. Frauen-Seilschaften. Frauen-
> Abende. Und Frauen-Praktika
Habe während meines Studiums bei der Gleichstellungsbeauftragten gefragt, ob es neben dem Frauen- und Lesbenraum denn auch einen Männer- und Schwulenraum gäbe. Da war das Gekeife aber groß. Es hat nicht viel gefehlt und ich körperlich angegriffen worden. Das ist dann, was eine Emanze als machohafte Ignoranz abtut. Na vielen Dank, Gleichberechtigung.
... hilft auch kein Selbstmitleid.
Besteht die Möglichkeit, dass irgendeine Frau schlauer sein könnte als ein Mann? Oder widerspräche das ihrem Weltbild?
können Frauen sicher mehrheitlich für sich auch berichten, mehr jedenfalls als Männer.
ad 1)Jetztzeit: In der Grundschulklasse meiner älteren Tochter wurden etliche Jungen zum Matheforderunterricht, aber kein Mädchen, obwohl viele Mädchen gleich gute Noten hatten. Begründung: "Wir wissen ja, wie schwer Mädchen das doch fällt, es macht ihnen einfach nicht richtigen Spaß." Es hat einige Kraft gekostet, daß meine Tochter die gleichen Chancen bekam wie ihre männlichen Klassenkameraden.
Sämtliche Klassen fahren übrigens zum Klassenausflug in ein Wikingerdorf, wo es Preise für's Bogenschießen gibt, wer kriegt die wohl?
Zum Thema Gewalt in der Schule: O-Ton: "Jungen sind eben so." "Er ist eben hochbegabt und total unterfordert, deswegen so aggressiv."
Der einzige Lehrer, der das alles als Unsinn entlarvte: Ein Sandwichmann (Gruß an Herrn Greven)
Ich bin es langsam Leid, regelmäßig im 21. Jahrhundert gegen Mädchenfeindlichkeit in der Schule angehen zu müssen.
ad 2) Studium vor etlichen :-) Jahren:
Wir Erstsemester wurden in der Einführungsvorlesung vom Professor begrüßt mit den Worten: Ich begrüße die Herren zur Lehre und Forschung und die Damen zur Verschönerung der Fakultät. Tja, wie feixten die männlichen Kommilitonen da, war ja klar, wer Doktorandenstellen bekommt und an Netzwerken teilhaben wird (Burschenschaften!)
An Ihrem Kommentar ist nur eines gültig: Leistung ist zweitrangig. Und: Die obige Aufzählung ließe sich fortführen. Nur nicht so, wie Sie's gern hätten.
k.
An Phronesis:
Gundahar hat doch gar nicht geschrieben, dass Mädchen nicht schlauer sein können als er.
Er hat einfach seine Schul- und Studienzeit aus einer Jungenperspektive kritisch beschrieben; zwar nicht ganz so krass wie er (vielleicht weil ich ein paar Jahre älter bin), aber ähnlich kann ich seine Sichtweise bestätigen.
Und mich stört an der Diskussion, dass ganz stark "meine" Generation (die 30-Jährigen) und erst recht die noch Jüngeren ausgeblendet werden. Logischerweise kommt die Generation erst in 10 bis 15 Jahren in obere Positionen, aber dann wird deutlich werden, wie emanzipiert die Frauen in unserer Generation tatsächlich schon sind und wie das Pendel jetzt allmählich anfängt in die Gegenrichtung auszuschlagen.
Sie werden vermutlich noch erleben, wie sehr männlich zumindest die Wirtschaftswelt noch geprägt ist. Scheuen sie sich nur die Geschlechterverteilung in den Entscheidungspositionen an (über Ursachen kann man streuten, will ich hier aber nicht).
