Mutmaßliche Boston-TäterDie Zarnajews, Familie ohne Heimat

Kirgisistan, Dagestan, Tschetschenien, USA: Der Lebensweg der Brüder Zarnajew hängt eng mit der turbulenten Geschichte der Sowjetunion zusammen. von 

Tokmok

Die Stadt Tokmok im zentralasiatischen Kirgistan, wo Familie Zarnajew vor ihrer Auswanderung wohnte.  |  © REUTERS/Vladimir Pirogov

Warum werden zwei junge Menschen in den Vereinigten Staaten zu Terroristen? Hat es im Fall der Zarnajew-Brüder möglicherweise mit einem Gefühl der Heimatlosigkeit zu tun? Hinweise erhoffen sich Ermittler wie Politiker auch aus der Vita der Familie Zarnajew. Diese hängt eng mit Geschichte und Zerfall der Sowjetunion zusammen: Teile der Familie sind um die halbe Welt geflohen. Noch sind die bislang bekannten Details über den Werdegang der Zarnajews nicht einheitlich und zum Teil widersprüchlich. Ein paar Tatsachen scheinen in ihren Grundzügen aber klar.

Die Zarnajews lebten ursprünglich in Kirgisistan. Wahrscheinlich sind sie dort 1944 gelandet, als die Tschetschenen aus dem Nordkaukasus nach Zentralasien zwangsumgesiedelt wurden. Zwischen 1940 und 1944 hatte der tschetschenische Nationalist Hassan Israilov im Nordkaukasus eine Revolte gegen die Sowjetherrschaft angeführt. Nach deren Zerschlagung verdächtigte Josef Stalin die größtenteils muslimischen Tschetschenen der Kollaboration mit den Nazis (obwohl die deutsche Wehrmacht bis Tschetschenien gar nicht gekommen war).

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Das Gros der Tschetschenen wurde daraufhin nach Kasachstan und Sibirien deportiert, viele Menschen starben auf dem Weg. Die tschetschenische Community in Kirgisistan ist klein, rund 20.000 leben dort heute noch. 1992 zogen die Zarnajews offenbar erstmals wieder in ihre alte Heimat Nordkaukasus, doch 1994 brach der erste der zwei Tschetschenien-Kriege mit Russland aus und die Familie ging zurück nach Kirgisistan.

Erst kurz vor dem Ausbruch des zweiten Krieges (1999-2009) kehrten die Zarnajews nach Tschetschenien zurück. Als der Krieg begann zogen sie 1999 nach Machatschkala, die Hauptstadt der südrussischen Teilrepublik Dagestan. Damit waren sie wahrscheinlich auch Kriegsflüchtlinge geworden. Laut dem North Caucasus Analysis Programm in Washington DC musste die Familie finanziell einigermaßen gut ausgestattet sein, um im teuren Machatschkala wohnen zu können. Die meisten Tschetschenen Dagestans wohnen in der wesentlich günstigeren Stadt Chassawjurt. Wahrscheinlich stammt die Familie mütterlicherseits aus Dagestan. Ihre Kinder konnten die Eltern in der Schule Nr. 1 unterbringen, einer der besten Machatschkalas. Der jüngere, noch lebende Bruder Dschochar Zarnajew ging dort ein Jahr lang zur Grundschule.

Das Problem des Homegrown-Terrorismus

2002 konnten Vater Anzor und Mutter Zubeidat mit ihren zwei Söhnen (Tamerlan und Dschochar) und Töchtern (Ailina und Bella) in die USA auswandern. Sie galten als Kriegsflüchtlinge, erhielten Asyl und zogen in die Gegend von Boston. Der ältere Bruder Tamerlan erhielt 2007 das Aufenthaltsrecht in den USA. Vater Anzor Zarnajew, der in den USA als Automechaniker gearbeitet hatte, zog es vor Kurzem wieder nach Dagestan. Ob seine Frau wirklich mitgezogen ist oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Informationen.

Sicher ist, dass die Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew während der zwei Kaukasus-Kriege nicht in Tschetschenien gelebt haben. Sie haben daher auch keine unmittelbaren Kriegserfahrungen gemacht, die ihren Weg in den Terrorismus geebnet haben könnten. Zwar ist auch das russische Dagestan eine Unruherepublik, doch waren die Brüder noch jung, als als die Familie in die USA ging, der jüngere war neun, der ältere sechzehn Jahre alt. Die Brüder sind zwar weit gereist, haben aber ihre wichtige Entwicklungsphase in den USA verbracht und müssen daher auch als Homegrown-Terroristen betrachtet werden.

