Staatsanwaltschaft StuttgartBrand in Backnang geht auf laxen Umgang mit Feuer zurück

Die Staatsanwaltschaft schließt einen technischen Defekt als Ursache des Hausbrandes von Backnang mit acht Toten aus. Sie gibt die Schuld eher den Bewohnern selbst.

In diesem Haus in Backnang starben sieben Kinder und ihre Mutter bei einem Brand im März 2013.

In diesem Haus in Backnang starben sieben Kinder und ihre Mutter bei einem Brand im März 2013.

Die Brandkatastrophe im schwäbischen Städtchen Backnang mit acht Toten ist nach neuen Erkenntnissen wohl versehentlich von den Hausbewohnern selbst ausgelöst worden. Ein zunächst vermuteter technischer Defekt könne ausgeschlossen werden, sagte der Leiter der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, Siegfried Mahler. Als Brandursache komme vielmehr unvorsichtiger Umgang mit Feuer infrage. Das hätten auch Sachverständige des Forensischen Instituts Zürich bestätigt.

Bei dem Feuer im März waren eine aus der Türkei stammende 40-jährige Frau und sieben ihrer Kinder ums Leben gekommen. Die Großmutter und zwei weitere Menschen überlebten. Unter anderem hatte die Polizei einen Holzofen in der Wohnung sowie elektrische Leitungen als mögliche Brandursache in Betracht gezogen. Die Opfer waren zur Bestattung in die Türkei überführt und dort erneut obduziert worden.

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In der Familie sei viel geraucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Feuer sei im Bereich der Schlafcouch der Großmutter ausgebrochen. Die Frau äußere sich gegenüber den Ermittlern nicht zum Hergang des Brandes.

In dem Fall eines Kölner Hausbrandes mit zwei Toten ist die Ursache weiter nicht abschließend geklärt. Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen brach das Feuer allerdings nicht wegen einer defekten Elektrik aus, wie die Kölner Staatsanwaltschaft mitteilte. Auch Hinweise auf eine Brandlegung mit Brandbeschleunigern seien nicht festgestellt worden. Es könne nicht aufgeklärt werden, ob der Brand fahrlässig – etwa durch nicht gelöschte Zigarettenglut – oder vorsätzlich durch offenes Feuer gelegt wurde.

Kolat spricht von "Verniedlichung" des Rassismus

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hatte verlangt, in solchen Fällen zunächst grundsätzlich von einem rechtsradikalen Hintergrund auszugehen. "Wir sollten es machen wie in England. Dort geht man automatisch von einem rassistischen Anschlag aus, um dann zu schauen, ob doch etwas anderes dahintersteckt", sagte Kolat im Kölner Stadt-Anzeiger. "Bei uns ist es umgekehrt. Bei uns wird erst mal verniedlicht."

Kolat kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Ich habe ihr vorgeschlagen: Lassen Sie uns gemeinsam nach Backnang gehen, wo eine türkischstämmige Frau und ihre sieben Kinder umkamen, und dort mit den Familien sprechen. Sie hat das abgelehnt. Es wäre aus menschlicher Perspektive ein gutes Zeichen gewesen, auch wenn es gar kein rassistischer Anschlag war. Das muss von höchster Stelle kommen. Die Politik hat das immer noch nicht verstanden."

 
Leser-Kommentare
  1. Damit kann den Muslimen keiner mehr dumm kommen.
    Ey,was kuckst du?

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  2. Sie haben wohl nie Conan-Doyle gelesen.

    Wenn sie eine Sache untersuchen, dann schließne sie alles Unmögliche aus und das was übrig bleibt, muss die Wahrzeit sein, so schwer sie auch zu begriefen ist.

    http://en.wikipedia.org/w...

    Außerdem wäre das Haus in Backnang nicht der erste, das zu Schaden kommt, weil jemand mit Zigarretten etc. unvorsichitg war.

    Der Fall Bachmann sollte bekannt sein.

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  3. eine Gedankenpolizei eingeführt werden, die das auch sorgfältig kontrolliert.

    So sorgfältig wir hier Kommentare zensiert und gelöscht werden, wird die Zeit mit gutem Beispiel vorangehen, damit dem Islam nur ja kein Leid geschehe.

    Egal wieviel Leid der Islam über sich selbst und andere bringt.

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  4. als seien Sie enttäuscht, daß es keine Anschlag war.

    Und weil es nicht paßt, ist es also nur vorgeschoben?

    EIn Schwelbrand von einem Sofa (Zigarette) ausgehend und trotzdem war es ein Anschlag? Vielleicht lesen Sie mal dort nach, wo genauere Beschreibungen enthalten sind:

    http://www.swp.de/ulm/nac...

    Übrigens. die Untersuchungsergebnisse wurden von Schweizer Spezialisten mit bestätigt.
    Vernuten Sie, diese stecken mit wem auch immer unter einer Decke?

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  5. zu Beginn von Ermittlungen wirklich in alle Richtungen zu ermitteln und nicht auf dem "rechten Auge blind" zu sein.

