Nordrhein-WestfalenSalafisten planten Mordanschlag auf Pro-NRW-Chef

Ermittler haben vier Männer aus der Islamistenszene festgenommen. Sie sollen geplant haben, den Rechtspopulisten Markus Beisicht zu töten.

Islamisten haben nach Angaben der Polizei einen Mordanschlag auf den Chef der rechtspopulistischen Partei Pro NRW, Markus Beisicht, geplant. Vier Salafisten seien festgenommen worden, gab der Essener Staatsschutz bekannt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund wurden zwei Männer in Leverkusen festgenommen und jeweils einer in Essen und Bonn. Bei dem in Bonn Festgenommenen wurden den Angaben zufolge Sprengstoff und eine Schusswaffe gefunden. Die Verhöre dauern an. Nach Angaben des Politikmagazins Report Mainz hat die Polizei die Täter in der Nähe von Beisichts Wohnort an dem Anschlag gehindert.

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Die Ermittler hätten schon seit Längerem Hinweise auf Aktivitäten der Gruppe gehabt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Behörden wollten zunächst Medienberichte nicht bestätigen, wonach die Festgenommenen Konvertiten zum Islam seien.

Kein Zusammenhang zu Razzia gegen Salafistenszene

Nach Informationen der Bild-Zeitung handelt es sich bei einem der Festgenommenen um den Mann, der am 10. Dezember einen Sprengstoffanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof verüben wollte und seither mit Hochdruck gesucht wurde. Die Bombe in einer Sporttasche auf dem Bahnsteig wurde zwar gezündet, detonierte aber nicht.

Nach Angaben von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) besteht hingegen kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem geplanten Anschlag auf Beisicht und der am Morgen durchgeführten Razzia gegen die Salafisten-Szene. Die möglichen Anschlagspläne zeigten aber, "dass es richtig und konsequent ist, gegen salafistische Vereine vorzugehen", sagte Friedrich. Am Vormittag hatten Polizisten einen Vereinsraum und Wohnungen von Salafisten in Nordrhein-Westfalen und Hessen durchsucht.

Mordaufrufe gegen Mitglieder von Pro NRW

Vor einigen Monaten hatten Islamisten gegen eine Ausstellung von Pro NRW demonstriert. Die Partei hatte Mohammed-Karikaturen gezeigt. Im Internet gab es im vergangenen Jahr auch Mordaufrufe gegen Pro-NRW-Mitglieder.

Die Bewegungen Pro NRW und Pro Köln werden wegen ihrer ausländer- und vor allem islamfeindlichen Gesinnung vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Den Verein Pro Köln gibt es bereits seit 1996, Pro NRW als Partei seit 2007.

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Leserkommentare
  1. Pro NRW sind Populisten, keine Frage. Dennoch haben ihre Mitglieder das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf freie politische Meinungsäußerung.

    [...]

    Ich würde mir wünschen, dass die großen Parteien Pro NRW hier nicht die Bühne überlassen würden, sondern ihrerseits politische Positionen besetzen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    26 Leserempfehlungen
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    • fse69
    • 13. März 2013 17:25 Uhr

    Entfernt. Sie beziehen sich auf einen inzwischen gekürzten Kommentar. Danke, die Redaktion/sam

    meinten?
    Nein das ist die Konsequenz aus ihrer Fehleinschätzung der Situation.
    Ein Türke fragte mich mal in einem Gespräch, wie könnt ihr nur diese Leute ins Land lassen. Recht hatte er.

    Es ist beruhigend zu sehen, dass die Polizei nach einer jahrelangen rätselhaften Pech- und Pannenserie bei der Aufdeckung der NSU-Morde endlich wieder zu ihrer alten Bestform zurück gefunden und dieses wertvolle Mitglied unserer Gesellschaft gerettet hat.

    Es bleibt zu hoffen, dass unsere Behörden von nun an immer so effektiv arbeiten.

    • dtires
    • 13. März 2013 17:19 Uhr

    Was und wer diese Menschen antreibt "radikale" zu werden kann ich nicht wissen.

    Worin ich mir sicher bin, ist das der Islam eigentlich eine großzügige und sehr friedliche Religion ist.

    Eine ordentliche Aufklärung durch "Hocas" würde mehr helfen als aggresiver Umgang mit Ihnen.

    16 Leserempfehlungen
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    • dig
    • 13. März 2013 17:27 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    Entfernt. Verzichten Sie auf pauschalisierende und diskriminierende Äußerungen. Die Redaktion/mak

    der "Islam ist großzügig und friedlich". Tatsächlich ist eine Religion nur das, was die Menschen daraus machen.

