Geschlossene Psychiatrie : Verteidiger beantragt Neuverhandlung des Falls Mollath

Gustl Mollath sitzt in der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben soll. Nun sollen die Richter erneut entscheiden.

Seit Jahren ist der 56-jährige Gustl Mollath zwangseingewiesen in der Psychiatrie.  Sein Anwalt beantragte nun beim Landgericht Regensburg die Wiederaufnahme des Gerichtsverfahrens.

Ein Richter beim zuständigen Landgericht Nürnberg-Fürth habe sich Rechtsbeugung zuschulden kommen lassen, sagte der Hamburger Verteidiger Gerhard Strate. Unter anderem seien bei dem Verfahren 2006 "Sachverhalte verfälscht" worden.

Der Fall Mollath hatte auch außerhalb Bayerns Aufsehen erregt. Verurteilt und eingewiesen wurde Mollath, weil er seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben soll. Mehrere Gutachter bescheinigten ihm Gefährlichkeit.

Unklar ist bisher, welchen Einfluss Verdächtigungen auf das Verfahren hatten, die Mollath äußerte: 2003 hatte er seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank sowie 24 Kunden beschuldigt, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft leitete damals keine Ermittlungen ein. Doch eine vor Kurzem bekannt gewordene Untersuchung der Bank bestätigte manche Vorwürfe.

Seit Dezember ermittelt die Staatsanwaltschaft wieder – auf Anweisung der bayerischen Justizministerin Beate Merk

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