Rotes KreuzDeutsche Geiseln in Kolumbien frei

Zwei deutsche Geiseln sind in Sicherheit: Wie das Rote Kreuz mitteilte, haben die Rebellen der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) die beiden Rentner freigelassen.

Die Geiselnahme in Kolumbien ist beendet: Zwei deutsche Männer sind frei. Wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Bogotá mitteilte, wurden sie in einem ländlichen Gebiet in der Provinz Santander Vermittlern übergeben. Die beiden 69 und 73 Jahre alten Brüder waren am 3. November im Norden des Landes verschleppt worden.

Laut Auswärtigem Amt waren die beiden Rentner als Touristen in der Region unterwegs. Die Guerilla begründete die Entführung zunächst damit, dass es sich bei ihren Gefangenen um Geheimagenten handle. Die Männer hätten nicht erklären können, warum sie in der dünn besiedelten Gegend unterwegs gewesen seien.

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Die Entführung war erst Anfang Februar bekannt geworden, als die ELN-Guerilla die Familien der Geiseln anschrieb und Informationen über sie verlangte. Mitte Februar hatte die ELN bereits zwei Peruaner und drei Kolumbianer freigelassen, die sie einen Monat zuvor in der nördlichen Provinz Bolívar in einem Minenlager als Geiseln genommen hatte. Ein ebenfalls dort von der ELN entführter Kanadier ist weiterhin in Gefangenschaft.

Die kolumbianische Regierung beauftragte Ende Februar Vertreter des Roten Kreuzes damit, die Freilassung zu erwirken. Präsident Juan Manuel Santos erklärte damals, die Rebellen hätten zugestimmt, die Männer dem Roten Kreuz zu übergeben.

Nach den Bewaffneten Streitkräften Kolumbiens (Farc) ist die ELN-Guerilla die zweitgrößte kolumbianische Rebellengruppe. Sie verfügt über etwa 2.500 Kämpfer.
 

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    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, sk
    • Schlagworte Entführung | Farc | Geheimagent | Geiselnahme | Guerilla | Information
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