Hartz IV"Wenn der große Knall kommt, sind wir vorbereitet"

Zu den Montagsdemos gegen Sozialabbau kamen einst Zehntausende. Geblieben ist ein Häuflein Demonstranten unter der Berliner Weltzeituhr. Worauf hoffen sie?

Von Weitem sieht es aus, als sei richtig was los dieses Mal. Doch es ist nur eine Schulklasse, die unter der Weltzeituhr Fotos macht und sich frierend die Beine vertritt. Von den paar Menschen nebenan nehmen die Jugendlichen keine Notiz. Es sind die Teilnehmer der Montagskundgebung gegen Hartz IV auf dem Berliner Alexanderplatz. Es sind die, die nach zehn Jahren noch übrig geblieben sind.

Zwölf Demonstranten begrüßen sich mit Handschlag, Yvonne holt ihre Sammelbüchse heraus. Eine Lautsprecherbox wird aufgebaut, das "offene Mikrofon" geprüft, ein Banner entrollt: "Aufstehen gegen Sozialräuber", steht darauf. Und: "Wir sind das Volk." Aus dem Lautsprecher singt eine weibliche Stimme ein feministisches Arbeiterlied: "Über mein Leben entscheide ich allein, lass mal mein Aussehen meine Sorge sein."

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Passanten eilen vorbei, viele mit Tüten der umliegenden Einkaufszentren in der Hand. Die meisten gucken nicht mal hin. Es liegt Schnee, und es ist eiskalt. Hans-Heinrich greift das Mikrofon und ruft: "Wir stehen so lange auf den Plätzen der Bundesrepublik, bis die Agenda 2010 Geschichte ist." Ob jemand sonst etwas sagen wolle. Hans-Heinrich dreht sich im Kreis. Keiner reagiert. Eine ältere Frau ruft den Demonstranten abfällig zu: "Wollt ihr den Sozialismus zurück, oder was?" Dann geht sie weiter.

Resignation und langer Atem

So ist das inzwischen, wenn sie gegen Hartz IV demonstrieren. Fred Schirrmacher macht trotzdem weiter. Seit zehn Jahren ist der gebürtige Ostberliner dabei, er war der erste, der 2003 eine Protestaktion gegen die geplante Agenda 2010 beim Bezirksamt anmeldete. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte gerade den Umbau des Sozialsystems angekündigt. "Da haben wir mit 20 Mann eine Kundgebung gemacht und im August 2004 waren wir dann über 30.000”, sagt Schirrmacher. Damals entlud sich die Wut der Bürger, jeden Montag, in vielen deutschen Städten. Schirrmacher war plötzlich ein bisschen berühmt. Er war das Gesicht der Berliner Montagsdemo.

Heute kommen sie nur noch einmal im Monat, weil sie so wenige geworden sind. Den Schwund, von Zehntausenden auf ein Dutzend, erklärt Schirrmacher so: Die wirklich armen Leute hätten resigniert. Manche hätten doch nicht mal Geld für ein S-Bahn-Ticket zum Alexanderplatz. Und die anderen? "Die müssen sich um ihre Karrieren kümmern. Der Schritt vom Sympathisieren zum selbst Verantwortung übernehmen ist groß." Es brauche einen "langen Atem", den hätten eben nur ganz wenige.

Persönlich trifft Hartz-IV den heute 50-Jährigen gar nicht. Schirrmacher war mal Maurer, nach einem Arbeitsunfall arbeitet er als Steuerfachangestellter. Seine Erwerbsbiografie kennt Brüche, Schirrmacher hat es trotzdem geschafft. Seit zehn Jahren ist er fest angestellt, gemeinsam mit seiner Frau Manuela teilt er sich eine Wohnung, sie haben Geld auf dem Sparbuch. Doch machen sie es sich am Feierabend nicht gemütlich, sondern gehen demonstrieren. Auch wenn ihnen fast niemand zuhört.

"Der soziale Abstieg kann inzwischen doch jeden treffen", sagt Schirrmacher. Seine Frau, Frührentnerin mit geringem Einkommen, nickt. Sie wollen Stellung halten für diejenigen, die selbst "keine Kraft haben". Die Blase des Kapitalismus, sagt Fred Schirrmacher, sei kurz davor zu platzen. Leiden würden dann die einfachen Leute. "Aber die lassen sich nicht ewig alles gefallen." Am Beispiel Zypern merke man doch wieder: Statt die Großkapitalisten anzugreifen, würden die Politiker nur die kleinen Leute "enteignen".

