Umfrage Auch viele Männer fühlen sich als Sexismus-Opfer

In der Sexismus-Debatte berichten Frauen von Anzüglichkeiten am Arbeitsplatz. Einer Umfrage zufolge werden auch Männer belästigt – sie finden das aber weniger schlimm.

Fast jeder dritte Mann hat im Berufsleben Sexismus erlebt. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 28 Prozent der männlichen Befragten an, sie seien "einmal" oder "gelegentlich" mit Anzüglichkeiten konfrontiert gewesen. Bei drei Prozent war das "schon oft" der Fall. Bei den befragten Frauen waren die Zahlen mit 48 beziehungsweise sieben Prozent allerdings deutlich höher.

Auch werden die Vorfälle von Männern und Frauen unterschiedlich bewertet: Knapp die Hälfte der Männer fand die Annäherung nicht so schlimm, denn 49 Prozent der Betroffenen stimmten der Aussage "Die Anzüglichkeit hat mir nicht viel ausgemacht" zu. Frauen reagierten anders: Nur 14 Prozent von ihnen sagten, die jeweilige Bemerkung oder Berührung sei nicht so schlimm gewesen. 21 Prozent der betroffenen Frauen sagten, sie hätten die Anzüglichkeit sofort thematisiert und ihren Ärger deutlich gemacht. 18 Prozent zahlten es ihrem Gegenüber mit gleicher Münze heim, 29 Prozent reagierten auf andere Weise. Immerhin 13 Prozent fanden die Situation schrecklich, wagten aber nichts zu sagen.

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Das Thema Sexismus wird seit Ende Januar heftig in den Medien debattiert. Auslöser war ein Artikel im Stern: Darin berichtete eine Journalistin, dass der FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ihr mit anzüglichen Bemerkungen zu nahe gekommen sei. Zahlreiche Frauen meldeten sich daraufhin mit Erfahrungen über Sexismus und Belästigungen am Arbeitsplatz zu Wort. Für die aktuelle Umfrage hatte YouGov mehr als 1.000 Bundesbürger befragt.

Was ein Mann oder eine Frau als Sexismus empfindet, kommt der Umfrage zufolge sehr auf die Situation und die Person an. Dabei unterscheiden sich die Antworten von Frauen und Männern nur wenig. Witze mit sexuellem Inhalt hielten 26 Prozent der Befragten für sexistisch, 29 Prozent hingegen nicht. Komplimente für die Kleidung hielten 78 Prozent für unverfänglich. Komplimente für den Körper halten Frauen eher für sexistisch als Männer.

Sieben Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen sehen in Sexismus ein großes Problem in Deutschland. 62 Prozent aller Befragten sagten, sie fänden es wichtig, Grenzüberschreitungen zu thematisieren. Man müsse aber nicht aus jedem misslungenen Herrenwitz eine Sexismus-Debatte machen. 

 
Leser-Kommentare
  1. Scheinen wohl häufiger in Ihrem Umfeld vor zu kommen, als positive Klischees, wenn man Ihre Aufzählung für vollständig erklärt.

    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass die Botschaften, die vom Empfänger als angenehm-schmeichelhaft empfunden werden viel seltener Anlass zum "Aufschrei" geben. Welche Überraschung!

    Es kommt mir langsam so vor, als seien in der Regel eher tiefgreifende Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, also persönliche Glaubenssätze, der eigentliche Kern des Sexismus-Problems.

    Abgesehen davon, gibt es einen Unterschied zwischen einer Wertung und einer Feststellung, wobei man aus Zweiterer ohne weiteres Erstere machen kann, aber nicht umgekehrt.

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "als Sexismus empfinden"
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    "tiefgreifende Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, ..der eigentliche Kern des Sexismus-Problems."
    "...gibt es einen Unterschied zwischen einer Wertung und einer Feststellung, wobei man aus Zweiterer ohne weiteres Erstere machen kann, aber nicht umgekehrt."

    Klar, "Schlappschwanz" ist für Sie nur eine Feststellung, erst Minderwertigkeitsgefühle machen daraus eine Wertung....

    Alles klar...

    Ich habe nicht das Gefühl, daß in meiner Umgebung negative Vorurteile gegenüber positiven Klischees überwiegen, aber das macht für mich negative Vorurteile nicht besser, denn mit letzteren verletzt man andere Menschen, pardon, nach Ihrer Terminologie nur andere Menschen mit "Selbstzweifel[n] und Minderwertigkeitsgefühle[n]". Was für ein Zynismus.

