US-KolumneDie Illusion des Geldes

Unsere Wirtschaft ist eine Fiktion, das aber stört unseren Kolumnisten Eric T. Hansen nicht weiter. Was ihm Angst macht: dass die Europäer dahinterkommen. von 

Sie kennen Bernhard von NotHaus vielleicht in seiner Rolle als Gründer der Church of Free Marijuana in Honolulu, doch sein Lebenswerk bleibt die Schaffung der alternativen Währung "Liberty Dollar", den er 1975 als Konkurrenzwährung zum US-Dollar ins Leben rief.

In Scheinen und Münzen konnte man den Liberty Dollar in ausgewählten Geschäften überall im Lande benutzen, deren Geschäftsführer nach einem persönlichen Gespräch mit Herrn von NotHaus einwilligten, die Währung zu akzeptieren.

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Innerhalb von knapp vierzig Jahren gelang es von NotHaus tatsächlich, 60 Million Liberty Dollar in Umlauf zu bringen. Und das nicht nur auf Hawaii, sondern in allen 50 Bundesstaaten.

Es gibt auch andere "alternative Währungen", zum Beispiel die Ithaca Hour in New York (übrigens auch das RegioGeld in Deutschland), aber der Liberty Dollar war einfach zu beliebt. Da bekam die US-Bundesregierung Angst. Plötzlich war von NotHaus kein Spinner mehr, auch kein Geschäftsmann mit einer außergewöhnlichen Idee, sondern ein Terrorist.

Dabei wollte Herr von NotHaus nicht die Regierung stürzen, sondern nur die übermächtige Federal Reserve Bank – die Zentralbank der USA. Zurzeit sitzt er im sonnigen Malibu, Kalifornien, und wartet auf die Festsetzung des Strafmaßes, nachdem er 2011 verurteilt wurde. Dem 68-Jährigen drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Eric T. Hansen

Eric T. Hansen ist Amerikaner, Buchautor (Planet Germany) und Satiriker, der sein halbes Leben in Deutschland lebte, heute in Berlin. Sein aktuelles Buch ist Die ängstliche Supermacht: Warum Deutschland endlich erwachsen werden muss. Auf ZEIT ONLINE erklärt er einmal in der Woche die Eigenheiten seiner Heimat – und der Deutschen.

Einerseits bewundere ich den guten Mann für seinen Hang zur Anarchie und auch für seine Chuzpe. Andererseits verstehe ich auch die US-Regierung. Denn historisch bedingt wird sie sehr nervös, wenn es um das fragile Finanzsystem Dollar geht. Vor allem sollte das Volk am liebsten nicht erkennen, was Bernard von NotHaus uns alle lehrte: eine Währung ist eine Fata Morgana.

Wir wachsen mit Dollar und Euro auf, als ob es echte, handfeste Dinge seien, wie eine Tankfüllung Benzin oder ein Big Mac (die sich in Kürze in manchen Teilen von Europa als Tauschmittel besser eignen werden als der Euro). Sind sie aber nicht.

Geld aus dem Nichts

Eine sehr gute Beschreibung einer Bank steht in dem Buch Empire of Wealth, über die wirtschaftliche Entwicklung der USA, von John Steele Gordon. Da beschreibt er, wie vor Jahrhunderten Goldschmiede anfingen, Geld aus dem Nichts magisch hervorzuzaubern.

Als im 17. Jahrhundert Gold und Silber aus den amerikanischen Kolonien nach Europa flossen und die Inflation ankurbelten, begannen viele Bürger, statt der vielen schweren Goldmünzen, Gutscheine von vertrauenswürdigen Goldschmieden mit sich herumzutragen. Auf dem Blatt stand ja der Namen des Goldschmiedes, da wusste der Kunde, er könnte den Schein jederzeit gegen echtes Gold eintauschen, und bis dahin bekäme er keine Rückenprobleme.

