Absturz in Berlin : Zwei Polizeihubschrauber kollidieren nahe Olympiastadion

Bei einem Einsatztraining der Bundespolizei in Berlin sind zwei Helikopter kollidiert. Bei dem Absturz wurden mehrere Menschen verletzt, ein Polizist kam ums Leben.

Während einer Großübung der Bundespolizei am Berliner Olympiastadion sind zwei Hubschrauber zusammengestoßen. Die beiden Maschinen kollidierten bei Schneetreiben in geringer Höhe. Dabei erlitten nach Angaben der Feuerwehr mehrere Menschen Verletzungen, ein Polizist starb.  

Die Übung fand auf dem sogenannten Maifeld statt, einer Wiesenfläche hinter dem Stadion. Etwa 400 Polizisten trainierten dort den Notfalleinsatz gegen Hooligans bei Sportveranstaltungen. In jedem der Hubschrauber saßen 20 bis 25 Polizisten.  

 

Der Hergang des Unfalls ist noch unklar. Laut einem Reporter des Tagesspiegel waren drei Hubschrauber im Landeanflug. Sie kreisten zunächst über dem nahen S-Bahnhof und wollten dann wenige Meter weiter landen, als ein Knall zu hören war. Offenbar hatten sich die Rotorblätter zweier Helikopter berührt. Der dritte Helikopter konnte wohl problemlos landen. Andere Beobachter schilderten, zwei gelandete Hubschrauber hätten so viel Schnee aufgewirbelt, dass der dritte Pilot keine Sicht mehr hatte und in die Hubschrauber am Boden krachte.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich reiste zum Unglücksort. Der Dienstherr der Bundespolizei will später über Details zum Unfallhergang informieren.

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Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Ich habe mehr als Sie ahnen und zwar etwas Verstand.

Es ist klar, dass es einen Leiter geben muss, der den Plan ausgearbeitet haben sollte. Es ist klar, dass die Hubschrauberpiloten nach Anweisung vom Boden koordiniert werden müssen. Und genau so ist es, dass Piloten bei Gefahren (zu nah an anderen) selbst entscheiden müssen, den Befehlen folge zu leisten.

Das hat anscheinend nicht funktioniert und so kam es zu dem tragischem Unglück.

Aber vielleicht erklären Sie (worauf bezieht sich mein Kommentar wohl) der Fussballverband damit zu tun?

Ja, Risiko!

"Das Risiko kann nicht akzeptabel sein". schrieb karlmeidrobbe.

Die Truppen machen einen gefährlichen Job! Ein Polizist ist doch kein Pauschaltourist. Dass gefährliche Übungen und Einsätze Teil des Berufs sind, den man sich selber aussucht, ist wahrlich keine Überraschung!

Wir leben in so einer Wattebauschwelt voller DIN-Normen, BG-Vorschriften und panischer Medienerstattung, dass keiner mehr wahrnimmt, dass Polizist, Soldat und auch andere Berufe sehr gefährlich sind! Man kann sie nicht komplett ungefährlich machen, auch wenn einem das Politiker und Vorschriftenmacher gerne einreden wollen. Wachen Sie auf! Ein Polizist in dieser Position befindet sich im Kampf. In einem innerdeutschen Krieg gegen Hooligans und Randalierer.

Mein Beileid gilt den Angehörigen des Opfers.

Sehe ich auch so

Trauriger Anlass, bei dem man den wichtiger Seitenaspekt wieder sieht. Grad auf dradio dazu gehört: Jedes Wochenende sind ca. 3000 Bundesbeamte im Einsatz, um die Fußballidioten in Schach zu halten. Diese Einsätze müssen geplant und geübt werden. Gefährdungen für die Beamten kommen noch dazu. Es ist wieder das gleiche Schema: die Fußballindustrie verdient, und der Steuerzahler trägt die Folgekosten.

Aussagekräftige Überschrift

Die Flugstunden, von denen Sie sprechen, werden auch ohne derartige Großübungen erreicht.

Und nein, die Presse ist immer präsent, sobald diese Übungen öffentlich abgehalten werden. Ist auch überhaupt kein Kostenfaktor, freie Mitarbeiter gibts für solche Termine genug, die nicht nach Zeit, sondern nach Zeilen/Bildern bezahlt werden. Und die Spesen halten sich bei sowas in Grenzen.

klar werden die Stunden

auch anders erreicht, durch Lizenzerhaltungsflüge nämlich. Oder wollen Sie etwa bestreiten, dass es solche Flüge gibt? Kein Wunder also, dass man versucht die Quote dieser Flüge durch offizielle Übungseinsätze zu verbessern, insbesondere wenn man damit das von der Presse gewünschte Tam-Tam erzeugen kann. Wie sehen denn die Bilder von Übungen aus? Da sieht man immer einen Helikopter. Bei der Übung heute war entsprechend auch nicht irgend ein freier Mitarbeiter ein Regionalzeitung vor Ort, sondern die ganz großen.
Die Piloten entschieden selbst, ob sie fliegen können. Ja, sicher. Aber wehe dem, der tatsächlich gesagt hätte, bei einem solchen Wetter fliegt er nicht, wo doch die ganze Presse einbestellt worden war und man machtvolle Bilder liefern wollte.

So und damit lasse ich es bewenden, denn entweder haben sie keine Ahnung von der Materie oder sie verschließen mutwillig die Augen vor der Wirklichkeit.