    "tiefgreifende Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, ..der eigentliche Kern des Sexismus-Problems."
    "...gibt es einen Unterschied zwischen einer Wertung und einer Feststellung, wobei man aus Zweiterer ohne weiteres Erstere machen kann, aber nicht umgekehrt."

    Klar, "Schlappschwanz" ist für Sie nur eine Feststellung, erst Minderwertigkeitsgefühle machen daraus eine Wertung....

    Alles klar...

    Ich habe nicht das Gefühl, daß in meiner Umgebung negative Vorurteile gegenüber positiven Klischees überwiegen, aber das macht für mich negative Vorurteile nicht besser, denn mit letzteren verletzt man andere Menschen, pardon, nach Ihrer Terminologie nur andere Menschen mit "Selbstzweifel[n] und Minderwertigkeitsgefühle[n]". Was für ein Zynismus.

  2. Dieser Journalist hätte wahrscheinliche eine Klage am Hals, weil er Brüderle eine geschossen oder zwei, drei Sachen gesagt hätte, die nicht druckreif sind.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Immer schlimm!"
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    Vergleich - denn Sie müssen zugeben, daß ein männlicher Journalist dieses Verhalten von Herrn Brüderle mit Ohrfeigen beantwortet hätte. Frau Himmelreich dagegen hat sich verbal gewehrt.
    Sie hätte auch vermutlich dieses Verhalten überhaupt nicht thematisiert, wenn ihr im Laufe dieses Jahres (sie war ja damit beauftragt, ein Porträt über die FDP zu schreiben und mußte dementsprechend Kontakt halten) nicht aufgefallen wäre, daß Sprüche dieser Art bei Herrn Brüderle öfters vorkommen; das kann man nachlesen. Daraufhin hat sie diese seine Verhaltensweise eben ins Porträt mit aufgenommen. Daraus hat sich diese Diskussion entwickelt.

    Dieses Verhalten war und ist nicht in Ordnung - weder für Männer noch für Frauen - und dieses Verhalten KANN und SOLLTE thematisiert werden - und nicht, wie so oft hier im Forum geschehen, auf ein mißlungenes Kompliment reduziert werden oder entschuldigt werden oder als Petitesse tituliert werden.

    Vergleich - denn Sie müssen zugeben, daß ein männlicher Journalist dieses Verhalten von Herrn Brüderle mit Ohrfeigen beantwortet hätte. Frau Himmelreich dagegen hat sich verbal gewehrt.
    Sie hätte auch vermutlich dieses Verhalten überhaupt nicht thematisiert, wenn ihr im Laufe dieses Jahres (sie war ja damit beauftragt, ein Porträt über die FDP zu schreiben und mußte dementsprechend Kontakt halten) nicht aufgefallen wäre, daß Sprüche dieser Art bei Herrn Brüderle öfters vorkommen; das kann man nachlesen. Daraufhin hat sie diese seine Verhaltensweise eben ins Porträt mit aufgenommen. Daraus hat sich diese Diskussion entwickelt.

    Dieses Verhalten war und ist nicht in Ordnung - weder für Männer noch für Frauen - und dieses Verhalten KANN und SOLLTE thematisiert werden - und nicht, wie so oft hier im Forum geschehen, auf ein mißlungenes Kompliment reduziert werden oder entschuldigt werden oder als Petitesse tituliert werden.

  3. Ist das jetzt der Kampf gegen den Untergang des Abendlandes oder nur Spaltenfüller, um mal über etwas anderes zu schreiben und zu talken als über den unendlichen Abgang der FDP? Während meiner Ausbildung wurden mir von den Damen in der Produktion sehr eindeutige Angebote, im Detail, gemacht, ohne dass deswegen meine Persönlichkeit verletzt worden wäre. Das waren natürlich keine Redakteurinnen oder in der Öffentlichkeit präsenten, richtungsweisenden, wichtigen Repräsentantinnen der Frauenszene, ganz normale Frauen.
    Vor Kurzem habe ich zu einer Freundin (Akademikerin), die ich 3 Jahre nicht gesehen hatte, gesagt: 'Wow,Du siehst aber sexy aus.' Gott sei Dank ein paar Tage bevor der Sturm über die 'unglaubliche' Politikeräusserung losbrach, weiss der Himmel, wo ich sonst sässe. Sie hat sich sehr darüber gefreut. Soll sich jeder anständig benehmen, fertig.