Darauf werden sich die Geheimdienste zukünftig noch mehr einstellen müssen. Genauso wie auf die Tatsache, dass dies nicht nur für die Terroristen selbst gilt, sondern auch für deren Einflüsterer. Tamerlan Zarnajew hatte auf YouTube beispielsweise die Filme des dschihadistischen Prediger Feiz Mohammed abonniert. Der wurde 1975 als Sohn libanesischer Eltern im australischen Sydney geboren. 2005 musste er Australien verlassen und ging nach Dinniyeh, dem Heimatort seiner Eltern im Nordlibanon, zu diesem Zeitpunkt bereits ein beliebter Dschihadisten-Rückzugsort. Laut Al-Monitor, einem Informationsdienst für den Mittleren Osten, soll Mohammed auch im britischen Liverpool, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Malaysia gelebt haben. Irgendwann in dieser Zeit müssen die weitgereisten Zarnajew-Brüder im Internet die Filme des reisenden Hasspredigers entdeckt haben.

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Leserkommentare
  1. Erdkunde lernen muessen, als sie es je wollten.

    Das Interesse in diese doch recht abgelegenen Gegenden der Welt sind doch recht gering solange da nicht Oel sprudelt.

    8 Leserempfehlungen
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    Etwas besseres ist Ihnen zu dem Thema nicht eingefallen ? Wieviele Bürger in D könnten denn Tschetschenien oder den Kaukasus auf der Landkarte finden ? Vermutlich auch nicht mehr als in den USA.

    Sinn? Zusammenhang? Hä?

    "Das wird die Amerikaner ankotzem, dass sie hier viel mehr
    Erdkunde lernen muessen, als sie es je wollten.
    Das Interesse in diese doch recht abgelegenen Gegenden der Welt sind doch recht gering solange da nicht Oel sprudelt."

    Es lebe das Vorurteil....;-)

    Ich bin keine US-Amerikanerin, aber ich hätte Dagestan bis vor kurzem eher als unabhängige Kaukasus-Republik eingestuft, daher habe ich zunächst Berichte nicht richtig verstanden, wonach der Vater wieder in Russland lebe und der ältere Verdächtige einen russischen Pass besitze.

    auf der Landkarte zu suchen ist.

  2. Herr Steffen Richter,
    eine schlechte Kindheit und die ach so böse Gesellschaft ist KEINE Entschuldigung für Terrorismus !!!
    Die Brüder haben kein Mitleid verdient !
    Dass Sie hier (unterschwellig) versuchen die Täter- und die Opferrolle zu verdrehen ist ein Schlag in das Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen !!!

    Außerdem liegt der Einzige der den Wahren Grund für diesen Anschlag kennt schwer verletzt im Krankenhaus und kann nicht reden, von daher ist dieser Artikel nur eine Ansammlung von Mutmaßungen !

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    Dass Sie die (vermutete) Familiengeschichte als "Entschuldigung" lesen, sagt mehr über Sie aus als über die Geschichte.

    Wenn man Amokläufen, Selbstmordattentaten und ähnlichen Verbrechen von jungen Männern vorbeugen möchte, macht es schon Sinn zu verstehen, wie es dazu kommt. Dabei geht es nicht um Mitleid und Entschuldigung - denn natürlich sind diese jungen Männer verantwortlich für ihr Handeln und müssen dementsprechend auch die Konsequenzen tragen. Für die Gesellschaft ist aber wichtig zu wissen, auf rationaler Ebene und ohne Moralisierung, dass junge Männer ohne sicheren Rückhalt potentiell gefährlich sein können, wenn sie Ungerechtigkeit gegenüber sich selbst oder ihrer Gruppe wahrnehmen. Wie weit das berechtigt ist, spielt keine so große Rolle. Die subjektive Sichtweise ist entscheidend. Mit dieser Gefahr müssen wir umgehen. Das ist nicht einfach, weil natürllich längst nicht jeder entwurzelte junge Mann gefährlich ist. Es scheint mir aber vernünftig zu sein, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Was daran ist Mitleid? ich sehe das eher als Selbstschutz.

    • AndreD
    • 22. April 2013 19:57 Uhr

    1.) Die Schuld der jungen Menschen ist noch nicht bewiesen! Dazu braucht es immer noch einen ordentlichen Prozess, der die Schuld beweist.

    Von daher sind jegliche Schuldzuweisungen und solche Wendungen wie im Artikel "homegrown terrorism" einfach mal völlig daneben.

    2.) Von einem "wiederholt" islamistischen Anschlag auszugehen, ist eine Unglaublichkeit, die der Intelligenz jeden Kommentators hier spottet:
    Der erste und wichtigste Anschlag dieser "wiederholten" Anschläge war 9/11.
    Haben die USA bisher irgendwelche Beweise herangeschafft, die bspw. die Mittäterschaft Osama Bin Ladens beweisen?

