GerichtVergewaltigte Frau bekommt Rekord-Schmerzensgeld

Einer Frau, die entführt und vergewaltigt wurde, stehen laut Gericht 100.000 Euro Schmerzensgeld zu. Das ist die höchste Summe, die ein Vergewaltigungsopfer je erhielt.

Das Wuppertaler Landgericht hat einer jungen Frau ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro zugesprochen. Die heute 20-jährige Frau war als 16-jährige Schülerin in Solingen von einem Mann entführt, tagelang in seinem Haus gefangen gehalten und mehrfach vergewaltigt worden.

Das Landgericht ging mit der Summe über die Forderung der Frau hinaus. Es ist nach Angaben der Richter das höchste bislang in Deutschland verhängte Schmerzensgeld für ein Vergewaltigungsopfer. Das Gericht hatte zuvor auf die besonders schwerwiegenden Umstände der Tat hingewiesen.

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Bisher hat der Täter 20.000 Euro an sein Opfer gezahlt. Er war 2009 wegen besonders schwerer Vergewaltigung und Entführung zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

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Leserkommentare
  1. 73. Fehler

    "Das Landgericht ging mit der Summe über die Forderung der Frau hinaus."
    Nach § 308 der Zivilprozeßordnung darf das Gericht nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen. Das gleiche gilt nach § 406 Absatz 1 Satz 1 Strafprozeßordnung im sogenannten strafrechtlichen Adhäsionsverfahren. Da es sich um ein elementares rechtliches Grundprinzip handelt, halte ich es für ausgeschlossen, daß etwa dem Landgericht Wuppertal ein Fehler unterlaufen ist. Angesichts der sonstigen Ungenauigkeiten in Prozeßberichten, gehe ich vielmehr von einem Fehler der ZEIT aus.
    Rechtlich möglich ist beim Schmerzensgeld lediglich, daß der Kläger dessen Höhe ins Ermessen des Gerichts stellt.

    • Starost
    • 05. Februar 2013 19:54 Uhr
    74. [...]

    Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Danke, die Redaktion/jp

    • Starost
    • 05. Februar 2013 20:05 Uhr

    Das wäre dann wohl ein vorsätzlicher Bankrott und der gilt auch als Straftat..

    Antwort auf "Wenn nicht"
  2. hat laut NTV 20.000€ bereits bezahlt. Die restlichen 80.000€ stehen demnach aus.

    Er erstammt einer wohlhabenden Familie und ist arbeitsloser Verkäufer.

    Er ist Ersttäter und daher kann keine Sicherheitsverwahrung nach Verbüßung der Haftstrafe erfolgen.

    Das widerlichste an diesem kranken Menschen war seine Aussage: "Wenn er gewusst hätte wie toll das ist, dann hätte er es schon früher gemacht".

    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/jp

    • Künzel
    • 06. Februar 2013 10:36 Uhr

    Gott sei Dank gibt es ab und zu doch schon so etwas wie Gerechtigkeit.

    • Fachnir
    • 06. Februar 2013 19:00 Uhr

    Hallo clair11,

    Ich finde das Schmerzensgeld auch richtig und wollte sicher nicht sagen, dass es nicht gebraucht wird. Ich denke aber, man kann das eine tun und das andere nicht lassen.

    Denn es gibt neben der Hilfe für die Frau auch die Signale in einer Gesellschaft, die es braucht, damit immer weniger Frauen sexuelle Mißhandlung und Gewalt erleiden müssen. Oder?

    Gruß
    Fachnir

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Entführung | Euro | Gericht | Landgericht | Opfer | Richter
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