Interessanter, das andere, was Sie schreiben:
> "In der Schule wurden wir Jungs konsequent schlechter
> benotet [...] Mehrere weibliche Lehrer wurden nicht müde
> uns zu erzählen wie böse wir Männer seien und das die
> Gesellschaft ohne uns eine bessere wäre
Das sind ganz schlicht äußerst miserable Pädagogen. Punkt. Dagegen sollten Jungs wie Mädchen / Männder wie Frauen Amok laufen - denn ein solches Verhalten schürt erst den Gender-Kram. Aber:
> Da entschieden sich dann 20 Mädchen dafür den Wandertag
> zu einem Pferdeturnier zu legen
Auch das schürt den Gender-Kram. Mir wäre das jetzt ganz recht gekommen. Ich reite - und ich bin ein Mann. Oh, Klischee durchbrochen. Ätzend. Im übrigen ist der Profi-Pferdesport männerdominiert.
> Studium: Frauen-Workshops. Frauen-Seilschaften. Frauen-
> Abende. Und Frauen-Praktika
Habe während meines Studiums bei der Gleichstellungsbeauftragten gefragt, ob es neben dem Frauen- und Lesbenraum denn auch einen Männer- und Schwulenraum gäbe. Da war das Gekeife aber groß. Es hat nicht viel gefehlt und ich körperlich angegriffen worden. Das ist dann, was eine Emanze als machohafte Ignoranz abtut. Na vielen Dank, Gleichberechtigung.
Heult doch.
"Denn im Tiefsten unseres Wesen möchten wir, trotz allem, wenigstens gelegentlich "richtige Männer" sein und keine "Softis" – wenn uns die Frauen denn ließen und uns deshalb nicht gleich die Zuneigung entzögen..."
Wisst ihr lieben "Sandwichmänner", was fast alle Frauen im Tiefsten ihres Wesens sein möchten? Ganz normale Menschen. Und als solche wahrgenommen und behandelt werden. Wie alle anderen Menschen auch.
"Denn im Tiefsten unseres Wesen möchten wir, trotz allem, wenigstens gelegentlich "richtige Männer" sein und keine "Softis" – wenn uns die Frauen denn ließen und uns deshalb nicht gleich die Zuneigung entzögen..."
...und wenn sie das wirklich wollen würden.
Man munkelt – also ich hab davon gehört – dass es tatsächlich Frauen gibt, die auf sowas wie "Machos" stehen. Ist vermutlich nur ein Gerücht. Heutzutage sind wir ja alle emanzipiert und so...
Wie auch dieser Artikel schafft es die Debatte nicht zwischen Sexismus und Partnerwahl bzw. Macho-Flirtgebahren zu unterscheiden. Sexismus ist es dann wenn der Chef seiner Angestellten intim ins Ohr flüstert oder sie oft berührt und eben diese sich aus Angst um ihren Job nicht wehren kann.
Genauso ist es Sexismus wenn Frauen grundsätzlich bei Beförderungen übergangen oder überhaupt nich eingestellt, oder sie einfach von Männern in bestimmte Rollenbilder gedrängt werden. Moderne Frauen wollen Chancengleichheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit. Das ist wie oft behaupt auch kein krasser Widerspruch zu den Wünschen nach einem selbstbewußten, unabhängigen und verlässlichen Partner. Sie suchen Sicherheit im potentiellen Partner. Es mag sein das viele darin den Playboy sehen oder nicht sleten materiellen Besitz, die meisten wollen aber eher den Mac Guyver Typ. Den Überlebenskünstler, der mit Rückschlägen zurecht kommt, sich von sowas wie Emmanzipation nicht verängstigen lässt und schon gar nicht Bestätigung bei Frauen oder anderen Männern sucht.
Könnte man(n) bitte zwischen Sexismus und Kriterien der Partnerwahl differenzieren?
Wie wäre es, wenn Sie als Mann Mal nicht darauf hören würden, was über "die" Frauen so "gemunkelt" wird, sondern davon ausgehen, dass nicht alle Frauen eins sind und deshalb diejenige, die Sie interessiert, einfach fragen, was sie denn möchte?
echte kerle macht es aber nunmal aus, dass ihre oberste lebenmaxime nicht die unterwürfige und ständige gier nach zuneigung ist-da liegt schon der erste denkfehler :)
Wie auch dieser Artikel schafft es die Debatte nicht zwischen Sexismus und Partnerwahl bzw. Macho-Flirtgebahren zu unterscheiden. Sexismus ist es dann wenn der Chef seiner Angestellten intim ins Ohr flüstert oder sie oft berührt und eben diese sich aus Angst um ihren Job nicht wehren kann.