    3.) Die Opfer solcher terroristischer Akte kann man nur betrauern.

    4.) Zeter und Mordio schreien alle, während im Irak, Afghanistan, Kongo und an anderen Orten täglich das Zehnfach an Opfern entsteht wie in Boston. Traurig, aber leider wahr. Aber das passiert immer, wenn die Folgen der westlichen Weltpolitik vor der virtuellen Haustür sichtbar werden.

    ...aber dennoch schwingt indirekt in diesem Artikel so etwas mit. Man wählt ja nicht ohne Grund diesen Duktus des Artikels.

    Die Einwanderer die in die USA kamen und die dieses Land groß und stark gemacht haben, hatten alle ihre Heimat verloren. Sie haben sich aber in Amerika nicht abgekapselt sondern haben alle GEMEINSAM etwas auf die Beine gestellt.

    Ich nenne nur den Namen Andrej Warhola. Vielen vielleicht eher bekannt als Andy Warhol. Er kam aus mit seinen Eltern aus den Karpaten mit russisch-slawischen Wurzeln.

    Und was tat der junge Andrej? Er amerikanisierte seinen Namen. Ein sendet ein Zeichen: Hier bin ich, ein Fremder aus einem anderen Kulturkreis. Aber ich will zu euch gehören, ich verändere meinen Namen, damit ich euch ähnlicher bin.

    Das nenne ich einen Willen zur Integration. Er hat sich der neuen Kultur angepasst.

    […]
    Also, all die Geschichten über die verlorene Heimat, das klingt ja rührend. Doch was ist denn mit der NEUEN Heimat? Warum wird diese nicht bejahend angenommen.

    Denn eines ist ja auch ganz klar. Er ging auf eine sehr gute Schule, hatte sogar ein Stipendium, er war auf einem erfolgreichen Weg.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/jp

    Geboren als Kind palästinensischer Eltern in einem arabischen Dorf bei Tel Aviv hatte der heutige Diplompsychologe Ahmad Mansour eine spannungsreiche Kindheit als muslimischer Junge, der im jüdischen Staat aufgewachsen ist. Nach einem Psychologiestudium in Tel Aviv suchte er eine Welt ohne Hass und tägliche Gewalt und kam nach Berlin. Inzwischen ist Ahmad Mansour Gruppenleiter im Neuköllner Projekt "Heroes" http://www.heroes-net.de/ und gefragter Experte, wenn es um Antisemitismus und Radikalismus,Salafismus in muslimisch geprägten Milieus geht.

    Er erklärt in einem Radio-Interview des rbb, was unter dieser "Heimatlosigkeit" bei diesen jungen Männern zu verstehen ist.
    Zum Nachhören:
    http://www.kulturradio.de...
    Im Tagesspiegel erzählt er, wie er in seinem arabischen Heimatdorf in Israel als Junge durch die Angstpädagogik von Imamen radikalisiert wurde, sich aber aus den Fängen des religiösen Fundamentalismus befreit hat:

    "Ich war einmal ein Islamist"
    http://www.tagesspiegel.d...

    Sehr empfehlenswert !!!!!

  3. am Ende haben sie dem Land, das ihnen Asyl gegeben hat, in dem sie alle Möglichkeiten hatten, etwas aus ihrem Leben zu machen, mehrere Tote und viele grausam Verletzte hinterlassen. Verständnis oder gar Mitleid sind hier völlig unangebracht.

    33 Leserempfehlungen
  4. Sorry Herr Hanke,

    ich finde die Darstellung des bisher bekannten Lebensweg der Bostoner Bombenleger sehr interessant und aufschlussreich und in keinem Fall Mitleid heischend.

    In den westlichen Ländern wird man sich der Problematik der heimatlosen und von irgendwelchen Ideologien verdrehten Menschen widmen müssen. Man wird Augenmerk auf diejenigen richten müssen, die ausgegrenzt werden, oder sich ausgrenzen, denn ansonsten werden diese Menschen von Ideologen gebraucht, oder mißbraucht.

    Einen Schlag ins Gesicht der Opfer, wie von Ihnen angeführt, vermag ich nun wirklich nicht erkennen. Danke Herr Richter für die schnelle Recherche.

    8 Leserempfehlungen
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    "Tamerlan Zarnajew hatte auf YouTube beispielsweise die Filme des dschihadistischen Prediger Feiz Mohammed abonniert... Irgendwann in dieser Zeit müssen die weitgereisten Zarnajew-Brüder im Internet die Filme des reisenden Hasspredigers entdeckt haben."