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    Abgesehen davon, dass leidigerweise viele immer noch nicht unterscheiden können oder wollen, in welchem Kontext eine solche Bemerkung fällt und dass es auch auf Beidseitigkeit ankommt.

    Recht eindeutig und schnell dürfte das Pendel bei den meisten Männern ausschlagen, wenn das Kompliment zum eigenen Körper von einem Mann kommt und der plötzlich den eigenen Arsch sexy findet...

    Ist was anderes? Wieso? Ist doch auch nur ein nettes Kompliment...

    ... sondern auch um sexuelle Belästigung jeglicher Art (nach dem Motto "Frauen/Männer können dieses und jenes nicht, ist halt nur Mann/Frau", oder eben Handgreiflichkeiten etc.).

    Und wenn es um Komplimente (sowie um andere Formen der s. Belästigung) geht, hängt die Beurteilung als sexuelle Belästigung auch stark von der Situation ab: Wie groß ist der Altersunterschied? Mit welcher Mimik, Gestik und Betonung wird etwas rübergebracht? In welcher Situation passiert es? Wer sagt es zu wem? Wie gut kennt man die Person?

    Ich habe kein Problem mit Komplimenten und auch nicht mit Aufmerksamkeiten, und ich kann mir schwerlich vorstellen, dass die Freundin, der Sie das Kompliment machten, ein Problem damit hatte.

    Aber wenn der 58-jährige Chef zur neuen Sekretärin sagt "Wow, Sie sehen aber sexy aus", ihr dabei in den Ausschnitt starrt und ihr unangenehm nahe kommt, ist das, denke ich, schon etwas anderes.
    Oder wenn man auf der Straße hinterhergegrölt bekommt "geile Fotze" (ist mir auch schon passiert, damals war ich ca. 14, ...), ist das auch ein "Kompliment", aber gleichzeitig erniedrigend.

    • flyyy
    • 01.02.2013 um 14:57 Uhr

    "Vor Kurzem habe ich zu einer Freundin (Akademikerin), die ich 3 Jahre nicht gesehen hatte, gesagt: 'Wow,Du siehst aber sexy aus."

    Eben, es war Ihre Freundin. Sagen Sie das einmal zu einer Kollegin während eines dienstlichen Gespräches. Oder zur Bankangestellten um die Ecke.

    Abgesehen davon, dass leidigerweise viele immer noch nicht unterscheiden können oder wollen, in welchem Kontext eine solche Bemerkung fällt und dass es auch auf Beidseitigkeit ankommt.

    Recht eindeutig und schnell dürfte das Pendel bei den meisten Männern ausschlagen, wenn das Kompliment zum eigenen Körper von einem Mann kommt und der plötzlich den eigenen Arsch sexy findet...

    Ist was anderes? Wieso? Ist doch auch nur ein nettes Kompliment...

    ... sondern auch um sexuelle Belästigung jeglicher Art (nach dem Motto "Frauen/Männer können dieses und jenes nicht, ist halt nur Mann/Frau", oder eben Handgreiflichkeiten etc.).

    Und wenn es um Komplimente (sowie um andere Formen der s. Belästigung) geht, hängt die Beurteilung als sexuelle Belästigung auch stark von der Situation ab: Wie groß ist der Altersunterschied? Mit welcher Mimik, Gestik und Betonung wird etwas rübergebracht? In welcher Situation passiert es? Wer sagt es zu wem? Wie gut kennt man die Person?

    Ich habe kein Problem mit Komplimenten und auch nicht mit Aufmerksamkeiten, und ich kann mir schwerlich vorstellen, dass die Freundin, der Sie das Kompliment machten, ein Problem damit hatte.

    Aber wenn der 58-jährige Chef zur neuen Sekretärin sagt "Wow, Sie sehen aber sexy aus", ihr dabei in den Ausschnitt starrt und ihr unangenehm nahe kommt, ist das, denke ich, schon etwas anderes.
    Oder wenn man auf der Straße hinterhergegrölt bekommt "geile Fotze" (ist mir auch schon passiert, damals war ich ca. 14, ...), ist das auch ein "Kompliment", aber gleichzeitig erniedrigend.

