Unterstützer der Homo-Ehe in Paris mit einem Regenbogen-Schirm und einer Karte mit der Aufschrift "Ja" in den Händen © Christian Hartmann/Reuters

Trotz des erbitterten Widerstands der konservativen Opposition und der katholischen Kirche führt Frankreich als 14. Land weltweit die Homo-Ehe ein. Die französische Nationalversammlung stimmte abschließend mit deutlicher Mehrheit für die Homo-Ehe und ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. 331 Abgeordnete unterstützen das Gesetz, 225 Parlamentarier stimmten dagegen.

Mit der Zustimmung des Senats hatte das Gesetz bereits am 12. April die letzte große Hürde genommen. Die nach der zweiten Lesung in der Nationalversammlung notwendige Abstimmung galt als Formsache.

Der Streit um die Homo-Ehe hatte die französische Gesellschaft in den vergangenen Monaten gespalten, bei Großdemonstrationen gingen wiederholt zehntausende Menschen gegen die Reform auf die Straße. Vertreter der konservativen Opposition reichten sofort nach der Verabschiedung des Gesetzes eine Verfassungsklage ein.

Die Gegner der Gleichstellung haben weitere Proteste angekündigt. Bereits am Dienstagabend ist eine neue Demonstration geplant. Die Einführung der Homo-Ehe war eines der zentralen Wahlversprechen des sozialistischen Staatschefs François Hollande.