Irgendwann erkannten dann aber die findigen Goldschmiede, dass niemand die Scheine eintauschte. Da saßen sie auf dem ganzen Gold und die Gutscheine dafür wurden irgendwo da draußen immer weiter herumgereicht. Und so fiel ihnen ein, dass man das Gold doch beleihen könnte. Also gaben sie weitere Gutscheine heraus, diesmal als Anleihen gegen Zinsen.

Aber das Beste war: Weil niemand nach dem echten Gold fragte, konnte man das Gold drei, vier, fünfmal gleichzeitig beleihen. Haarig würde es nur, wenn alle Besitzer eines Gutscheins gleichzeitig an der Tür hämmerten, so wie heutzutage in einem kleinen europäischen Inselstaat. Da würden sie feststellen, dass nur ein Bruchteil des beliehenen Goldes tatsächlich im Tresor liegt. Aber niemand verlangte das eigentliche Gold: Die Gutscheine reichten völlig aus.

"Indem sie mehr Gutscheine herausgaben, als durch das Gold gedeckt werden konnte, schafften es die Goldschmiede – die längst Banker waren – aus Luft Geld zu machen", schreibt Gordon.

So funktionieren die Zentralbanken noch heute, auch, nachdem der Goldstandard abgeschafft wurde. Sie drucken einfach ein Stück Papier und beleihen es für den mehrfachen Wert. Es ist nur wertvoll, weil wir uns darauf geeinigt haben, dass es wertvoll ist.

Unsere ganze Wirtschaft ist eine Fiktion, ähnlich wie die virtuelle Welt im Science-Fiction-Film Matrix. Aber eine Fiktion, die funktioniert. Über Jahrhunderte hat sie die westliche Welt zu der erfolgreichsten und innovativsten Gesellschaft der Geschichte gemacht.

Nicht alle Politiker verstehen das, wenn sie anfangen, an der Matrix herumzuschrauben.

Leserkommentare
  1. ist eine konvention die nur besteht weil wir dran glauben bzw sie akzeptieren. Wichtige Erkenntnis aber dadurch ist sie nixht weniger real.

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    aber Realitäten verändern sich auch. In diesem Sinne ist Wandel auch nicht auf zu halten. Ist nur die Frage ob die Fühurngsklasse den Wandel in der Gesellschaft bemerkt und gestalten möchte oder ob man es verschläft und es zu gewaltatigen Revoluntionen kommt.
    Im arabischen Frühling konnte man das gut beobachten.
    Herr Hansens Ausführungen in allen Ehren, aber ich glaube nicht das Menschen aus seiner Generationen Lösungen präsentieren können, vor allem nicht in Europa. Die Nachkriegsgeneration ist mit Besitzstandsängsten erzogen worden. Das spiegelt sich eben auch an der Art wieder wie diese Generation Probleme sieht und diese einfach auch falsch formuliert.
    In jedem wissenschaftlichen Bereich sind die Grenzen fast unendlich wie es scheint. Bio-Engineering, Nanotechnologie usw.
    Aber im Bezug auf Ökonomie sollen wir schon am Ende angekommen sein?
    Jede Idee die sich im Nachhinein als positiv gesellschaftsverändernd raus gestellt hat wurde zuerst belächelt und oder von Autoritäten unterbunden oder verfolgt. Warum sollte gerade dies in unserer Zeit anders sein.

    Das System des Kapitalismus ist auf eine globalisierte Welt nicht anwendbar, weil es KEIN endloses Wachstum gibt. Am Ende wird es dann in der Welt so aussehen wie in den meisten Gesellscahften heute. Eine Vermögenskonzentration auf 5-6% der Bevölkerung der Welt und der Rest kann schauen wo er bleibt. Bevor das passiert wird es sicherlich die eine oder andere blutige Revolution geben.