    • flyyy
    • 01.02.2013 um 14:57 Uhr

    "Vor Kurzem habe ich zu einer Freundin (Akademikerin), die ich 3 Jahre nicht gesehen hatte, gesagt: 'Wow,Du siehst aber sexy aus."

    Eben, es war Ihre Freundin. Sagen Sie das einmal zu einer Kollegin während eines dienstlichen Gespräches. Oder zur Bankangestellten um die Ecke.

  4. Bitte verzichten Sie auf sexistische Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

    7 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Statistik"
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    Das Männer ander "ticken" als Frauen ist ja nichts neues, muss frau aber nicht als Autismus bezeichnen, weil das ja eine Krankheit ist (Frauen bluten auch regelmäßig ohne krank zu sein - ist auch irgendwie anders!).
    Frauen gehen zu 60% fremd, Männer zu 50%, d.h. frau wählt aus. Um als (verheirater/gebundener) Mann Sex zu bekommen, muss man möglichst schnell erkennen "ob da was geht" und das gelingt den "Regelverletzern" (=Angebern, Aufschneidern) deutlich besser als anderen. Langes lala führt aus Sicht des Mannes nur in eine Ehe/Beziehung und die hat er schon. Ich unterstelle Brüderle als einen erfolgreichen Politiker einer nur auf Erfolg sich berufenden Partei, dass er mit dieser Masche mehr Sex hatte als andere mit einer "Frauen-Versteher-Methode".
    Frauen könnten im Umgang mit Männern lernen das ein klares Wort mehr zählt als langes rumlavieren zur Konfliktvermeidung, letzteres funktioniert nur innerhalb eine Frauengruppe.

    Bitte verzichten Sie auf sexistische Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

    Das Männer ander "ticken" als Frauen ist ja nichts neues, muss frau aber nicht als Autismus bezeichnen, weil das ja eine Krankheit ist (Frauen bluten auch regelmäßig ohne krank zu sein - ist auch irgendwie anders!).
    Frauen gehen zu 60% fremd, Männer zu 50%, d.h. frau wählt aus. Um als (verheirater/gebundener) Mann Sex zu bekommen, muss man möglichst schnell erkennen "ob da was geht" und das gelingt den "Regelverletzern" (=Angebern, Aufschneidern) deutlich besser als anderen. Langes lala führt aus Sicht des Mannes nur in eine Ehe/Beziehung und die hat er schon. Ich unterstelle Brüderle als einen erfolgreichen Politiker einer nur auf Erfolg sich berufenden Partei, dass er mit dieser Masche mehr Sex hatte als andere mit einer "Frauen-Versteher-Methode".
    Frauen könnten im Umgang mit Männern lernen das ein klares Wort mehr zählt als langes rumlavieren zur Konfliktvermeidung, letzteres funktioniert nur innerhalb eine Frauengruppe.

    Bitte verzichten Sie auf sexistische Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

  5. ...was wir seit spätestens gestern Abend bei Lanz, über den Stern gelernt haben:

    „Stern“-Chefredakteur Andreas Petzold ist für mich das Abbild von unseriösem Journalismus! Ich sehe ZWEI (fette/unglaubliche) Lügen innerhalb von nur einer Stunde...
    Unter anderem, dass die Überschrift des Online-artikels in Spitzen Kandidat statt "Spitze Kandidat" geändert wurde und genau umgekehrte Umfragewerte zum Entschuldigen!

    Ausserdem sagt der Herr Petzold wörtlich:
    Die Art der Anmache musste sich Frau Laura Himmelreich seit einem Jahr immer wieder herumschlagen...

    Was bitte, ist das für ein Chef der seine Angestellte immer wieder zu diesem schlimmen Brüderle sendet. Ich meine er hat hier die ihm obliegende Fürsorgepflicht gegen die Quote seiner Kolumne getauscht.
    Wie bewertet "Mann" das?

    Bei allem Respekt für dieses, auch mir als Mann, wirklich wichtige Thema in unserer Gesellschaft, wenn solche unseriösen Journalisten Schule machen, dann werden wir uns in einer zunehmenden medialen Welt, oft auf den falschen stürzen.