Leser-Kommentare
  1. in dem es fair zuginge, wo alle gleiche Chancen haben, da würde das funktionieren. Aber so ein Land haben wir nicht. Deshalb ist es falsch, was Sie sagen.
    Die Leute, die "Verantwortung für sich selbst übernehmen" sind hier genauso die Dummen wie die, die "nach dem Staat schreien". Sonst besäßen nicht 50% der Haushalte nur 1% des Vermögens.

    5 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Verantwortung"
  2. Weltzeituhr"

    Das stimmt so schon mal gar nicht.
    Die "Häuflein" gibt es seit Beginn und ohne absehbares Ende jeden Montag in vielen Städten, z.B. in Magdeburg.

    Des weiteren gibts es ja bestimmte Tage im Jahr, wo immer tausende zu Demos gehen.

    Es ist natürlich trotzdem viel zu wenig, aber so ist nunmal der Deutsche.
    In Frankreich brennt schon die Luft, wenn es auch nur um Studiengebühren geht, aber hier..., naja.
    Ich kann mich noch an eine lustige Oma bei der ARGE erinnern, die meinte "Der Deutsche wird in den Hintern getreten und sagt auch noch danke schön!"

    Vorbereitet ist niemand auf einen Knall, weil man nur erahnen kann welches der vielen Szenarien tatsächlich eintritt.
    Die unteren 50% haben ja von 4,8% des Vermögens mittlerweile nur noch knapp einen Prozent übrig.
    Hätte man das auf einen Schlag gemacht, dann hätte es schon "gekracht".
    Was also wenn es weiter so langsam kracht?
    Der Deutsche ist da wie der beühmte Frosch im Topf auf dem Herd.

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  3. ...runtermachen. Sie haben eine Meinung und die vertreten sie, fertig aus, basta. Sie treffen damit nicht unbedingt meine Meinung - zumindest nicht ganz - aber es ist eine Meinung.

    Das Ersetzen der alten Alhi durch Alg2 und das Reformieren des Arbeitslosenrechts selbst, fand ich keine so schlechte Idee. Ich war mal als Arbeitsvermittler tätig und aus eigener Erfahrung weiss ich, dass in der Alhi langjährig haufenweise Leute waren, die dort eigentlich nichts zu suchen hatten.

    Manche der Reformen der Agenda 2010 (es war ja beileibe nicht nur "Hartz4") gehen mir jedenfalls aus heutiger Sicht viel zu weit. Man ist in manchen Bereichen weit über das Ziel hinausgeschossen und hat lange nicht reagiert, die CDU/CSU/FDP schon gar nicht, aber auch die SPD nicht. Die wichtigsten, die ich ansprechen möchte:

    -Ausbau des Niedriglohnsektors, Ausbau der Leiharbeit, ohne einen allg. Mindestlohn, schlechte gesetzl. Regelungen im Bereich des AÜG, die es Verleihern/Entleihern ermöglichten vieles zu unterlaufen. Der Druck durch Alg2 und das gleichzeitige völlige Deregulieren (Untätigbleiben) im Bereich des Niedriglohnsektors hat zu einer Eigendynamik und Machtverschiebung geführt, die m.E. viel zu weit geht.

    -Nachwievor ist das Hauptproblem nicht gelöst, vielmehr wurde es durch die Agenda 2010 weiter verschärft: Die starke Belastung der Arbeitsleistung mit Steuern und Abgaben, während Vermögenserträge sehr gering und Vermögen selbst so gut wie gar nicht besteuert werden.

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    so gerne unterschreiben.
    Klagt nicht Belgien gegen Deutschland wegen Lohndumpings? Wenn man sich wenigstens auf generelle Mindestloehne einigen koennte, wie in fast allen Nachbarlaendern.