    • deDude
    • 26. März 2013 15:50 Uhr

    ... die Matrix wurde am Ende von EINEM Auserwählten zerstört

    N...Neo... achja, Neo(liberalismus) war sein Name glaube ich :-P

    Trotzdem, netter und anschaulicher Artikel Herr Hansen.

    Objektive Frage: Wie bewerten Sie persönlich im Hinblick auf die europäischen Aktionen die amerikanischen Rettungsbemühungen?
    Schließlich haben wir hier zwei ähnliche Wirtschaftssysteme die aber zwei vollkommen gegensätzliche Maßnahmenkataloge zur Lösung der Krise präsentieren.

    Grüße
    deDude

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    na, nicht ganz!

    neo zerstörte lediglich den für die matrix bedrohlichen virus "agent smith", die matrix gab (eigentlich natürlich: gibt) es weiterhin, aber reguliert!

    Gott bewahre die taktik der Amis. Die da lautet nichts ändern, geld drucken und abwarten ob der kapitalismus doch noxh zeitgemäß ist. Lieber ein europa mit realer wirtschaftsgrundlage ( und nixht nur apple und goldman) und (leider) heftigen Diskussionen und auch Entscheidungen. Die einzige sorge bei uns ist dass die ewig gestrigen (eurogegner) zu viel podium bekommen und am ende zuviel gezündelt haben.

    • fauler
    • 27. März 2013 0:16 Uhr

    Also ich kenne da eig eine andere Version, als die die "E.T" hier vorstellt, was andrew jackson angeht. Der Link hier stellt gut eine andere Sichtweise:

    http://www.bank-einbruch....

    Ganz wichtig: NUR zu der Regierungszeit von Jackson hat die USA es jemals geschafft ihre Schulden zurückzuzahlen.

    Das erwähnt E.T. nicht

  2. sind m.E. das schwerer wiegende Problem unseres Geldsystems. Die Bank erschafft 100.000 € aus dem Nichts und verleiht sie an einen Kunden. Bei einem Zinssatz von 5% muss der über 30 Jahre insgesamt 193.000 € zurückzahlen. Die Zinsen gibt es aber im Geldsystem gar nicht - niemand schafft Geld, das originär als Zins dienen soll. Die Zinsen müssen erst noch geschaffen werden - wie immer als Kredit. Das ist aber ganz klassisch Schneeballsystem: ich brauche Kredite von morgen um die Zinsen von heute zu bezahlen. ALLES ABSCHAFFEN - VOLLGELD OHNE ZINSEN!!!

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    Wer verleiht dann noch Geld, wenn daran nichts mehr zu verdienen ist?

    Basiert nicht unser ganzer Wohlstand auf dem Kredit (Stichwort: Investitionen)?

    Die Idee ist doch, dass (gelungene) Investitionen einen Mehrwert generieren, an dem sich der Geldgeber via Zinsen beteiligt -
    und dies ganz zu Recht: denn er ermöglicht dem Unternehmer überhaupt zu handeln.

    Eine Win-Win-Situation.

    "Alles abschaffen." Vielleicht sollten Sie nochmals darüber nachdenken! ;)

    • zozo
    • 26. März 2013 17:23 Uhr

    dies nennen manche die "fehlende Zinsen", und wenig Leute verstehen worum es sich handelt.

    Schön und sauber zusammengefasst, danke.

    „Weil Geld in bestimmten Funktionen durch bloße Zeichen seiner Zeichen seiner selbst ersetzt werden kann, entsprang der ... Irrtum, es sei ein bloßes Zeichen. Andererseits lag darin die Ahnung, dass die Geldform des Dings ihm selbst äußerlich und bloße Erscheinungsform dahinter versteckter menschlicher Verhältnisse ist.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 105.

    „In der Zirkulation der Wertzeichen (Papiergeld) erscheinen alle Gesetze der wirklichen Geldzirkulation umgekehrt und auf den Kopf gestellt.

    Während das Gold zirkuliert, weil es Wert hat, hat das Papier Wert, weil es zirkuliert.