    3 Leser-Empfehlungen
  6. Die Debatte wird überhitzig diskutiert. Man muss sich anschauen dürfen Punkt aus.!! Es muss getrennt werden von den Personen die sexistisch Provozieren und Handgreiflich werden und denen, die sich freuen einen Menschen zu sehen - der einem gefällt und dieses erwidern. Frauen und Männer reagieren zu größten Teil Unsachlich, weil sie eigentlich nichts Selbsterlebtes bekannt geben sondern nur aufgreifen was sie Gelesen haben.!!

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    Twitter nachverfolgt hätten, dann wüßten Sie jetzt, wieviele Frauen aus eigener Erfahrung Kenntnis von angeblich witzigen, in Wahrheit sexistischen Äußerungen haben und wieviele sich sogar mit körperlichen Übergriffigkeiten auseinandersetzen mußten.
    Hier geht es genau NICHT ums Anschauen - das will doch niemand verbieten, wäre auch blödsinnig, sondern um Übergriffe verbaler oder körperlicher Art.

    ..dass es nur ums Anschauen geht.Oder nur um Komplimente. Mir zumindest nicht.Und ich habe auch schon in vielen Kommentaren gelesen,dass viele Frauen(auch Männer)mit dem alltäglichen Sexismus, sprich erniedrigende Kommentare und Begrabschen ein Problem haben.

    Diese Studie hier hat aufgezeigt,dass dieses Thema auch tatsächlich gesellschaftliche Relevanz besitzt,für beide Geschlechter.Eigentlich ein toller Ansatz für eine sachliche Diskussion!

    Die Beurteilung einer Handlung als sexistisch ist immer sehr individuell und situationsabhängig.Natürlich darf man Komplimente machen, und eventuell auch andere Menschen anschauen.

    Das mit dem Beobachten anderer Menschen sehe ich so: Es kann schon sehr aufdringlich sein, wenn man im Bus sitzt und permanent beobachtet wird.Umso näher die Person kommt, umso aufdringlicher wird es.Ich habe mich einmal sogar umgesetzt, weil ich mich derart gestört fühlte- und prompt setze sich mein Beobachter ebenfalls um.Ich finde dass dieses Verhalten noch keine sexuelle Belästigung ist(manchmal fühlt man sich ja auch"geehrt"),aber es ist teils einfach unangenehm! Sie dürfen Menschen beobachten so viel Sie wollen, aber sobald Sie merken, dass es dem Gegenüber unangenehm wird,sollten Sie seine Grenzen respektieren.

    Diese Regel lässt sich auch für jegliche andere Form menschlichen Miteinanders anwenden:alles ist Ok,so lange es auf Gegenseitigkeit beruht bzw.niemandes Grenzen überschritten werden.Also normalerweise reicht der gesunde Menschenverstand aus.

    Twitter nachverfolgt hätten, dann wüßten Sie jetzt, wieviele Frauen aus eigener Erfahrung Kenntnis von angeblich witzigen, in Wahrheit sexistischen Äußerungen haben und wieviele sich sogar mit körperlichen Übergriffigkeiten auseinandersetzen mußten.
    Hier geht es genau NICHT ums Anschauen - das will doch niemand verbieten, wäre auch blödsinnig, sondern um Übergriffe verbaler oder körperlicher Art.

    ..dass es nur ums Anschauen geht.Oder nur um Komplimente. Mir zumindest nicht.Und ich habe auch schon in vielen Kommentaren gelesen,dass viele Frauen(auch Männer)mit dem alltäglichen Sexismus, sprich erniedrigende Kommentare und Begrabschen ein Problem haben.

    Diese Studie hier hat aufgezeigt,dass dieses Thema auch tatsächlich gesellschaftliche Relevanz besitzt,für beide Geschlechter.Eigentlich ein toller Ansatz für eine sachliche Diskussion!

    Die Beurteilung einer Handlung als sexistisch ist immer sehr individuell und situationsabhängig.Natürlich darf man Komplimente machen, und eventuell auch andere Menschen anschauen.