    Ich denke auch, dass das Problem nicht das Ersetzen der Alhi durch ALG II ist. Es waren die Reformen im AÜG, das mit der "Flexibilisierung" der Arbeitszeiten und der Überlassungszeiten, Tür und Tor für Dumpinglöhne öffnete. Der größte Fehler jedoch war die Zulassung eigener Tarifverträge für die ZA. Die Mitarbeiter werden schließlich alle in bestehende Branchen vermittelt, in denen in der Regel Tarifabschlüsse mit Einstiegsgehältern und Aushilfsgehältern vorhanden sind. Wir wurden alle entrechtet, nicht nur die, die es schon betrifft. Denn die sozialen und wirtschaftlichen Folgen tragen wir alle.
    Wir Deutschen sind zu einem feigen Drückebergervolk geworden. Keiner hat mehr den Mut eine Meinung zu haben und sie dann auch noch zu vertreten überfordert uns hoffnunslos. Wir gehen den anonymen Weg. Um "die da oben" abzustrafen, wählen viele mittlerweile rechts und warten darauf, dass ihnen endlich jemand den Weg weist. Hoffen wir, dass dieser Weg nicht wieder direkt nach Polen führt.
    Mir wäre es lieber, wir würden in Deutschland endlich wieder unseren Mund aufmachen, unseren eigenen "Tahrir-Platz" aussuchen und so laut demonstrieren, dass der Reichstag wackelt. Nur so bekommen "die da oben" mit, dass es "die da unten" überhaupt noch gibt.
    Aber nur gegen etwas sein, gilt nicht. Es müssen auch Lösungen her, wie es besser gehen kann.

    so gerne unterschreiben.
    Klagt nicht Belgien gegen Deutschland wegen Lohndumpings? Wenn man sich wenigstens auf generelle Mindestloehne einigen koennte, wie in fast allen Nachbarlaendern.

    Ich denke auch, dass das Problem nicht das Ersetzen der Alhi durch ALG II ist. Es waren die Reformen im AÜG, das mit der "Flexibilisierung" der Arbeitszeiten und der Überlassungszeiten, Tür und Tor für Dumpinglöhne öffnete. Der größte Fehler jedoch war die Zulassung eigener Tarifverträge für die ZA. Die Mitarbeiter werden schließlich alle in bestehende Branchen vermittelt, in denen in der Regel Tarifabschlüsse mit Einstiegsgehältern und Aushilfsgehältern vorhanden sind. Wir wurden alle entrechtet, nicht nur die, die es schon betrifft. Denn die sozialen und wirtschaftlichen Folgen tragen wir alle.
    Wir Deutschen sind zu einem feigen Drückebergervolk geworden. Keiner hat mehr den Mut eine Meinung zu haben und sie dann auch noch zu vertreten überfordert uns hoffnunslos. Wir gehen den anonymen Weg. Um "die da oben" abzustrafen, wählen viele mittlerweile rechts und warten darauf, dass ihnen endlich jemand den Weg weist. Hoffen wir, dass dieser Weg nicht wieder direkt nach Polen führt.
    Mir wäre es lieber, wir würden in Deutschland endlich wieder unseren Mund aufmachen, unseren eigenen "Tahrir-Platz" aussuchen und so laut demonstrieren, dass der Reichstag wackelt. Nur so bekommen "die da oben" mit, dass es "die da unten" überhaupt noch gibt.
    Aber nur gegen etwas sein, gilt nicht. Es müssen auch Lösungen her, wie es besser gehen kann.

  4. der hat echtes Stammtischniveau!

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    Antwort auf "Tja..."
  5. von Hartz-4 und anderen antisozialen Maßnahmen leiden, die dazu beitrugen die Soziale Marktwirtschaft sukzessive zurück zu bauen, geht halt irgendwann schlicht die seelische Kraft aus, zum aktiven und vehementen Widerstand!

    Permanente wirtschaftliche Sorgen und existenziellen Nöte, welche das "täglich Brot" von Millionen leidgeprüfter Mitbürger sind, die in ihren prekären Lebenslagen kein Entkommen mehr aus den perfiden Hartz-Sümpfen erhoffen, zerstören nachhaltig Seelen, aber auch das Vertrauen in unsere Demokratie.
    Vor diesem Hintergrund lässt sich erklären, warum sich, nach und trotz der Gräuel des 3. Reiches, wieder mehr Bürger in braune Gefilde (ver)locken lassen; Da wird ein trügerischer Strohalm geboten, ein vermeintlich Schuldiger präsentiert, um verängstigte Menschen einzufangen, die längst keine andere Art von politischer Hilfe erwarten.

    Es hilft auch nicht eine Partei (rasch noch von der nächsten Wahl) verbieten zu wollen, denn dem braunen Gedankengut von deren Protagonisten lässt sich auf diese Weise nicht der Wind aus den Segeln nehmen.

    Die etablierten Parteien versäumen sträflich Ihre Aufgaben und Sorgfaltspflicht gegenüber den Bürgern, die ohne golden Löffel auf die Welt kamen, doch geht der Krug bekanntlich nur so lange zum Brunnen bis er bricht und dann könnte die ganze Sauerei den vermeintlich sozialdemokratischen oder gar "christlichen" Politikern gewaltig und schmerzlich auf die Füße fallen! Auch wenn jetzt noch allzu viele schweigen und still leiden..