    In der frühen Neuzeit war der Islam in Spanien tatsächlich sehr großzügig und offen. Davon kann aber heute keine Rede mehr sein, wenn man mit dem Tod rechnen muss, sollte man "abtrünnig" werden. Der Islam hat sicher das Potential zu Großzügigkeit und Frieden, genutzt wird es aber nicht.

    Umgekehrt hat das christentum das potential zu gewalt und dominanz - und dies im mittelalter auch gezeigt. aber die christen - zumindest in europa - leben den glauben eben anders.

    wie gesagt, die religion ist das, was menschen daraus machen. über eine religion, die dinge vorgibt - erlaubt und verbietet- an die sich keiner hält, müssen wir uns nicht unterhalten. in diesem sinne ist der islam nicht friedlich und erst recht nicht großzügig (ausnahmen bestätigen die regel).

    Was meinen Sie mit "eigentlich", wenn Sie sagen, der Islam sei "eigentlich eine großzügige und sehr friedliche Religion"?

    Es gibt keine "Eigentlichkeit" in der Religion. Jeder Gläubige hat "eigentlich" so viel recht wie der nächste. Denn es gibt keine Instanz, die beweisen oder auch nur plausibel darlegen könnte, wieso eine bestimmte Anschauung von Religion wahrer ist als eine andere.

    Man sieht es am real existierenden Islam musterhaft: Sich in vielen (leider nicht allen) Punkten diametral gegenüberstehende Lager behaupten, sie verträten den wahren Islam. Sie belegen das recht gründlich mit Textstellen aus einer Schrift, die sie für Gottes Wort halten -- und alle miteinander stochern im Nebel nach einer Wahrheit, die es vermutlich gar nicht gibt.

    Man macht sich also selbst etwas vor, wenn man behauptet, Salafisten seien keine wahren Moslems, nur weil man wünschte, der Islam sei anders, als sie ihn definieren.

    • hd74
    • 13. März 2013 21:15 Uhr

    Verzichten Sie bitte auf pauschalisierende Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

    • hd74
    • 13. März 2013 21:35 Uhr

    Bite verzichten Sie auf Äußerungen, deren Intention es ist eine ethnische, soziale oder religiöse Gruppe pauschal zu verunglimpfen. Danke, die Redaktion/fk.

    Das sind keine (ordentlichen) Muslime

    Geben Sie es zu, Sie wollen doch nur gereizte Antworten herbeitrollen ;)

    Entfernt, da unsachlich und pauschalisierend. Die Redaktion/ls

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/ls

    • MaxS2
    • 14. März 2013 8:57 Uhr

    Die radikalen finden ihre Inspiration durchaus in den religiösen Texten. Da heißt es z.B: in Sure 9/111, dass Allah die, die für ihn töten und getötet werden, im Paradies belohnt.

    Wenn es um das Verhalten gegenüber Kritikern wie Pro Nrw geht, findet man auch zahlreiche Überlieferungen darüber, wie Mohammed mit Kritikern umging (z.B: Kaab Ibn Al Ashraf, Abu Afak, und andere - einfach mal googlen) - und einige Radikale wollen das Beispiel des Propheten eben leider nachahmen. Das ist das Problem, und es bringt nichts, das nur abzustreiten.

    • tchonk
    • 14. März 2013 9:56 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/ls

    • dacapo
    • 14. März 2013 11:50 Uhr

    Aber was haben die Salafisten mit diesem friedlichen Islam zu tun?

  2. Die Idioten (man verzeihe mir, das mir keine höflichere Bezeichnung einfallen mag) auf beiden Seiten, sowohl der Salafisten als auch Pro NRW sind Brüder im Geiste - beide wollen die überwiegend friedlichen Bürger allerlei Herkunft in diesem Land gegeneinander aufwiegeln und säen Haß und Zwietracht. Beide heucheln dabei hehre Ziele vor. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/sam

    32 Leserempfehlungen
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    dass PRO- Bewegungen anderen Menschen ans Leben wollen ...
    Bitte mäßigen Sie Ihre Vergleiche. Mörderbanden sind etwas anderes als Gruppen, die sich auf dem Boden unserer Verfassung Kritik üben, und wenn es scharfe Kritik ist: Der Islam hat Randbereiche, die mit harter, scharfer Kritik begegnet werden muss. Das ist Verfassungsrecht! Richter haben über die Protestaktionen von PRO entschieden und grünes Licht für Protest gegeben - was wollen gesetzestreue Bürger mehr?
    PRO protestiert, Gerichte geben ihnen das Recht - steht hier jemand über dem Gesetz?
    Salafisten, Rechtsableger des Islam, wollen morden -
    Wer will diese beiden Gruppen miteinander in eine Reihe stellen?
    Ich bin erstaunt, wie man in solche Vergleiche eingehen kann.
    Ich habe noch von keiner PRO- Demonstration gehört, wo diese Gruppierung andere außer mit Kritik angeht - und Kritik ist verfassungsrechtlich geschützt.
    Salafistische Demonstration artet dagegen in Messerstecherei aus, aus ihren Reihen kommen Morddrohungen und immer wieder aufgedeckte Attentatsversuche und -vorbereitungen, die bisher immer glücklicherweise, aber ungeplant, fehlschlugen oder vereitelt werden konnten -
    Größer kann der Unterschied zwischen zwei Randgruppen nicht sein!

