PakistanSoldat wegen Rendezvous mit Frau gesteinigt

Weil er eine Frau ohne Zustimmung der Familien traf, richteten Pakistaner einen Mann mit Steinen hin. Zum Schicksal der Frau gibt es nur Gerüchte.

Angehörige eines Stammes haben im Nordwesten Pakistans einen Soldaten gesteinigt, weil er eine "unerlaubte Beziehung" zu einer jungen Frau gehabt haben soll. Offiziellen Angaben nach warfen 40 bis 50 Menschen Steine auf den Mann, bis er tot war. Sie hätten damit eine Entscheidung des Stammesrats in dem Ort Parachinar nahe der afghanischen Grenze vollzogen, sagte ein Stammesvertreter.

Der 25-jährige Soldat soll zwei Jahre lang in Parachinar stationiert gewesen sein, bevor ihn das Militär in die Region Kaschmir versetzte. Kürzlich kehrte er nach Parachinar zurück, um sich mit der jungen Frau zu treffen. Dort wurden sie am Sonntag auf einem Friedhof gesehen.

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Der Soldat gestand danach nach Angaben des Stammesvertreters, sich mindestens drei Mal heimlich mit der 18-Jährigen getroffen zu haben. 

Die Menschen töteten den Mann auf dem gleichen Friedhof, auf dem das Paar gesehen worden war. Die Leiche sei in einem "schrecklichen Zustand" gewesen, sagte ein Vertreter der Klinik, die den Leichnam später untersuchte.  

Das Schicksal der jungen Frau ist unklar. Es gebe Gerüchte, sie sei ebenfalls gesteinigt worden, sagte der Stammesvertreter.

Beziehungen zwischen Männern und Frauen ohne Zustimmung der Familien gelten in weiten Teilen Pakistans als unmoralisch. Jedes Jahr werden Hunderte Menschen getötet, weil Familien ihre Ehre verletzt sehen. Steinigungen sind jedoch äußerst selten.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unnötige Polemik. Danke, die Redaktion/sam

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    Entfernt. Sie beziehen sich auf einen inzwischen entfernten Kommentar. Danke, die Redaktion/sam

  2. die die Freiheit des Individuum nicht anerkennt??

    Kann sich doch höchstens um die altbekannte Doppelmoral handeln.

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    Und wie manifestiert sich diese in der im Artikel dargestellten Tat?

  3. "...weil Familien ihre Ehre verletzt sehen..."

    Woraus besteht eigentlich genau die Ehre dieser Leute? Oder was ist ist da so "ehrenhaft" an denen, dass man die Ehre verletzen kann?

    Aber natürlich ist wieder nur der Islam schuld, die Leute sind doch immer alle unschuldig.

    2 Leserempfehlungen
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    ... ich finde ja dass die von den Europäern deutlich eleganter gelöst wurde.
    Einer beleidigt einen anderen, beide suchen sich einen Arzt und je einen Kumpel, man trifft sich und beschießt sich gegenseitig mit Vorderladern. Wer überlebt dem gibt Gott recht wenn beide überleben ist die Sache aus der Welt geschafft.
    Ich finde das eine deutlich schönere Methode als jemanden mit Steinen von einer wilden Meute totwerfen zu lassen.

  4. 4. [...]

    Entfernt. Wir bitten Sie, beim konkreten Artikelthema zu bleiben und auf Vergleiche zu verzichten. Danke, die Redaktion/sam

    Eine Leserempfehlung
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  5. 5. [...]

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    Antwort auf "[...]"
  6. 6. [...]

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    Antwort auf "[...]"
    • deDude
    • 13. März 2013 13:26 Uhr

    [...]
    Die ehrlosen Verteidiger der Ehre die mit 50 Personen einen, vermutlich eingegrabenen oder gefesselten Menschen steinigen weil er sich mit einer Frau getroffen hat gehören definitiv mit dazu.

    Wer unbedingt die Ehre verteidigen will soll sich durch mit dem Florett dem Duell stellen, dann schauen wir mal wie ehrenhaft es dann plötzlich wird.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    14 Leserempfehlungen
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    den Umgang damit beherrscht wohl jeder unterschiedlich gut/schlecht. Ein waffenloser, absolut-alles-ist-erlaubt-Kampf in Boxershorts, bitte -.-

  7. Jeder der auch nur einen Hauch Verständnis für solche Entgleisungen aufbringen kann, wird vermutlich gut beraten sein sich psychologisch untersuchen zu lassen. Tja, aber verurteilen darf man diese Vorgänge
    ja auch nicht, denn dann stellt man sich ja moralisch über diese Leute
    das ist für uns Deutsche ja nicht schicklich. Was also soll man tun mit
    einer solchen Nachricht ? Was soll man dazu sagen ?

    10 Leserempfehlungen
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    das man sich dazu kein Urteil erlauben darf, denn es ist in einem anderen Land wo andere Sitten herrschen, deren Kritik im anderen Kontext jedoch mit gleichem Hintergrund ansonsten im Keim als polemisch, unsachlich, bitte Quellen angeben erstickt wird.

    Und sollte nicht vergessen, dass Vertreter von Ländern in denen ähnliche Zustände, Moral und Rechtssystem herrschen von Frau Roth mit High 5 abgeklatscht werden. 8http://www.spiegel.de/politik/deutschland/claudia-roth-und-die-hand-des-iranischen-botschafters-a-882018.html)

    • whale
    • 13. März 2013 14:08 Uhr

    diese "Entgleisungen" (ein recht schwaches Wort für diese Gräuel) verurteilen. Wer verbietet das denn Ihrer Meinung nach?

    Sie spielen vielleicht an auf Kommentare mit dem Tenor "Bei uns gibt es sowas nicht" oder "Ist ja klar, Islam!" Damit machte man es sich aber in der Tat zu einfach.
    Es stimmt ja, es gibt kulturelle Hintergründe, himmelschreiende Zustände in diesen Ländern. Aber es gibt trotzdem keinen Grund für moralische Überlegenheit. Bei uns gibt es... nun denn, ich möchte es nicht aufzählen (Ich wende mich oft mit Schaudern von den Kurznachrichten in der Zeitung ab, Nachrichten aus Deutschland)...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Militär | Beziehung | Familie | Soldat | Pakistan | Region
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