Genauso ist es Sexismus wenn Frauen grundsätzlich bei Beförderungen übergangen oder überhaupt nich eingestellt, oder sie einfach von Männern in bestimmte Rollenbilder gedrängt werden. Moderne Frauen wollen Chancengleichheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit. Das ist wie oft behaupt auch kein krasser Widerspruch zu den Wünschen nach einem selbstbewußten, unabhängigen und verlässlichen Partner. Sie suchen Sicherheit im potentiellen Partner. Es mag sein das viele darin den Playboy sehen oder nicht sleten materiellen Besitz, die meisten wollen aber eher den Mac Guyver Typ. Den Überlebenskünstler, der mit Rückschlägen zurecht kommt, sich von sowas wie Emmanzipation nicht verängstigen lässt und schon gar nicht Bestätigung bei Frauen oder anderen Männern sucht.
Könnte man(n) bitte zwischen Sexismus und Kriterien der Partnerwahl differenzieren?
Wie wäre es, wenn Sie als Mann Mal nicht darauf hören würden, was über "die" Frauen so "gemunkelt" wird, sondern davon ausgehen, dass nicht alle Frauen eins sind und deshalb diejenige, die Sie interessiert, einfach fragen, was sie denn möchte?
echte kerle macht es aber nunmal aus, dass ihre oberste lebenmaxime nicht die unterwürfige und ständige gier nach zuneigung ist-da liegt schon der erste denkfehler :)
Wie auch dieser Artikel schafft es die Debatte nicht zwischen Sexismus und Partnerwahl bzw. Macho-Flirtgebahren zu unterscheiden. Sexismus ist es dann wenn der Chef seiner Angestellten intim ins Ohr flüstert oder sie oft berührt und eben diese sich aus Angst um ihren Job nicht wehren kann.
Genauso ist es Sexismus wenn Frauen grundsätzlich bei Beförderungen übergangen oder überhaupt nich eingestellt, oder sie einfach von Männern in bestimmte Rollenbilder gedrängt werden. Moderne Frauen wollen Chancengleichheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit. Das ist wie oft behaupt auch kein krasser Widerspruch zu den Wünschen nach einem selbstbewußten, unabhängigen und verlässlichen Partner. Sie suchen Sicherheit im potentiellen Partner. Es mag sein das viele darin den Playboy sehen oder nicht sleten materiellen Besitz, die meisten wollen aber eher den Mac Guyver Typ. Den Überlebenskünstler, der mit Rückschlägen zurecht kommt, sich von sowas wie Emmanzipation nicht verängstigen lässt und schon gar nicht Bestätigung bei Frauen oder anderen Männern sucht.
Könnte man(n) bitte zwischen Sexismus und Kriterien der Partnerwahl differenzieren?
hat mit Sexismus überhaupt nichts zu tun.
So etwas fällt schon unter Sexuelle Nötigung.
Übrigens unterliegen sehr viele dem gleichen Irrtum wie sie. Vielleicht mit ein Grund warum so heftig diskutiert wird.
Wie sollte man denn auch einen Konsens finden, wenn ganz unterschiedlichen Dinge vorausgesetzt werden.
Ach ja, diese Beschreibung finde ich ganz gut.
http://de.wikipedia.org/w...
hat mit Sexismus überhaupt nichts zu tun.
So etwas fällt schon unter Sexuelle Nötigung.
Übrigens unterliegen sehr viele dem gleichen Irrtum wie sie. Vielleicht mit ein Grund warum so heftig diskutiert wird.
Wie sollte man denn auch einen Konsens finden, wenn ganz unterschiedlichen Dinge vorausgesetzt werden.
Ach ja, diese Beschreibung finde ich ganz gut.
http://de.wikipedia.org/w...