    dass diese Tatsache in einem Land mit allmählich grün-pseudoliberaler Diskurshoheit untergeht , ist selbsterklärend.

    Bei den gewaltbereiten, terroristischen (Friedrich) Salafisten könnten die Grünen mal ihren autoritären-regelwüigen Staat walten lassen. Sie tuen dies aufgrund der poltical correctness leider nicht.

  3. aufs neue eine Steigerung.

    Vorgestern konservativ, gestern rechtspopulitisch, heute rechtsextrem, morgen rechtsradikal, übermorgen ultramegarechtsfaschistisch?

    Als ob ein kleiner Haufen rechter Spinner ohne jede Chance auf Regierungsbeteiligung die größte Bedrohung für dieses Land wäre..

    52 Leserempfehlungen
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    • osna
    • 13. März 2013 18:30 Uhr

    "Als ob ein kleiner Haufen rechter Spinner ohne jede Chance auf Regierungsbeteiligung die größte Bedrohung für dieses Land wäre.."

    Genau das gleiche hat man über Hitler und seine NSDAP damals gesagt, man hat sie unterschätzt und schwupp waren sie nach einem Jahrzehnt der Unauffälligkeit an diktatorischer Position.

    Zuallererst, werter Mitforist, richtet sich der Artikel ja gar nicht gegen ProNRW. Abgesehen davon: Was soll die Beschwichtigung? ProNRW sind Rechtspopulisten (nicht Rechtsextremisten, wie unter dem Foto steht, liebe Redaktion), die eine ausländerfeindliche Stimmung in diesem Land schüren. Solche Leute braucht niemand, denn sie stellen in der Tat eine echte Gefahr für dei Demokratie dar. Nein, sie sind (vermutlich) keine gewaltbereiten Rechtsrevolutionäre. Aber eine permanente Aushöhlung der demokratischen politischen Kultur ist auf Dauer wesentlich gefährlicher als jeder dilettantische Umsturzversuch.

    • ZH1006
    • 13. März 2013 20:09 Uhr

    Reichen die Erfahrungen mit der deutschen Geschichte nicht aus, was muss noch alles passieren, damit diese vor Hass geifernden Rechtspopulisten als Teil des Rechtsextremen Spektrums begriffen werden.

    • fse69
    • 13. März 2013 17:25 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Sie beziehen sich auf einen inzwischen gekürzten Kommentar. Danke, die Redaktion/sam

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Verhältnismäßigkeit"
    • dig
    • 13. März 2013 17:27 Uhr
    6. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    6 Leserempfehlungen
  4. ...'sind schon verrückte Zeiten...;-p

    http://www.mut-gegen-rech...

    3 Leserempfehlungen
  5. Zeit endlich aufzuwachen.

    29 Leserempfehlungen
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    Bevor man hier Panik verbreitet, sollte man erst einmal abwarten, was an der Sache dran ist, erinnern wir uns an die Panikmache wegen der "Sauerlandzelle", Peter v. Rossum, "Ein Käfig voller Enten":

    http://www.dradio.de/dlf/...

    "Bei näherer Betrachtung zeigten sich einige Sonderbarkeiten. Die Verhafteten wussten von ihrer Überwachung, der Stoff, aus dem die Bomben gefertigt werden sollten, ist frei erhältlich, und der Drahtzieher, die "Islamische Dschihad Union", ist lt. baden-württembergischem Verfassungsschutz eine Internet-Ente.

    Wer versorgt eigentlich die Medien mit Informationen über terroristische Bedrohungen und nach welchen journalistischen Grundsätzen werden sie veröffentlicht?"

    pdf:

    http://www.dradio.de/down...

    Oder können Sie sich noch an die absurde Räuberpistole erninnern, dass der saudische Botschafter in New York im Auftrag des Iran mit Hilfe der mexikanischen Drogenmafia umgebracht werden sollte?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sk
  • Schlagworte Nordrhein-Westfalen | CSU | Ausstellung | Essen | Internet | Islam
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