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  6. Erst wenn unser heiligstes, die Rente oder anderes auf dem Spiel steht, werden die Deutschen auch anders wählen.-
    Zuweilen dünkt mir, fehlt es an einfacher Information, zu begreifen, was neben ihnen los ist.
    Sie sehen immer nur Nachrichten, die ein heiles Bild der Gesellschaft verkaufen.

    Sie werden nicht gesehen: Niedriglöhner , Hartz Vier, und auch so welche mich, die keine Leistung beziehen und keine Arbeit haben (ich will auch keine weil es ist sinnlos: für andere schuften oder für mein eigenes Geld; ich will SINN haben und mich frei fühlen dürfen)

    Ich hasse den Spruch, geht doch arbeiten, dann brauchst du wenigstens nicht den Kältetod fürchten. Ich hasse diese Vorwürfe, man sei Schmarotzer, weil man nicht mitmachen will bei der Sklavengesellschaft.

    Es gibt wohl einige, die arbeiten gerne, egal was, und vielleicht bewahrt es sie davor, sich mit selbst auseinander zu setzen. Sollen sie.

    Aber ich will dieses System nicht. Und auch keine für mich sinnlos gewordene Arbeit.

    Schon heute arbeiten 1000te für Millionen in der Nahrungsmittelbranche. Ich kann mir vorstellen, nichts an Luxus auch kein Strom haben zu brauchen, nur Nahrung und Obdach, und dafür würde ich auch ein bisschen in der Nahrungsmittelbranche arbeiten wollen. Vielleicht ein Monat im Jahr, wenn das viele tun, kommen wir auf die Existenz.

    4 Leser-Empfehlungen
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    Ich glaube, der ein oder andere will ein bisschen mehr als nur was zu essen - z.B. einen Computer um hier Kommentare zu schreiben. so was kann man mit 1Monat arbeit im Jahr nicht realisieren. Und wenn man einen Job findet, den man gerne macht, ist die "Sklavengesellschaft" gar nicht mehr so schlimm. Und das Niedriglöhner nicht gesehen werden glaube ich auch nicht, die Medien berichten ja ständig drüber, wenn grad nix anderes los ist.

    "keine Arbeit haben (ich will auch keine weil es ist sinnlos: für andere schuften oder für mein eigenes Geld; ich will SINN haben und mich frei fühlen dürfen)"

    das lesen/hören Leute die für knapp über dem HIV-Niveau arbeiten gehen immer besonders gerne, dass man sie obendrein auch noch für blöd hält.

    Was meinen Sie, wann schmeißt Mami Sie raus?

    Ich glaube, der ein oder andere will ein bisschen mehr als nur was zu essen - z.B. einen Computer um hier Kommentare zu schreiben. so was kann man mit 1Monat arbeit im Jahr nicht realisieren. Und wenn man einen Job findet, den man gerne macht, ist die "Sklavengesellschaft" gar nicht mehr so schlimm. Und das Niedriglöhner nicht gesehen werden glaube ich auch nicht, die Medien berichten ja ständig drüber, wenn grad nix anderes los ist.

    "keine Arbeit haben (ich will auch keine weil es ist sinnlos: für andere schuften oder für mein eigenes Geld; ich will SINN haben und mich frei fühlen dürfen)"

    das lesen/hören Leute die für knapp über dem HIV-Niveau arbeiten gehen immer besonders gerne, dass man sie obendrein auch noch für blöd hält.

    Was meinen Sie, wann schmeißt Mami Sie raus?

  7. Ich bezweifle stark, dass diese Demonstrationen jemals irgendwas bringen werden. Dass sich heute nochmal Massen gegen eine Reform kämpfen, die sich als schlecht, aber notwendig erwiesen hat, glaube ich auch nicht.