    Während bei gegebenem Tauschwert der Waren die Quantität des zirkulierenden Goldes von seinem eigenen Wert abhängt, hängt der Wert des Papiers von seiner zirkulierenden Quantität ab.

    Während die Quantität des zirkulierenden Goldes steigt oder fällt mit dem Steigen oder Fallen der Warenpreise, scheinen die Warenpreise zu steigen oder zu fallen mit dem Wechsel in der Quantität des zirkulierenden Papiers.

    Während die Warenzirkulation nur bestimmte Quantität Goldmünze absorbieren kann, daher abwechselnde Kontraktion und Expansion des zirkulierenden Geldes sich als notwendiges Gesetz darstellt, scheint das Papiergeld in jeder beliebigen Ausdehnung in die Zirkulation einzugehen.

    ...von Inflation gehört?

    • mat123
    • 26. März 2013 16:15 Uhr

    ...hält Herr Hansen jetzt diejenigen Banker, die über die Stränge geschlagen haben für schützenswert? Da fehlt doch noch das eine oder andere Argument!

    Wenn Boni dazu verführen, eine Achterbahnfahrt anzuzetteln, an deren Tiefpunkt die Allgemeinheit zur Kasse gebeten wird, warum sollte man dann nicht die Boni begrenzen?

    Das Geld, das die Profiteure der Achterbahnfahrt ausgegeben haben, wird von Leuten bezahlt, die sich dann weniger Big Macs leisten können, um es mal in Hansens Währung umzurechnen.

    Es sei denn, die Schulden werden bezahlt, in dem die Notenpresse wieder einmal angeworfen wird. Dann könnten wir ja so weitermachen wie bisher: in den Banken wird munter Roulette gespielt, Gewinne werden verprasst und Verluste werden mit frischgedrucktem aufgefüllt. Ist das vielleicht Ihr Plan, Herr Hansen?

    14 Leserempfehlungen
  3. "Lasst die Matrix in Ruhe!" - wie kann man nur zu so einem Ergebnis kommen? Das Finanzsystem hat doch längst seine ursprünglichen Aufgaben in den Hintergrund gestellt. Da werden mit Optionen, Zertifikaten, Ausfallabsicherungen etc. Wetten auf kommende Ernten abgeschlossen, wo doch kein Mensch weiß, wie das Wetter im nächsten Sommer wird. Da wird gewettet, dass dich die Balken biegen - mit Geld, was nicht einmal den Banken selbst gehört.
    Und wenn eine Bank sich verspekuliert, dann sollen die Steuerzahler den Schaden tragen? "Kollateralschäden" der verrückt gewordenen Hochfinanz werden auf die Gesellschaften und jetzt sogar auf die kleinen Sparer abgewälzt?
    Und diese "Matrix" sollen wir in Ruhe lassen?

    Das kann doch nicht Ihr Ernst sein...

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    >>Das Finanzsystem hat doch längst seine ursprünglichen Aufgaben in den Hintergrund gestellt.<<

    die eigtl. aufgabe der finanzunternehmen im kapitalismus ist es, gewinn zu machen. sie unterliegen wie jedes andere unternehmen dem ökonomischen zwang zu verwertung und akkumulation und sind daher wie diese immer auf der suche nach neuen verwertungsmodellen und verfahren der bedürfniserzeugung.
    hier liegt auch das problem des artikels: mit dem 'stammtisch-antikapitalismus', den er zu kritisieren vorgibt, teilt er die obsessive fixierung auf die finanzsphäre. die ist jedoch weder bereits 'der kapitalismus', noch bildet sie eine von allen materiellen belangen abgehobene sondersphäre, sondern gehört dem modernen kapitalistischen reproduktionszusammenhang (wie auch die sog. 'realwirtschaft' und der staat) als integrales funktionsmoment an.
    in der idealischen abspaltung und (negativen) überhöhung der zirkulationssphäre liegt die grundlegende (und in der geschichte des öfteren verhängnisvolle) verkennung aller regressiv-romantischen anschauungen des kapitalismus.