Im Gegensatz zum Autor bin ich teil der "Softi-Generation", (Baujahr 85) und lebe in einer ganz anderen Realität. Zum X-ten mal kommen wieder die alten Floskeln, alle regen sich auf, nur bringen tut's herzlich wenig.
Ja, die Zeiten ändern sich, Frauen dürfen schiessen, Männer dürfen weinen, live with it, pretty please!!!
Die Weltkriegschauvies sind schon fast alle ausgestorben, die "Transit-Chauvies" folgen hoffentlich bald (incl. der weiblichen Chauvies, Stichpunkt Kampfemanzipation) und dann haben wir endlich Ruh von eurem sinnlosen Rumgequatsche.
Ich stehe zu meinen feuchten Augen bei schönen Filmen, ich klopp mich aber auch mal ordentlich wenn's auf der Wiesn zu bunt wird - Ähnliches gilt für heutige junge Frauen auch.Tut mir "ehrlich" Leid, dass ihr mit dem Verschwinden klarer Geschlechtsunterschiede Probleme habt. Klar ist Sexismus noch ein Thema, das aber vorallem wegen euch "oldies", regelt sich mit eurem Ableben von selbst. Bis dahin-bitte klärt das unter euch, nicht in aller Öffentlichkeit und nicht zum hunderttausendsten Mal! Danke
Ach liebe Männer... nehmt das alles doch einfach ein kleines bisschen lockerer. *lächel*. Schon der gute alte Papa Freud hat gerätselt :"Was will das Weib?" und er kam und kam nicht drauf, weil ihm nämlich immer seine eigenen Projektionen im Wege waren. Ich kann hier natürlich nicht sagen, was "die Frauen" wollen. Was ICH von einem Mann erwarte: er sollte wissen, dass für eine RICHTIGE Frau weder die Größe des Autos, noch die Dicke der Brieftasche, noch das Format des Kleinen Kollegen von Belang ist - sondern Charme, Intelligenz, Sinn für Humor und Selbstironie (was AUCH einschließt, sich selber nicht allzu wichtig zu nehmen) , Sinnlichkeit, Herzenswärme und Takt (was zum Beispiel auch bedeutet, an der "hässlichen" Frau die schönen Hände wahrzunehmen)Mut zur Muße, Sinn für die schönen Dinge im Leben,Streichelhände und eine tüchtige Potion Neugier auf den Menschen weiblichen Geschlechts, Spieltrieb und das Bewusstsein, dass Erotik und Sexualität eine der schönsten Möglichkeiten ist, das Leben in all seiner Fülle und Schönheit wahrzunehmen. Und für den Flügelschlag eines Augenblicks zu vergessen,daß wir sterblich sind...aber jetzt werde ich philosophisch.
Ich hoffe, ich habe mich trotzdem einigermaßen verständlich ausgedrückt. Soweit von meiner Seite, meine Herren. Noch Fragen...? *lächel* DANN fragen Sie...ich werde um keine Antwort verlegen sein....
Fast wäre ich ja geneigt gewesen, auf diesen Satz von Ihnen hin:
Was ICH von einem Mann erwarte: er sollte wissen, dass für eine RICHTIGE Frau...
zu fragen, wo diese denn zu finden sind. Aber höflicherweise frage ich natürlich nicht.
Sind wir nicht alle auf der Suche nach Shangri-La? Wer ihn denn gefunden hat, diesen paradiesischen Ort, wird sich sicherlich hüten dessen Lage preiszugeben ;-)
Fast wäre ich ja geneigt gewesen, auf diesen Satz von Ihnen hin:
Was ICH von einem Mann erwarte: er sollte wissen, dass für eine RICHTIGE Frau...
zu fragen, wo diese denn zu finden sind. Aber höflicherweise frage ich natürlich nicht.
Sind wir nicht alle auf der Suche nach Shangri-La? Wer ihn denn gefunden hat, diesen paradiesischen Ort, wird sich sicherlich hüten dessen Lage preiszugeben ;-)
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