  8. Zitat: "Es ist auch heute noch möglich in Deutschland mit Hauptschulabluss ohne Ausbildung unbefristete Stellen zu bekommen." Ob dies so ist, kann ich nicht beurteilen, aber hier liegt auch nicht das eigentliche Problem der Hartz Gesetze. Problematisch ist doch viel mehr, wenn Menschen mit guter Ausbildung, mit Studienabschlüssen, gezwungen werden als Hilfsarbeiter zu arbeiten. Das ist eine Enteignung von erarbeitetem geistigen Vermögen, welches nicht, wie finanzielles Vermögen vererbt oder ergaunert werden kann. Wer eine gute Ausbildung hat, hat dafür in der Regel immer hart gearbeitet. Wer mehrere Semester studiert, hat dafür auf vieles verzichtet. Hartz IV ignoriert das erarbeitete Bildungsvermögen in dem jeder Betroffene verpflichtet ist, jede Tätigkeit zu jeder Bezahlung anzunehmen. Warum sollen sich dann junge Menschen eigentlich heute noch ins Zeug legen, um eine gute Ausbildung zu erhalten? Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wird diese von unserem Staat völlig ignoriert und der Betroffene genau so behandelt wie jemand der überhaupt keine Ausbildung hat.. Neben einem finanziellen Schonvermögen muss es in einem gerechten Staat auch ein geistiges Schonvermögen geben, sonst wird das geschehen was teilweise bereits sichtbar ist: Dieser Staat verblödet.

    4 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Tja..."
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    Zitat: "Problematisch ist doch viel mehr, wenn Menschen mit guter Ausbildung, mit Studienabschlüssen, gezwungen werden als Hilfsarbeiter zu arbeiten. Das ist eine Enteignung von erarbeitetem geistigen Vermögen, welches nicht, wie finanzielles Vermögen vererbt oder ergaunert werden kann."

    Verstehe Ihren Punkt, sehe das aber so:
    Ich studiere und nach einem Jahr ist mir arbeiten zu anstrengend. Wenn ich dann Hartzi werde, muss ich nach ner Schonfrist halt Hilfsarbeiten machen.

    Wo wird mir da jetzt "geistiges Vermögen" geklaut? Geistiges Vermögen ist z.B. nen Buch was ich schreibe, meine Patente oder die selbstgegossene Skulptur auf dem Kamin.

    Bei so Hilfsarbeiten verblödet man auch nicht mehr als wenn man garnichts macht!
    Und wer Arbeitslosenhilfe bisher als Sabbatjahr zum Ausbau seiner Musen betrachtet hat, der darf seine Lebenswirklichkeit nun der Realität bzw. eigentlichen Intention von ALG1 bzw. Hartz4 anpassen: Nämlich sich schleunigst wieder zurück auf den Arbeitsmarkt zu trollen!

    trotz eines besseren Abschlusses Hilfsarbeiten zu erledigen, was faktisch meines Wissens nach nicht vorkommt (man versucht immer etwas in Ihrer Bildungsgegend zu finden,,,), selbst dann wäre es Ihnen weiterhin möglich, sich privat weiter zu bewerben und entsprechend später den Job zu wechseln. Sie werden hier also mitnichten auf Dauer gezwungen.

    Zitat: "Problematisch ist doch viel mehr, wenn Menschen mit guter Ausbildung, mit Studienabschlüssen, gezwungen werden als Hilfsarbeiter zu arbeiten. Das ist eine Enteignung von erarbeitetem geistigen Vermögen, welches nicht, wie finanzielles Vermögen vererbt oder ergaunert werden kann."

    Verstehe Ihren Punkt, sehe das aber so:
    Ich studiere und nach einem Jahr ist mir arbeiten zu anstrengend. Wenn ich dann Hartzi werde, muss ich nach ner Schonfrist halt Hilfsarbeiten machen.

    Wo wird mir da jetzt "geistiges Vermögen" geklaut? Geistiges Vermögen ist z.B. nen Buch was ich schreibe, meine Patente oder die selbstgegossene Skulptur auf dem Kamin.

    Bei so Hilfsarbeiten verblödet man auch nicht mehr als wenn man garnichts macht!
    Und wer Arbeitslosenhilfe bisher als Sabbatjahr zum Ausbau seiner Musen betrachtet hat, der darf seine Lebenswirklichkeit nun der Realität bzw. eigentlichen Intention von ALG1 bzw. Hartz4 anpassen: Nämlich sich schleunigst wieder zurück auf den Arbeitsmarkt zu trollen!

    trotz eines besseren Abschlusses Hilfsarbeiten zu erledigen, was faktisch meines Wissens nach nicht vorkommt (man versucht immer etwas in Ihrer Bildungsgegend zu finden,,,), selbst dann wäre es Ihnen weiterhin möglich, sich privat weiter zu bewerben und entsprechend später den Job zu wechseln. Sie werden hier also mitnichten auf Dauer gezwungen.

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