    "Die Matrix in Ruhe lassen" heisst bei Hansen: kein Aktionismus, kein bailout, lass die insolventen Banken Pleite gehen.
    Das waere der typisch amerikanische Ansatz. (Den sie in der gegenwaertigen Krise allerdings selber nicht beherzigt haben)
    Im Moment drucken die Amerikaner wie wild Dollars waehrend in Europa versucht wird, die Strukturen, die zur Krise gefuerht haben zu verbessern. In Amerika denkt man, die Probleme durch exzessive Zusaetzliche Verschuldung jetzt kann man in der Zukunft loesen. In Europa will man Probleme jetzt loesen um in der Zukunft geruestet zu sein, wobei man Gefahr laeuft, das Kind mit dem Bade auszuschuetten.
    Die Zukunft wird zeigen, welche Strategie besser war.

    • TeCe
    • 26. März 2013 16:27 Uhr

    .... aber Sie schreiben "....und die schlimmste Finanzkrise der Geschichte der USA begann und dauerte sieben Jahre an." - Ich glaube wir erleben gerade als Zeitzeugen die schlimmste Finanzkrise der Geschichte der USA und der ganzen Welt.
    Des weiteren: " Ich habe Angst davor, dass die Politiker zu immer drastischeren Maßnahmen greifen...." - Na glauben Sie, daß die Politiker dies tun würden, wenn es nicht nötig wäre?
    Obviously the system is collapsing.

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  4. ...erreichen Sie aber genau das Gegenteil.
    Es gibt immer noch genug Menschen die glauben wollen das Geld durch Arbeit und Produktion entsteht und nicht einfach so "gemacht" wird wie es einer Hand voll Menschen passt. Und solange die Menschen das auch weiterhin glauben ist die Matrix sicher. Erst wenn man hinter die Fassade schaut wirds brenzlig.
    Also, diesen Artikel besser Zensieren, sonst fängt noch der eine oder andere zum denken an und das kann schnell ins Chaos führen :-)

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    Der Gedanke kam mir auch.

    Es ist allerdings auch besser, Grundlegendes wie Gesundheit, Bildung oder Wasserversorgung in öffentlicher Hand zu behalten.
    Werden diese Güter künstlich verknappt ("für kostenlose Kindergärten ist kein Geld", "es sind mehr Eigenleistungen erforderlich"), so stellt man sich schneller die Frage, wieso das Geld so knapp ist, wo doch die Leute, die die Knappheit verkünden, theoretisch einfach eine Druckauftrag an die Notenbank senden könnten.
    Um die Illusion möglchst langlebig zu halten, sollten alle grundlegenden Güter öffentlich und frei sein und ein Grundeinkommen á la Piraten o.ä. dafür sorgen, dass nicht zu viele Leute kritische Fragen stellen wollen...

    • Tetsu
    • 26. März 2013 16:35 Uhr

    Das gleiche forderte die Kirche als die Aufklärung daran ging ihr Weltbild zu demontieren - heute, mehr als zweihundert Jahre später sehe ich in ihnen immer noch das beste was uns passieren konnte.
    Noch viel Früher warnte bekannter reaktionärer "wenn sich die Schrift durchsetzt, wird das gesprochene Wort sterben"...

    Ich halte es hier lieber mit Georg Christoph Lichtenberg: "Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."

    Und frage mich: "Was verlieren wir, wenn wir ein fiktionales Bezugssystem aufgeben? Unsere tatsächliche Position in der "Leere" oder lediglich unsere Idee von "Unten" und "Oben", welche weniger unser "Sein" als vielmehr die Beziehung zwischen "Herrscher" und "Beherrschten" charakterisiert?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Deregulierung | Dollar | Facebook | Gold | Reichensteuer | Silber
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