    Nun, die Ideologie ist die eines Islamisten. Damit hat sich offenbar das bewahrheitet, was man nicht wahrhaben will. Ein weiterer islamistischer Terroranschlag. Es gilt noch herauszufinden, wer die Drahtzieher des Anschlags waren.

    Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/fk.

    • simmal
    • 22. April 2013 22:25 Uhr

    "Man wird Augenmerk auf diejenigen richten müssen, die ausgegrenzt werden, oder sich ausgrenzen, denn ansonsten werden diese Menschen von Ideologen gebraucht, oder mißbraucht."

    Das klingt so als wären die Menschen komplett hilflos, während es irgendwo ganz böse Leute gibt, die diese mißbrauchen. Ist das tatsächlich Ihre Sicht der Dinge? Und wer sind dann die bösen Menschen? Werden die nicht auch mißbraucht? Gibt es dann überhaupt jemanden, der für seine Taten verantwortlich ist?
    So gesehen wären auch die, die gutes Tun nicht für ihr Handeln verantwortlich.

  5. "Tamerlan Zarnajew hatte auf YouTube beispielsweise die Filme des dschihadistischen Prediger Feiz Mohammed abonniert... Irgendwann in dieser Zeit müssen die weitgereisten Zarnajew-Brüder im Internet die Filme des reisenden Hasspredigers entdeckt haben."

    Nun, die Ideologie ist die eines Islamisten. Damit hat sich offenbar das bewahrheitet, was man nicht wahrhaben will. Ein weiterer islamistischer Terroranschlag. Es gilt noch herauszufinden, wer die Drahtzieher des Anschlags waren.

    22 Leserempfehlungen
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    ...braucht es keine Drahtzieher. So eine Bombe würde ich sogar hinbekommen. Das Problem beim Homegrown Terrorism ist ja, dass er autark und mit einfachsten Mitteln agiert. Er ist völlig autark und dezentral. Deshalb können solche Anschläge auch nie verhindert werden.

    Man kann höchstens verhindern, dass sich junge Männer so radikalisieren. Das würde aber heisen, dass man sich mit seiner Aussenpolitik kritisch auseinandersetzt. Dass man erkennt, dass die autokratischen Herrscherhäuser am Golf ihre Ideologie ganz gezielt verbreiten und radikalreligiöse Strömungen in jeder Hinsicht unterstützt.

    Die Wahrheit ist nämlich, dass die Kernideologie aus den Ländern kommt, die wir als unsere Partner bezeichnen. Denen wir für hunderte Milliarden schwere Waffen liefern. Deren massive politischen Unterstützung von salafitischen/wahabistischen Gruppen und Parteien die Vervielfältigung dieser Ideologie über den Globus erst möglich macht.

  6. ... dass es solche Hetzfilme auf seiner YouTube Site stehen lässt?
    Es geht doch nicht, dass das Internet ungehindert als Verbreitungsmedium dumpfer, gewalttätiger Propaganda jedweder Art genutzt wird und die Betreiber solcher Sites auch noch bekannte internationale Konzerne sind.

    Eine Leserempfehlung
    • simmal
    • 22. April 2013 18:39 Uhr

    Ich kann ehrlich gesagt aus dem Artikel nicht wirklich erkennen, wie man nun die Ermordung von Zivilisten erklären kann?!
    Das ist einfach zu wenig.

    4 Leserempfehlungen
  7. ...braucht es keine Drahtzieher. So eine Bombe würde ich sogar hinbekommen. Das Problem beim Homegrown Terrorism ist ja, dass er autark und mit einfachsten Mitteln agiert. Er ist völlig autark und dezentral. Deshalb können solche Anschläge auch nie verhindert werden.

    Man kann höchstens verhindern, dass sich junge Männer so radikalisieren. Das würde aber heisen, dass man sich mit seiner Aussenpolitik kritisch auseinandersetzt. Dass man erkennt, dass die autokratischen Herrscherhäuser am Golf ihre Ideologie ganz gezielt verbreiten und radikalreligiöse Strömungen in jeder Hinsicht unterstützt.

    Die Wahrheit ist nämlich, dass die Kernideologie aus den Ländern kommt, die wir als unsere Partner bezeichnen. Denen wir für hunderte Milliarden schwere Waffen liefern. Deren massive politischen Unterstützung von salafitischen/wahabistischen Gruppen und Parteien die Vervielfältigung dieser Ideologie über den Globus erst möglich macht.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte USA | Familie | Kasachstan | Tschetschenien | Australien | Dagestan
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