    Allerdings gibt es wohl wesentlich mehr Wohnungsbrände, die auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sind als rechtsradikale Brandstiftung.
    Von diesen Unglücksfällen lesen wir nur nicht in den Schlagzeilen, eben weil es - so zynisch wie es sich auch anhört - Alltag für die Feuerwehren ist.

    Insofern finde ich nicht, dass das Ermittlungsergebnis ein Geschmäckle hat.

    Es war wohl ein tragisches Unglück, und - bei aller Tragik - ist es doch auch erleichternd, dass hier keine marodierenden rechten Irren am Werk waren.

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  6. also wenn überhaupt, dann müsste es wohl einen Straftatbestand Religionsfeindlichkeit geben.

    Und wenn es den gäbe, dann würden die Menschen, die sehr kritisch gegenüber allen monotheistischen Religionen sind, wohl unter Dauerverdacht stehen.

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    werden und werden es auch zur Genüge, da ist niemand, der eine Strafe fordert dafür, dass man sie nicht mag, im Gegenteil, sie kritisieren sich selbst, auch innerhalb der Kirche.

    werden und werden es auch zur Genüge, da ist niemand, der eine Strafe fordert dafür, dass man sie nicht mag, im Gegenteil, sie kritisieren sich selbst, auch innerhalb der Kirche.

  7. erst einmal waren es Nazis, erst einmal war es die Mittw Deutschlands.
    DAS ist Brandstifterei.
    Hier im Forum konnte man über eine Woche den Aufruf lesen: egal, was rauskommt bei den Untersuchungen in Backnang: Feuer lässt man sich in Deutschland nicht mehr gefallen, man geht raus auf die Straßen und übt Gewalt aus.
    DAS ist der Kolat'sche Weg, das, was hinter den Kolat'schen Aussagen zurückbleibt.
    Und wenn es das marode Haus gewesen wäre: Der Besitzer ist ebenfalls Türke und tortz der Hinweise aus dem Haus und aus der Familie, wurde an der Brandgefährlichkeit der Einrichtungen nichts geändert.
    Der Vermieter will die Wohnung auch erst an die Familie übergeben haben nachdem der Vater sich verpflichtet hatte, Eigenreparaturen zu leisten.

    In der Türkei und hier hiess es jetzt: Solche Wohnlichkeiten bietet man nur Türken, soll heissen: die Deutschen, die Nazis in Deutschlands Mitte ...

    Es gibt NeoNazis in Deutschland, ohne Frage - Deutschlands Mitte ist tolerant - alle anderen Nationalitäten leben gut in Deutschland und MIT den Deutschen - außer bestimmten religiösen Anteilen anderer Nationalitäten.

    Mit dem Kolat'schen Weg jedenfalls gibt es keine Annäherung: Egal, was passiert, wir gehen von Rassismus in Deutschland aus, sollen die das Gegenteil beweisen. Und dann kommt unsachgemäßer Umgang mit Zigaretten dabei heraus, ob von der Oma - die zusammen mit einem Sohn löschte, aber ncht die Familie weckte - order anderen. Aber die Kanzlerin soll Schuld bekennen. Kolat zündelt!

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  8. angeboten haben SOLLTE, sich als Privatperson bei Ihnen zu melden (die Täter waren eine ganze türkischstämmige Gruppe von fünf! gegen einen Betrunkenen "anders" aussehenden, gegen einen Deutschen!) -

    selbst dann: eine Bundeskanzlerin, die die gesamte deutsche Bevölkerung als Regierungschefin repräsentiert, ist niemals Privatperson, wenn sie solche Termine wahrnimmt. Es ist dann ein Eingeständnis - ein Eingeständnis für eine Tat, die sich jetzt auf jeden Fall als ncht von außen gesteuert herausstellt.

    Herr Kolat tut dem Gesellschaftsfrieden überhaupt keinen Gefallen, sich derart laut und schreierisch zu Wort zu melden; das geht in die deutsche Bevölkerung, spaltet und hetzt auf, das geht in die Türkei und hetzt weiter und das geht in die Welt und bleibt hängen.
    Das ist Brandstiftung.

    Die Beweislast umzukehren müsste dann heißen: auch die Taten von Jedem gegen Jemanden einer anderen Nationalität müssten in Multikulti- Deutschland im Sinne der Gleichheit eines Jeden ebenfalls erst einmal als Rassismus- Tat untersucht werden - und das geschieht bisher n Deutschland nur bei von Ur - Deutschen begangenen Taten. Selbst wenn Gruppen einer anderen Nationalität Deutsche, Deutsche auch mit "anderem" als europäischen Aussehen totschlagen - da wird die Nationalität, da wird das Opfer auf einmal wieder als das, was eigentlich bei jeder Tat sein sollte: anonym - die Täter aber erst, wenn es keine Deutschen sind. Und dann hat dieselbe Tat auch plötzlich nichts mit Fremdenhass zu tun.

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/sam

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sc
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