    Das mit dem Beobachten anderer Menschen sehe ich so: Es kann schon sehr aufdringlich sein, wenn man im Bus sitzt und permanent beobachtet wird.Umso näher die Person kommt, umso aufdringlicher wird es.Ich habe mich einmal sogar umgesetzt, weil ich mich derart gestört fühlte- und prompt setze sich mein Beobachter ebenfalls um.Ich finde dass dieses Verhalten noch keine sexuelle Belästigung ist(manchmal fühlt man sich ja auch"geehrt"),aber es ist teils einfach unangenehm! Sie dürfen Menschen beobachten so viel Sie wollen, aber sobald Sie merken, dass es dem Gegenüber unangenehm wird,sollten Sie seine Grenzen respektieren.

    Diese Regel lässt sich auch für jegliche andere Form menschlichen Miteinanders anwenden:alles ist Ok,so lange es auf Gegenseitigkeit beruht bzw.niemandes Grenzen überschritten werden.Also normalerweise reicht der gesunde Menschenverstand aus.

  7. Männer werden generell weniger von Frauen angeprochen als umgekehrt. Von daher sind unpassende Bemerkungen schonmal weniger.

    Das Männer das nicht so schlimm finden, liegt meiner Meinung nach auch daran, dass Sie nicht Angst haben müssen, die Frau läuft ihnen aus gekränkter Eitelkeit hinterher und wird körperlich übergriffig. Selbst wenn, ist ein Mann eben meist einer Frau körperlich überlegen und kann sich besser wehren.

    Von daher empfinden Frauen solche Situationen einfach als bedrohlicher.
    Wenn mich jemand blöd anmacht, kann ich demjenigen eine knallen. Ich machs aber nicht, weil ich Angst vor der Retourkutsche hab.

    17 Leser-Empfehlungen
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    auf worte (so schlecht sie auch sein mögen) mit körperlichergewalt zu reagieren sollte auch nicht derweg der wahl sei, da sollte eine zurückgeknallt werden - egal welches geschlecht.
    wenn ihnen etwas gesagt wird, was sie als unangenehm empfinden, dann sagen sie das und meiden sie die person doch einfach in zukunft.
    wenn der vorgesetzte bei der arbeit das tut und es keinen betriebsrat oä gibt, dann ist das allerdings wirklich mist und ich sehe das dilemma. (wobei eine zu "knallen" dann wohl so oder so auszuschließen ist.)

    auf worte (so schlecht sie auch sein mögen) mit körperlichergewalt zu reagieren sollte auch nicht derweg der wahl sei, da sollte eine zurückgeknallt werden - egal welches geschlecht.
    wenn ihnen etwas gesagt wird, was sie als unangenehm empfinden, dann sagen sie das und meiden sie die person doch einfach in zukunft.
    wenn der vorgesetzte bei der arbeit das tut und es keinen betriebsrat oä gibt, dann ist das allerdings wirklich mist und ich sehe das dilemma. (wobei eine zu "knallen" dann wohl so oder so auszuschließen ist.)

  8. Ich verfolge die #aufschrei-Debatte sehr intensiv. Ich konnte bisher noch nicht erkennen, dass jemand Brüderles Handlungen "in Ordnung" fand. Im allgemeinen Tenor werden auch von #aufschrei-kritischen Menschen jeden Geschlechts Brüderles Taten als plump, schmierig, ekelig oder ähnlichem tituliert. Die Frage ist eher, ob sein Verhalten skandalös war oder eben eine "Petitesse", die die allgemeine Hysterie nicht im Geringsten rechtfertigt.

    Ich wurde auch schon mehrfach als Mann "sexuell belästigt". In Anführungszeichen, weil ich finde, dass Flirtversuche nun mal immer mit einem ersten Schritt beginnen. Ob mir der gefällt, ob mich der beeindruckt oder ich ihn eher belächeln muss, ist eine reine Geschmacksfrage, aber es muss weiterhin erlaubt bleiben, auf beiden Seiten, einen ersten Schritt wagen zu können, ohne einen Sexismusskandal oder weiteren #aufschrei befürchten zu müssen. Und nein, ich rede nicht von Legalisierung oder Tolerierung von Grapscherei.

    Der gerade bei Feministinnen wie Schwarzer so verpöhnte Islam trennt Frauen und Männer systematisch. Die Hysterie um #aufschrei könnte bald zu Ähnlichem führen, wenn wir uns nicht alle mal wieder ein bisschen beruhigen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
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  • Schlagworte Sexismus | Gleichberechtigung | Geschlechterkampf
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